Motorsport-Magazin.com Plus
MotoGP

MotoGP - Katar II: Alle Reaktionen zum Doha-Thriller

Fabio Quartararo sichert sich den Sieg, Jorge Martin sein erstes Podium, Rossi geht unter. Alle Reaktionen zu einem spannenden Doha-Grand-Prix.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - Die Aussagen der MotoGP-Fahrer nach dem Grand Prix von Doha:

1. Fabio Quartararo (Yamaha): "Das ist ein ganz besonderer Sieg. Ich war zu Beginn nur Achter, aber ich habe bald erkannt, dass die Verhältnisse ganz anders waren als in FP4 oder im Warm-Up. Deshalb habe ich meine Reifen gut verwaltet. Als Maverick Gas gegeben hat, wusste ich, dass ich pushen und überholen muss. Es ist ein großartiger Moment für mich. Danke an alle die an mich geglaubt haben. Ich habe diesen Winter so hart gearbeitet. Ich werde diesen Sieg heute mit einem schönen Essen bei McDonald's feiern."

2. Johann Zarco (Pramac Ducati): "Ich war ziemlich froh, dass Jorge die Führung übernommen hat. Er ist eine Pace gefahren, mit der ich nicht gerechnet hatte. Er war glaube ich sogar schneller als Pecco vergangene Woche. In der zweiten Rennhälfte war seine Pace sogar besser als meine, aber ich konnte dranbleiben. Als Rins mich überholt hat musste ich meinen Motor voll ausnutzen um mich zu verteidigen und so auch zu vermeiden, dass er Jorge angreift. Ich wollte ihn an der Spitze halten, weil ich hinter ihm das Rennen gut kontrollieren konnte. So ging das bis vier Runden vor Schluss. Fabio hat Jorge an der richtigen Stelle überholt und sofort eine Lücke aufgemacht. Ich wollte in den letzten zwei Runden noch Jorge überholen und Fabio einholen, aber das ist mir nicht früh genug gelungen. Platz zwei freut mich aber auch sehr, vor allem weil ich jetzt in der WM führe."

3. Jorge Martin (Pramac Ducati): "Es war ein schwieriges Rennen. Ich bin ein Rookie und da so viele Runden an der Spitze zu fahren war sehr hart. Ich konnte die Reifen aber gut verwalten, was mir das Wichtigste war. Das war glaube ich sehr erwachsen von mir. Als mich Fabio überholt hat, wollte ich voll pushen, um den zweiten Platz abzusichern. In der letzten Runde hat mich Zarco leider überholt. Wäre es ein anderer Fahrer gewesen, hätte ich einen Konter versuchen. Er hat aber eine andere Rolle in unserem Team und kämpft um den Titel. Das ist also okay. Mein erstes Podium in der MotoGP - großartig. Ich möchte es Fausto widmen! Wir vermissen ihn sehr. Hoffentlich sieht er uns von da oben zu."

4. Alex Rins (Suzuki): "Mein Rennen war ganz gut und ich konnte mit den Reifen haushalten. Zu einem bestimmten Zeitpunkt habe ich bemerkt, dass wir uns an der Spitze nicht absetzen können, ab dann habe ich angefangen meine Reifen zu schonen. Das Rennen war hart, aber ich habe das bestmögliche Ergebnis für uns geholt. Vierter ist mein bestes Ergebnis hier in Katar und jetzt können wir uns auf das nächste Rennen konzentrieren."

MotoGP Katar II: Dicke Luft zwischen Joan Mir und Jack Miller: (11:27 Min.)

5. Maverick Vinales (Yamaha): "Das Rennen lief leider nicht wie erwartet, aber ich bin zufrieden, denn am Ende ist das ein gutes Ergebnis. Ich musste mit den Reifen gut haushalten zu Beginn, um am Schluss meine Stärke auszuspielen. Der Grip am Hinterrad war dann richtig gut, deshalb wünschte ich, wir hätten noch fünf weitere Runden Zeit gehabt. Wir werden versuchen, noch stärker zurückzukommen. In einigen Bereichen können wir uns noch verbessern, etwa bei meinem Fahrstil."

