MotoGP

MotoGP-Kalender: Phillip Island ab 2021 im Frühjahr geplant

Jahr für Jahr leidet die MotoGP unter den schlechten Wetterbedingungen im Oktober auf Phillip Island. Nun arbeitet man an einem neuen Termin.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Wetterkapriolen machen der MotoGP in Australien schon lange zu schaffen. Durch den Termin im Oktober ist das Rennwochenende auf Phillip Island meist von kühlen Temperaturen, Regen und starkem Wind geprägt. Alles andere als ideale Bedingungen also. Mit der Verschiebung des Qualifyings auf Sonntag in diesem Jahr erreichte man einen neuen Tiefpunkt.

Der Widerstand gegen den Oktober-Termin des Australien-Grand-Prix wächst im MotoGP-Paddock deshalb zusehends an. Vor allem die Fahrer, die bei den schwierigen Bedingungen auf der Highspeed-Strecke von Phillip Island ihre Gesundheit riskieren, wünschen sich ein anderes Datum.

Ideal wäre ein Termin zu Beginn der Saison, womit man im australischen Spätsommer fahren würde. In der Superbike-WM ist das bereits seit Jahren der Fall. Wie Motorsport-Magazin.com am MotoGP-Rennwochenende in Sepang erfuhr, ist genau das nun auch der Plan von Promoter Dorna ab 2021.

Logistisch würde sich ein Australien-GP im Frühjahr mittlerweile sogar anbieten. Denn schon im kommenden Jahr schiebt man den Thailand-GP als zweites Rennen nach dem Saisonauftakt in Katar nach vorne. 2021 könnte man hier also durchaus das Event auf Phillip Island anhängen, ehe es nach Argentinien und in die USA geht. Mit der geplanten Aufnahme von Indonesien in den Rennkalender wäre dann immer noch der Triple-Header im Herbst mit Motegi und Sepang möglich.

Die WSBK freut sich im Februar stets über beste Bedingungen - Foto: Ducati

Formel 1 als Problem

Bisherige Bemühungen, das MotoGP-Wochenende auf Phillip Island früher im Jahr zu platzieren, waren bislang am lokalen Promoter 'Australian Grand Prix Corporation' gescheitert. Die AGPC ist für die Austragung der Events von Formel 1 und MotoGP verantwortlich. Melbourne beheimatet im März ja traditionell den Saisonstart der Vierrad-Königsklasse. Deshalb wollte man die MotoGP zeitlich stets möglichst weit davon fernhalten.

Es wird also wohl noch einiges an Überredungskunst von Seiten Carmelo Ezpeletas und seinem Team bedürfen, um die Australier von einem neuen Termin zu überzeugen. Im Sinne der MotoGP und vor allem ihrer Fahrer wäre es allemal.


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