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MotoGP - Ärzte bremsen Marc Marquez ein: So geht es weiter

Marc Marquez ist zurück in der MotoGP. Eine Rückkehr zur völligen Normalität bedeutet das für ihn aber nicht. Er muss sich weiterhin zurückhalten.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Mit seinem Renn-Comeback nach fast neun Monaten MotoGP-Zwangspause war Marc Marquez hochzufrieden. Platz sechs im Qualifying sowie ein siebter Endrang im Portugal-Grand-Prix waren deutlich mehr, als sich der Superstar erwartet hatte. Die Freude und Erleichterung darüber waren ihm am Sonntag in Portimao klar anzusehen. Immer wieder kämpfte er nach dem Rennen mit den Tränen.

Marc Marquez zu Tränen gerührt: Der Portugal-GP zusammengefasst: (11:14 Min.)

Den wichtigsten Schritt auf dem Weg zurück an die MotoGP-Spitze hat Marc Marquez also gemacht. Vor ihm liegt aber weiterhin ein langer und harter Prozess, denn seine Rückkehr auf die Honda RC213V zieht Einschränkungen in anderen Bereichen mit sich.

"Meine Ärzte haben mir erklärt, dass mein Renn-Comeback bedeutet, dass ich zuhause deutlich weniger trainieren kann", verrät Marquez. "Zwischen den Rennwochenenden darf ich nicht Motorradfahren und werde auch nur drei bis vier Tage im Fitnessstudio verbringen. Der Knochen ist zwar verheilt, aber ich darf diesen Teil meines Körpers dennoch nicht jeden Tag und jede Woche überbelasten."

Ein massiver Einschnitt für den MotoGP-Superstar, der es gewohnt ist, regelmäßig auf Motocross- oder Flat-Track-Maschinen zu trainieren. "Natürlich dauert es so noch länger, bis ich wieder in einer richtig guten Verfassung bin, aber ich muss diese Ratschläge jetzt befolgen. Wir können nur von Rennen zu Rennen blicken. Bei der nächsten Untersuchung werden wir sehen, ob ich das Training intensivieren kann. Dieser Check findet aber erst nach Jerez statt."

Im vergangenen Juli versuchte Marquez in Jerez ein verfrühtes Comeback - Foto: MotoGP.com

Die südspanische Traditionsstrecke, auf der sich Marquez im Vorjahr den Oberarm brach, ist die nächste Station im MotoGP-Kalender 2021. Das Rennwochenende dort geht von 30. April bis 2. Mai über die Bühne.

Die nächsten Grands Prix in Le Mans und Mugello folgen ebenfalls im gewohnten Zweiwochenrhythmus. Verschnaufpause für Marquez' Körper wird es also in nächster Zeit geben. Mit Prognosen hält er sich dennoch zurück: "Ich kann nicht sagen, wann ich wieder mein Potenzial abrufen kann. Es hängt auch von den Strecken ab - ob sie körperlich sehr fordernd sind oder nicht."

Mit neun WM-Punkten aus Portimao liegt Marquez in der Gesamtwertung nun auf dem 14. Rang, 52 Zähler hinter MotoGP-WM-Leader Fabio Quartararo.


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