6. Francesco Bagnaia (Ducati): "Das Rennen lief nicht wie erhofft. Mir ist leider kein guter Start gelungen und nach der ersten Runde war ich nur auf dem 10. Platz. Das wieder aufzuholen, hat mich viel Zeit gekostet und gegen Ende habe ich dann auch noch einen Fehler gemacht, der mich viel Zeit gekostet hat. Ich bin enttäuscht, denn mein Gefühl für das Motorrad war außergewöhnlich gut. Es hat sich angefühlt, als hätte ich die Pace zu siegen gehabt."

7. Joan Mir (Suzuki): "Es ist hart für mich, über dieses Rennen zu sprechen. Obwohl ich nur von Platz 9 gestartet bin, hatte ich einen guten Start und hatte auf dem 6. Rang ein sehr gutes Gefühl. Ich wurde immer stärker, habe dann aber ein hartes Manöver gegen Miller gesetzt, für das ich mich entschuldigt habe. Danach hat er sich aber entschieden, eine harte Aktion gegen mich zu setzen, mit der ich nicht einverstanden bin. Immerhin konnte ich noch den 7. Platz nach Hause bringen."

8. Brad Binder (KTM): "Ich bin happy, den Grand Prix in den Top 10 beendet zu haben. Qatar liegt uns nicht, das wussten wir. Fürs Rennen hatte ich mir vorgenommen nicht zu grübeln sondern einfach jede Runde zu pushen und das Maximum herauszuholen. Das hat funktioniert, denn 10 Plätze machst du nicht alle Tage gut!"

9. Jack Miller (Ducati): "Im Vergleich zur Vorwoche hat sich mein Gefühl für das Motorrad deutlich verbessert und ich konnte um ein gutes Ergebnis kämpfen. Nach der Berührung mit Mir habe ich aber viel Boden verloren und musste eine Lücke zu den Fahrern an der Spitze schließe. In den letzten Runden habe ich dann Armpump bekommen und konnte kaum noch den Bremshebel spüren. Womöglich brauche ich jetzt eine Operation, aber das entscheiden wir in den nächsten Tagen."

10. Aleix Espargaro (Aprilia): "Mit meiner Platzierung kann ich leider nicht zufrieden sein, denn wir haben Besseres verdient. Die neue RS-GP funktioniert sehr gut, die Beschleunigung ist stark und ich kann auf der Bremse pushen. Aber auf der Geraden hatten wir heute Probleme. Zwar hatte ich hinter den Ducati mehr Grip als sie, konnte aber nicht überholen. Das ist schade, aber wir werden auf den europäischen Strecken noch unseren Spaß haben."

Aleix Espargaro trauert einer vergebenen Chance nach - Foto: LAT Images

11. Enea Bastianini (Esponsorama Ducati): "Ich bin sehr zufrieden mit diesem Ergebnis. Ich bin aus der vorletzten Reihe gestartet und habe Platz 11 geholt - direkt hinter der Spitzengruppe. Das Team hat mir geholfen, ein schlechtes Wochenende doch noch positiv abzuschließen. Ich verlasse Doha glücklich und zufrieden."

12. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Das Rennen war sehr schwierig, aber immerhin konnte ich diesmal kämpfen. Wir sind auf ein Setup zurückgegangen, dass wir zu Beginn der Saison 2020 hatten, was allerdings die gleichen Probleme mit sich gebracht hat, die wir damals hatten. Ich habe den Reifen zu früh zu stark abgenutzt. Leider war ich dann in den letzten Runden nicht mehr stark genug, um mich noch ordentlich wehren zu können, sodass ich den Kampf um den 10. Platz verloren habe."

13. Pol Espargaro (Repsol Honda): "Dieses Rennen hat gezeigt, dass unser Potenzial sehr groß ist. Ab Mitte des Rennens hatten wir eine starke Pace, aber ich habe leider zwei Fehler gemacht, die alles zerstört haben. Wir sind näher an der Siegerzeit dran als vor einer Woche, aber ich ärgere mich, wenn ich bedenke, was drin gewesen wäre. Wir müssen noch an einigen Dingen arbeiten - unter anderem am Qualifying."

