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MotoGP - Alex Rins: Warum er trotz Portimao-Sturz glücklich ist

Alex Rins verlässt Portimao mit null Punkten. Dennoch sprach am Sonntag ein entspannter und fröhlicher Suzuki-Pilot zur MotoGP-Presse.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Die Pace, welche Fabio Quartararo am Sonntag als Leader des MotoGP-Rennens von Portimao vorgab, war atemberaubend. Er lieferte 1:39er-Rundenzeiten wie am Fließband und schüttelte damit innerhalb weniger Umläufe das gesamte Feld ab. Mit einer Ausnahme: Alex Rins ließ den Rückstand auf den späteren Sieger nie über eine halbe Sekunde anwachsen und sorgte permanent für Druck auf Quartararo.

Marc Marquez zu Tränen gerührt: Der Portugal-GP zusammengefasst: (11:14 Min.)

In der 19. von 25. Runden war damit aber Schluss: Rins rutschte in der schwierigen, nach außen hängenden Kurve fünf weg und war aus dem Rennen. Null statt sicherer 20 Punkte, denn auf den drittplatzierten Johann Zarco hatte Rins zu diesem Zeitpunkt schon mehr als drei Sekunden Vorsprung. Ein herber Rückschlag für den Suzuki-Piloten, der als einer der Topfavoriten auf den MotoGP-Titel gegangen war. Nun hat er bereits 38 Zähler Rückstand auf Quartararo aufgerissen.

In Anbetracht des Kräfteverhältnisses im Rennen muss sich Rins Vorwürfe gefallen lassen, nicht wirklich klug gehandelt zu haben. "Fabio war heute extrem stark. Er hatte eine großartige Pace. Ich war nicht ganz so schnell, habe mich im Rennen aber gut gefühlt. Der Sieg wäre dennoch schwierig gewesen. Ich habe heute 20 wichtige Punkte verloren", gestand Rins.

Dennoch war dem Spanier kaum Ärger oder gar Frustration anzusehen. Er zog sogar ein sehr positives Fazit nach dem Portugal-Grand-Prix: "Ich habe nach diesem Wochenende ein wirklich gutes Gefühl. Wir haben von Freitag an super Arbeit geleistet, sind direkt in Q2 gekommen und haben es dort in die erste Startreihe geschafft. Auch von meiner Leistung im Rennen war ich positiv überrascht, denn die Fortschritte im Vergleich zum Vorjahr waren enorm. Wir konnten am Ende nur nicht die Ernte einfahren."

Rins sieht sich somit definitiv als Titelanwärter. "Wenn uns in Jerez eine ähnliche Leistung gelingt, dann müssen uns die Gegner auf der Rechnung haben", so der Suzuki-Pilot. "In dieser Saison sind erst drei Rennen gefahren und viele liegen noch vor uns."


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