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MotoGP

Ducati verspricht: Haben im WM-Kampf noch etwas in der Pipeline

Fabio Quartararo hat im MotoGP-Titelkampf alle Trümpfe in der Hand. Ducati will sich aber noch lange nicht geschlagen geben.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Ducati will in der MotoGP den WM-Titel in der Fahrerwertung erobern. Aus diesem Vorhaben machte man in Borgo Panigale vor Saisonstart keinen Hehl. Zu Saisonhalbzeit ist man von diesem Erfolg aber bereits einen Schritt entfernt, denn in der Gesamtwertung liegt mit Fabio Quartararo ein Yamaha-Mann komfortabel voran.

Der Franzose hat auf seinen ersten Verfolger Johann Zarco bereits 34 Punkte Vorsprung, die beiden Ducati-Werksfahrer Francesco Bagania und Jack Miller liegen sogar schon 47 bzw. 56 Punkte zurück. Teammanager Davide Tardozzi verspricht seinen Fahrern für die zweite Saisonhälfte aber Unterstützung aus dem Werk.

"Wir müssen noch an ein paar Schwachstellen unseres Motorrads arbeiten, haben für den letzten Teil der Saison aber schon etwas vorbereitet. Wir wollen auf jeden Fall bis zum letzten Rennen um den WM-Titel kämpfen", versprach der Italiener in einem Interview mit der offiziellen Webseite der MotoGP seinen Fahrern, die er in den höchsten Tönen lobte: "Alle vier unserer Fahrer können mit ihrem Fahrstil die Schwachpunkte unseres Bikes ein wenig kaschieren. Da haben sie ganze Arbeit geleistet."

MotoGP-Fahrernoten - Teil 1: Unser Zeugnis zur Saisonhalbzeit: (17:10 Min.)

"Es ist nicht so schlecht, drei Fahrer in der Gesamtwertung an den Positionen zwei, drei und fünf zu haben. Das bedeutet, dass Ducati gut arbeitet", so Tardozzi. Die Statistik der Italiener kann sich sehen lassen: Mit 13 Podestplätzen durch Zarco, Miller, Bagnaia und Rookie Jorge Martin hat man in der MotoGP-Saison 2021 mehr Pokale geholt als jeder der fünf Konkurrenzhersteller. Allerdings liegt man damit in allen drei WM-Wertungen jeweils nur auf dem zweiten Platz.

Konstanz fehlt bislang

Bei Ducati weiß man, dass man nach der Sommerpause nachsetzen muss, wenn der große Wurf noch gelingen soll: "Ich bin sehr stolz auf unsere Ingenieure, die aus unseren Problemen mit den Reifen aus dem Vorjahr die richtigen Schlüsse gezogen haben und den Fahrer in diesem Jahr eine Alternative bieten können. Wir haben schon zwei Rennen gewonnen, müssen aber noch bessere Leistungen bringen."

Das problem der Ducatisti ist bislang die mangelnde Konstanz: Jack Miller, vor Saisonstart WM-Topfavorit im Ducati-Lager, konnte bereits zweimal gewinnen, fiel aber ebenso zweimal aus und beendete die beiden Katar-Rennen nur auf dem 9. Rang. Johann Zarco wiederum war zwar bereits viermal Zweiter, hat aber auch schon eine Null und zwei 8. Plätze zu Buche stehen. Francesco Bagnaia hingegen verpasste nach drei Podestplätzen in den ersten vier Rennen zuletzt fünfmal in Folge den Gang zur Siegerehrung.

Vor allem Bagnaia ist für Tardozzi bereits überfällig für seinen ersten Sieg in der MotoGP: "Wir freuen uns schon auf den ersten Sieg von Pecco. Er war schon einige Male sehr nahe dran und hatte in einigen Rennen Pech." Die große Chance zum Start der Aufholjagd auf Fabio Quartararo hat Ducati unmittelbar nach der Sommerpause in Spielberg. Auf der malerischen Strecke in der Steiermark gewann die Rote Rennfraktion fünf der letzten sechs Rennen und stand in allen Rennen seit der Rückkehr der Strecke in den MotoGP-Kalender mit mindestens einem Fahrer auf dem Podest.


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