MotoGP

Andrea Iannone schlittert mit Aprilia in ein Test-Debakel

Nicht fit, gecrasht und vorzeitig abgereist. Aprilia-Neuzugang Andrea Iannone schlitterte beim ersten MotoGP-Wintertest in ein Debakel.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Für Andrea Iannone ging der MotoGP-Test in Sepang gehörig in die Hose. Der Italiener brach nach zwei Tagen ab und ging am Freitag erst gar nicht mehr an den Start. Seine Aprilia legte er für die finale Session in die Hände von Testfahrer Bradley Smith.

Iannone fühlte sich aufgrund seiner Medikation nicht fit genug für das ausgiebige Programm, das Aprilia für den Schlusstag geplant hatte. "Er befindet sich bereits im Hotel", bestätigte ein Team-Sprecher wenige Stunden nach Test-Start auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com in Sepang.

Iannone crasht am ersten Tag

Die Testwoche hatte für Iannone denkbar schlecht begonnen: Er war mit einer Kiefer-Infektion angereist, die er sich bei einer Operation eingefangen hatte. Am ersten Tag endete seine erste Ausfahrt auf der neuen Aprilia prompt mit einem Abflug im letzten Sektor der Strecke.

Iannone wurde dabei zwar nicht verletzt, aber der Wiederaufbau seines Motorrads kostete das Team mehrere Stunden. Dadurch konnte der Italiener am Mittwoch insgesamt nur 36 Runden absolvieren. Am Donnerstag lief es nur unwesentlich besser: Zwar konnte er einen weiteren Sturz vermeiden, dennoch waren nicht mehr als 39 Runden drin.

Mit seiner Rundenzeit von 2:00,510 Minuten landete Iannone nur auf dem 18. Rang des Tagesklassements und ließ von den MotoGP-Stammfahrern der neuen Saison lediglich Miguel Oliveira, Hafizh Syahrin, Joan Mir und Karel Abraham hinter sich. Auf seinen Teamkollegen Aleix Espargaro fehlten ihm rund vier Zehntelsekunden. Da er am Freitag nicht mehr antrat, beendet Iannone den Test in Sepang mit insgesamt nur 75 Runden. Das ist die schwächste Bilanz aller MotoGP-Stammpiloten.

Aprilia will endlich Anschluss finden

Iannone, der bei Ducati einst GP-Sieger war und bei Suzuki mehrfach auf das Podest fuhr, droht ein schwieriges Jahr bei Aprilia. Der italienische Hersteller wartet auch vier Jahre nach dem Comeback in der MotoGP-Klasse auf den ersten Podestplatz. Mehr als sechste Plätze durch Aleix Espargaro waren bislang nicht drin.

2019 will Aprilia den Anschluss schaffen und stellte Espargaro mit Iannone einen erfolgreichen Teamkollegen zur Seite. Zudem verpflichtete man mit Massimo Rivola einen neuen Renndirektor und mit Bradley Smith einen erfahrenen Piloten als Testfahrer.


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