Motorsport-Magazin.com Plus
MotoGP

MotoGP: Fausto Gresini aus künstlichem Koma erweckt

Das Coronavirus brachte Fausto Gresini auf die Intensivstation. Sein Team gab nun ein Update über den Gesundheitszustand des 59-Jährigen.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - MotoGP-Teammanager Fausto Gresini ist im Zuge seiner Covid-19-Erkrankung allmählich auf dem Weg der Besserung. Das teilte sein Rennstall am Freitagabend in einer Presseaussendung mit.

Der 59-jährige Italiener wurde kurz vor Weihnachten positiv auf das Coronavirus getestet und musste nach einigen Tagen in Heim-Quarantäne am 27. Dezember in ein Krankenhaus in Bologna eingeliefert werden. Dort wurde er nach einer Verschlechterung der Sauerstoffsättigung in seinem Blut in ein künstliches Koma versetzt und beatmet werden, wie Gresini Racing nachträglich mitteilte.

Da sich die Werte in den vergangenen Tagen gebessert haben, wurde in der Nacht auf Samstag mit dem Aufweckprozess durch die Ärzte begonnen. Gresinis Rennstall will in den kommenden Tagen weitere Informationen zum Zustand seines Gründers veröffentlichen.

Weltmeister und erfolgreicher Teamchef

Fausto Gresini war von 1983 bis 1994 selbst aktiver Motorradpilot in der Weltmeisterschaft und holte bei 132 Starts in der 125cc-Klasse insgesamt 21 Siege. 1985 und 1987 krönte er sich auf Garelli jeweils zum Weltmeister der Achtelliter-Kategorie.

Nach seinem Rücktritt gründete er seinen eigenen Rennstall, der ab 1997 an der Motorrad-WM teilnahm. Bislang holten seine Fahrer 55 Siege in den drei Klassen der Weltmeisterschaft sowie vier Erfolge in MotoE-Weltcup.

Daijiro Kato, Toni Elias und Jorge Martin brachten Gresini drei WM-Titel ein, zudem holte Matteo Ferrari einen Gesamtsieg in der MotoE. In der MotoGP-Klasse durfte sich Gresini Racing in den Jahren 2003 bis 2005 durch Sete Gibernau und Marco Melandri dreimal in Folge über Platz zwei in der Fahrer-WM freuen.

Seit 2015 fungierte Gresinis Rennstall als Einsatzteam für Aprilias MotoGP-Projekt. 2022 könnte der Italiener seine Startplätze aber wieder selbst beanspruchen, da der Vertrag mit dem italienischen Hersteller endet.


Weitere Inhalte:
Tissot