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MotoGP Jerez: Keine Strafe gegen Marc Marquez nach Rins-Aktion

Marc Marquez und Alex Rins gerieten im MotoGP-Training aneinander. Die Stewards sprechen keine Strafe aus, da besondere Umstände herrschten.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Marc Marquez bekommt für eine Aktion im 3. MotoGP-Training in Jerez gegen Alex Rins keine Strafe. Das verlautbarten die FIM-Stewards nach Abschluss ihrer Anhörung unmittelbar vor dem Start des 4. Trainings.

Der Grund: Aufgrund des Sturzes von Iker Lecuona in Kurve 2 wurden dort Gelbe Flaggen geschwenkt. Marc Marquez verlangsamte daher sein Tempo, während Rins die Gelben Flaggen wohl übersehen haben dürfte, bis zur Anfahrt auf Kurve 4 auf Marquez auffuhr und sich dort blockiert fühlte.

Im Sportlichen Reglement ist unter Punkt 1.22.2 klar geregelt, dass die Fahrer im Bereich der Gelben Flaggen Fahrt herausnehmen müssen und zudem jegliches Überholen verboten ist. "Jeglicher Verstoß gegen diese Regel resultiert in einer Streichung der entsprechenden Rundenzeit", so der weitere Regeltext.

Gelbe Flaggen retten Marc Marquez

In der Praxis wird diese Passage so interpretiert, dass ein Fahrer in einem Sektor, in dem die Gelbe Flagge geschwenkt wurde, keine neue persönliche Sektorbestzeit erzielen darf. Die FIM-Stewards sehen die Situation von Samstagvormittag daher so, dass Alex Rins im ersten Sektor ohnehin seine Zeit nicht verbessern hätte dürfen und Marquez ihn daher nicht auf einer potenziellen schnellsten Runde blockiert hat.

Die Gelben Flaggen in Kurve zwei erklären auch, warum sich lediglich ein Fahrer (Andrea Dovizioso) im letzten Umlauf verbessern konnte. Der Italiener ging als Letzter aller Fahrer in die finale Runde - als Lecuonas Unfallstelle in Turn 2 bereits geräumt war.

Suzuki-Teamchef Davide Brivio akzeptierte die Entscheidung und gab zu, dass sich Suzuki verpokert habe: "Es war seine letzte Chance, aber Alex hätte sich wohl schon früher eine gute Zeit sichern sollen. Es ist schade, denn er hatte das Potenzial für die Top-10, aber es hat leider nicht gereicht."

Alex Rins verpasste wieder einmal den direkten Q2-Einzug und muss daher im MotoGP-Qualifying bereits im ersten Segment um einen Startplatz in den ersten vier Reihen kämpfen. Unter anderem tritt er dort gegen Danilo Petrucci oder Pol und Aleix Espargaro an.


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