MotoGP

MotoGP Sachsenring 2019: Die Reaktionen zum Qualifying

Marc Marquez ist zum zehnten Mal in Folge MotoGP-Polesitter auf dem Sachsenring. Quartararo und Vinales komplettieren Reihe eins. Die Reaktionen zum Qualify
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich habe das FP4 sehr genossen. Im Qualifying ist man immer am Limit, deshalb genießt man es weniger. Auf dem zweiten Reifen habe ich mich gut gefühlt und habe gepusht. Auf dem letzten Reifen hat es dann auch gut geklappt und ich habe die Pole geholt. Aber auch die Yamahas und Suzukis haben eine gute Pace."

2. Fabio Quartararo (Petronas Yamaha): "Es ist schön, wieder in der ersten Reihe zu stehen. Heute Morgen war es nicht einfach. Es ist wichtig, hier aus der ersten Reihe zu stehen. Ich freue mich schon auf das Rennen. Es wird lang, aber ich bin mir sicher, wir können ganz vorne mitkämpfen."

3. Maverick Vinales (Yamaha): "Es fühlt sich gut an. Ich hatte heute das Gefühl, als wäre mehr drin gewesen. Auf meiner ersten Runde habe ich kurz die Front verloren. Die Runde war aber trotzdem recht schnell, deshalb bin ich zufrieden. Aber da wäre noch mehr möglich gewesen."

4. Alex Rins (Suzuki): "Ich hatte in der letzten Kurve meiner letzten Runde einen furchteinflößenden Moment. Ich war schnell unterwegs und musste einen Save mit dem Ellbogen machen. Ich bin dennoch in die zweite Reihe gekommen, womit ich mein Ziel erreicht habe. Morgen werde ich versuchen, einen guten Start zu haben, denn meine Pace ist dann wirklich stark."

5. Jack Miller (Pramac Ducati): "Auf dem harten Reifen fühle ich mich gut. In meinem letzten Run mit dem weichen Reifen hätte es vielleicht etwas besser laufen können, aber der Vorderreifen hatte schon viele Runden hinter sich. Die zweite Startreihe ist ein gutes Ergebnis vor dem Rennen. Die Reifenwahl wird morgen wichtig sein, aber ich bin zuversichtlich."

6. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich glaube Platz sechs entspricht in etwa unserer Pace an diesem Wochenende. Es wird ein langes, hartes Rennen und die Hitze heute hat unseren Reifen natürlich auch nicht geholfen, aber insgesamt sind wir zufrieden. Was die Reifenwahl für das Rennen betrifft, habe ich aktuell keine Ahnung. Ich denke jedenfalls, dass wir morgen die Chance haben, um das Podium zu kämpfen."

Cal Crutchlow fuhr trotz seiner Verletzung im Qualifying auf dem Sachsenring auf Platz sechs - Foto: LCR Honda

7. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Es war ein guter Tag für uns. Unsere Renn-Pace ist besser als der Speed über eine schnelle Runde. Das gibt mir Selbstvertrauen für den Sonntag. Ich hatte kein perfektes Feeling im Qualifying, aber im FP4 war es großartig. Ich habe mich wirklich stark gefühlt. Marquez ist etwas voraus, aber dahinter liegt alles eng beisammen."

8. Pol Espargaro (KTM): "Ich bin zufrieden mit unserer Startposition. Reihe drei ist absolut okay für uns. Ich glaube, wir haben ein gutes Setup und gute Ideen für das Rennen am Sonntag. Ich freue mich darauf. Auch weil es meinem Handgelenk jetzt schon besser geht. Ich brauche noch ein paar Schmerzmittel, aber ansonsten ist es okay."

9. Joan Mir (Suzuki): "Ich hatte etwas mehr erwartet, weil meine Pace in FP4 richtig gut war. Ich dachte also, dass ich im Qualifying mit einem neuen Reifen noch schneller sein kann. Mit der dritten Startreihe muss ich aber auch zufrieden sein."

10. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Es war ein wirklich harter Tag. Ich habe zum ersten Mal seit Assen Schuhe angezogen und auch wieder begonnen, zu gehen. Am Ende von FP3 habe ich aber gespürt, dass etwas nicht stimmt. Ich hatte große Schmerzen im Knöchel und konnte ihn überhaupt nicht mehr belasten. In FP4 dachte ich schon, dass ich aufgeben muss, weil ich nicht mehr schalten konnte. Ich weiß nicht, wie es mir im Rennen gehen wird."

11. Valentino Rossi (Yamaha): "Mein Team hat einen super Job gemacht! Sie konnten mein Motorrad in nur zehn Minuten zwischen Q1 und Q2 reparieren, denn das war das Bike, auf dem ich mich besser gefühlt habe. Ich hätte auch in Q2 weit vorne landen können, aber leider hatte ich diesen kleinen Sturz, bei dem etwas mein Gefühl verloren ging. Ich konnte dann nicht mehr die gleichen Rundenzeiten fahren und muss deshalb weiter hinten starten. Meine Pace ist aber nicht so schlecht."