14. Stefan Bradl (Repsol Honda): "Ich habe mich für den schwachen Start entschuldigt, denn das war allein mein Fehler. Ich hatte ein Problem, das mir in meiner ganzen Karriere zuvor noch nie passiert ist und das uns in etwa zwei Sekunden gekostet hat. Nach diesem Missgeschick war die Pace gut un dich konnte aufholen. Aber ich bin sauer, denn ich hätte eigentlich viel weiter vorne landen können."

15. Miguel Oliveira (KTM): "Mein Start war gut, doch schon in der ersten Runde wurde mein Info-Display schwarz. Es war nicht einfach, ohne Informationen die Position zu verteidigen, gerade was die Schaltpunkte anbelangt. Die nächsten Renen werden hoffentlich besser."

16. Valentino Rossi (Petronas Yamaha): "Das ist wahrlich kein großartiges Ergebnis, aber ich der Start von sehr weit hinten hat alles noch schwieriger gemacht. Meine Pace war ganz in Ordnung, aber nicht gut genug, um an der Gruppe vor mir dranzubleiben. Es hat einfach nicht gereicht. Leider hatte ich mit dem weichen Reifen erneut Probleme mit dem Grip am Hinterrad. Wir haben eine andere Schwinge ausprobiert und das zumindest ein bisschen geholfen. Wir werden sehen, was in Portimao geschieht."

17. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Es war wieder ein harter Tag. Der Anfang war ok, aber nach sieben oder acht Runden spürte dass mein Vorderreifen stark nachgab. Das machte es dann vor allem in den Kurven wirklich schwierig, das Motorrad zu halten. Natürlich sind wir über unsere derzeitige Position nicht glücklich. Aber letztes Wochenende hatte ich einen Sturz und heute haben wir das Rennen beendet, wir müssen positiv darüber denken."

18. Luca Marini (Esponsorama Ducati): "Ich habe mir vom heutigen Rennen mehr erwartet: Ich hatte eine gute Pace, aber nach zehn Runden begann ich mit dem Vorderreifen zu kämpfen. Der Zustand wurde immer schwieriger, bis ich sechs Runden vor Schluss in den Rechtskurven nicht mehr pushen konnte."

19. Danilo Petrucci (Tech 3 KTM): "Es war ein sehr schwieriges Rennen. Ich bin nicht schlecht gestartet, aber ich war in der ersten Runde zu langsam und konnte nicht mit der großen Gruppe vor mir mithalten. In der Mitte des Rennens war es in Ordnung. Aber ich konnte nie ein richtig gutes Gefühl entwicklen, um zu pushen. Ich kämpfte sowohl vorne als auch hinten sehr mit dem Grip."

20. Lorenzo Savadori (Aprilia): "Meiner Schulter geht es immer besser und in Portimao sollte das endgültig kein Problem mehr darstellen. Ich war rund zehn Sekunden schneller als am vergangenen Sonntag, auch wenn ich in den letzten fünf Runden sogar Sprit sparen musste. Es gibt jedenfalls noch viel zu tun, aber ich freue mich auf Portimao."

DNF Alex Marquez (LCR Honda): "Dieses Rennen hat nicht so geendet, wie ich mir das gewünscht hätte. In Turn 14 habe ich einen kleinen Fehler gemacht und die Front verloren. Der Tag war nicht einfach für uns, aber jetzt ist es Zeit, zu lernen und uns zu verbessern. Ich suche heute gar nicht nach einer Entschuldigung und will in Portimao wieder stärker sein."

DNF Iker Lecuona (Tech 3 KTM): "Ich muss mich bei meinem Team entschuldigen und mich bei Ihnen bedanken. Wir hatten an diesem Wochenende viel zu kämpfen und haben endlich etwas am Bike gefunden, womit ich mich zuversichtlicher gefühlt habe. Im Rennen bin ich immer niedrige 55er-Zeiten gefahren, habe viele Fahrer überholt und die Gruppe vor mir eingeholt. Aber dann habe ich plötzlich die Front verloren."


Tissot