MotoGP

MotoGP - Marc Marquez: Nicht einmal ein Viertel des GPs gepusht

Marc Marquez fuhr in Argentinien das dominanteste Trockenrennen seiner MotoGP-Karriere. Und das, obwohl er es schon nach wenigen Runden ruhig anging.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Was war das für eine Machtdemonstration von Marc Marquez im Argentinien-GP! Noch nie in seiner mittlerweile über sechs Saisons andauernden MotoGP-Karriere hatte der amtierende Champion ein Rennen bei trockenen Verhältnissen mit einem so großen Vorsprung gewonnen. Und seit Le Mans 2016 war der Abstand zwischen dem Sieger und Zweitplatzierten in einem Trockenrennen so groß wie am Sonntag in Termas de Rio Hondo.

9,816 Sekunden waren es am Ende. Dabei schaltete Marquez schon weit vor Rennende auf Jubelmodus um, gestikulierte mit seiner Hand und fuhr auf seiner Honda stehend durchs Ziel. Davor betrug Marquez' Vorsprung noch über zwölf Sekunden.

Was der Konkurrenz wirklich Sorgen bereiten sollte, ist die Tatsache, dass Marquez laut eigenen Aussagen nicht einmal ein Viertel der gesamten Renndistanz von 25 Runden mit vollem Einsatz fuhr. "Als ich nach der ersten Runde +0,7 auf meinem Pitboard gesehen habe, bin ich 'All-In' gegangen", erklärte der Repsol-Honda-Pilot nach seiner Triumphfahrt. "Dann habe ich etwa bis Runde 6 eine Lücke herausgefahren und konnte anschließend das Risiko minimieren."

Start für Marc Marquez' Rennen entscheidend

Das war möglich, weil sich Marquez' Rennen von Beginn an genauso entwickelte, wie er sich das erhofft hatte: "Es war so, wie ich es mir erträumt hatte. Mein Plan A war, einen guten Start zu haben und dann abzuhauen, denn ich wusste, dass ich in den ersten Runden den größten Vorteil hatte. Wäre ich am Start etwa hinter Dovi zurückgefallen, wäre ich erst einmal dort geblieben, hätte meine Reifen verwaltet und dann am Ende gepusht."

Marquez konnte am Start die Führung behaupten - Foto: LAT Images

Da Marquez seine Führung in der ersten Kurve des Rennens aber behaupten konnte, kam es zu seiner Soloflucht. Was von außen betrachtet leicht aussah, war es aber nicht unbedingt. "Ich hatte ein super Gefühl auf dem Motorrad und bin wirklich gut gefahren, aber es war dennoch schwer konzentriert zu bleiben. Alberto (Teamchef Puig, Anm.) stand an der Boxenmauer und signalisiert mir, dass ich vorsichtig sein soll. Wenn ich Tempo rausgenommen habe, war es aber noch schlimmer für mich. Ich bin dann einfach flott gefahren, ohne 100 Prozent Risiko zu gehen", verrät Marquez.


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