12. Danilo Petrucci (Ducati): "Leider bin ich in einem der schnellen Teile der Strecke gestürzt. Ich habe die Front verloren, sobald ich das Gas zu gemacht habe und bin gestürzt. Ich habe mir mein linkes Handgelenk und meine rechte Hand verletzt. Immerhin habe ich mir nichts gebrochen, aber habe eine große Beule. Im Moment habe ich Schmerzen, aber ich hoffe, morgen geht es mir besser."

Trotz seiner Verletzung vom Q2-Crash kann Danilo Petrucci am Rennsonntag in Deutschland teilnehmen - Foto: Ducati

13. Andrea Dovizioso (Ducati): "Heute konnten wir das Gefühl für das Bike verbessern, genauso wie unseren grundsätzlichen Speed. Leider haben wir es aber trotzdem nicht ins Q2 geschafft. Es war ein schwieriger Tag, aber wir haben wie immer hart gearbeitet. Wir haben aber nun mal auf dieser Strecke mehr Schwierigkeiten als auf den anderen. Aus der fünften Reihe zu starten spiegelt nicht unser Potenzial wieder, aber wir müssen uns jetzt zusammenreißen."

14. Stefan Bradl (Repsol Honda): "Es war ein weiterer geschäftiger und produktiver Tag. Wir haben viel erreicht und unsere Pace ist gut. Für morgen starten wir aus der fünften Reihe, deshalb müssen wir sichergehen, dass wir ein vernünftiges Rennen fahren und in keine unnötigen Kämpfe verwickelt werden. Ich freue mich, denn ich denke, ich kann einige Positionen gut machen."

15. Aleix Espargaro (Aprilia): "Dieses Wochenende läuft viel besser als Assen. Körperlich habe ich nicht erwartet, mich in nur einer Woche besser zu fühlen. In den Simulationen mit gebrauchten Reifen habe ich mich gut gefühlt. Im Qualifying hätte ich erwartet, besser zu sein, aber ich bin in den Verkehr geraten und konnte keine vernünftige Runde fahren. Von so weit hinten starten ist nicht ideal, weil man hier so schwer überholen kann, aber ich habe eine gute Pace."

16. Andrea Iannone (Aprilia): "Wir schlagen uns hier besser als ich erwartet hätte. Leider lief es im Qualifying am schlechtesten, wo wir sehr weit zurückliegen. Der Schlüssel zum Rennen wird das Reifenmanagement sein. Es wird nicht einfach. Wir haben uns noch für keinen Reifen entschieden, weil wir erst die Daten analysieren müssen."

Andrea Iannone wurde im Sachsenring-Qualifying 16. - Foto: Tobias Linke

17. Francesco Bagnaia (Pramac Ducati): "Erst einmal möchte ich den Mitarbeitern des Medical Centers danken. Sie haben einen tollen Job gemacht und mich heute wieder fit für die Strecke gemacht. Ich habe immer noch Schmerzen im Hals, habe aber heute die Zähne zusammengebissen. Mein Gefühl für das Bike hat sich heute verbessert, deshalb können wir morgen wohl um wichtige Punkte kämpfen."

18. Hafizh Syahrin (Tech3 KTM): "Ich bin mit unserem Qualifying sehr zufrieden, aber wir hatten im FP4 mit dem ersten Bike einen Sturz, das einige gute Teile hatte. Meine Mechaniker konnten das Bike bis zum Qualifying nicht reparieren, weil sie nicht genug Zeit hatten. Deshalb musste ich mit dem zweiten Bike fahren, das ein paar Kilometer mehr hinter sich hatte. Ich habe mein Bestes gegeben und war ziemlich überrascht, dass ich so schnell war."

19. Johann Zarco (KTM): "Ich erwarte, dass ich morgen in die Punkte komme. Damit wäre ich dann auch zufrieden. Ich hatte am Vormittag ein gutes Gefühl, beim warmen Wetter am Nachmittag bin ich dann aber in Probleme geraten. Wir werden versuchen, dafür am Sonntag eine Lösung zu finden."

20. Miguel Oliveira (Tech3 KTM): "Es war ein enttäuschendes Qualifying. Wir sind einen guten Samstag gefahren. Das FP3 war schon sehr gut und das FP4 lief noch besser mit einer tollen Rennpace. In den Qualifyings haben wir das aber nicht geschafft. Ich bin enttäuscht, denn drei Fahrer haben ihre Zeit direkt hinter mir verbessert. Mir wurde nicht gesagt, dass sie mir gefolgt sind. Das war ein Fehler, wegen dem wir jetzt sehr weit hinten stehen."


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