MotoGP

MotoGP: Die Verletzung-Statistik der Saison 2018

Sieben MotoGP-Stammfahrer mussten 2018 mindestens ein Rennen verletzungsbedingt ausfallen lassen. Motorsport-Magazin hat die Verletzungs-Statistik.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Während Weltmeister Marc Marquez in der MotoGP-Saison 2018 eine unglaubliche Konstanz an den Tag legte, die ihm am Ende den Weltmeister-Titel verschaffte, waren einige seiner Konkurrenten weniger glücklich. Motorsport-Magazin.com hat sich die Verletzungs-Statistik und die verpassten Rennen der MotoGP-Stammpiloten aus diesem Jahr angeschaut.

Insgesamt sieben Piloten der Stammbesetzung verpassten ein oder mehrere Rennen der Saison 2018. Der Fahrer mit den meisten verpassten Einsätzen ist ohne Zweifel Tito Rabat, der nach seinem Unfall am Chaos-Rennwochenende von Silverstone für ganze sieben weitere Rennen ausfiel. Von Misano an bis hin zum Saisonfinale in Valencia musste Rabat aussetzen. Erst bei den Testfahrten nach dem letzten Rennen war er - noch immer nicht vollständig fit - wieder unterwegs.

Ebenfalls auf reichlich verletzungsbedingte Ausfälle zurückschauen kann Jorge Lorenzo. Er musste in seinem letzten Jahr als Ducati-Pilot gleich vier Rennen vom Bildschirm aus verfolgen. Von Thailand bis Malaysia war der Spanier nach seinem Start-Crash in Aragon nicht einsatzfähig, obwohl er es an drei der vier Wochenenden versuchte. Der ursprüngliche Crash zog einige Kontroversen nach sich, da Lorenzo im Nachhinein Konkurrent Marquez für seinen Sturz verantwortlich machte.

Pol Espargaro und Cal Crutchlow mussten 2018 auf drei Rennstarts verzichten. Espargaro war nach seinem Crash im Warm-Up von Brünn in Tschechien, Spielberg und Aragon nicht einsatzfähig. In Silverstone trat er ebenfalls nicht an, aber da das Rennen ohnehin abgesagt wurde, konnten auch seine unverletzten Konkurrenten nicht starten. Besonders bitter war der Nicht-Start in Österreich für den KTM-Fahrer und sein Team. Der österreichische Hersteller konnte beim Heimrennen nur mit einem Piloten ins Rennen gehen.

Crutchlow hingegen schied am Saisonende aus dem Geschehen aus. Am Freitag in Australien zog der Brite sich bei einem Crash einen komplizierten Knöchelbruch zu, der ihn bis zum Saisonende und darüber hinaus außer Gefecht setzte. Auch jetzt erholt Crutchlow sich noch von der Verletzung. Ob er an den Sepang-Testfahrten im Februar teilnehmen kann, ist weiterhin unklar. Auf Anweisung seiner Ärzte hin darf Crutchlow noch immer nicht selbstständig gehen.

Der Rookie mit den meisten verletzungsbedingen Ausfällen ist Franco Morbidelli, der das Jahrhundertrennen in Assen sowie den Deutschland GP ausfallen lassen musste. Im dritten Freien Training in den Niederlanden stürzte der Italiener und zog sich einen Bruch des linken Mittelhandknochens zu. In Folge dessen musste er auch am Sachsenring aussetzen, erst nach der Sommerpause in Tschechien konnte er wieder ins Geschehen eingreifen.

Dani Pedrosa brachte seine letzte MotoGP-Saison ohne große Verletzungen über die Bühne - Foto: Repsol

Sein Rookie-Kollege Xavier Simeon verpasste dagegen nur das Saisonfinale in Valencia. Der Avintia-Pilot stürzte am Trainings-Freitag zweimal, sowohl im FP1 wie auch im FP2. Danach entschieden die Ärzte im Fahrerlager, dass Simeon besser nicht am Rennen teilnehmen sollte, da nach den beiden Stürzen ein erhebliches Risiko auf eine Gehirnerschütterung bestand.

Ebenfalls auf einen verletzungsbedingten Ausfall kommt Aleix Espargaro. Der Aprilia-Pilot konnte das Rennen auf dem Sachsenring nicht bestreiten, da er am Sonntagmorgen im Warm-Up heftig gestürzt war. Welche Verletzungen er sich dabei genau zuzog, gab sein Team nie bekannt, es besteht aber der Verdacht auf gebrochene Rippen. Espargaro hatte danach die komplette Sommerpause Zeit, um sich zu erholen und war danach in Brünn wieder im Einsatz.

Neben den sieben Stammpiloten, die in der Saison verletzungsbedingt ausfielen, setzten außerdem noch Rabat-Ersatzmann Jordi Torres sowie die Testpiloten von Ducati bzw. KTM Michele Pirro und Mika Kallio jeweils ein Rennen aus. Torres zog sich am Samstag in Malaysia bei einem Crash eine Fingerverletzung zu und musste das Rennen ausfallen lassen. Michele Pirro stürzte im FP2 von Mugello heftig und war danach nicht mehr einsatzfähig. Kallio beendete seinen Einsatz am Sachsenring vorzeitig, als er sich dort bei einem Crash im zweiten Freien Training das Knie verletzte.

MotoGP 2018: Mehr Ausfälle als im Vorjahr

Damit haben im MotoGP-Jahr 2018 sieben Stammpiloten zusammengenommen 21 Rennen verpasst. Im Vergleich zum Vorjahr sind diese Zahlen damit deutlich angestiegen. Im Jahr 2017 waren es zwar sechs Piloten, die verletzungsbedingt ausfielen, allerdings verpassten sie nur insgesamt zehn Rennen. Den Löwenanteil daran macht Alex Rins aus, der von Austin bis Barcelona insgesamt fünf Rennen fehlte. Alle anderen ausgefallenen Piloten (Valentino Rossi, Jonas Folger, Jack Miller, Aleix Espargaro und Bradley Smith) mussten lediglich auf ein Rennen verzichten.

Die Saison 2016 übertrumpft das gerade zu Ende gegangene Jahr jedoch um einiges. Insgesamt neun Fahrer verpassten zusammengenommen 26 Rennen. Spitzenreiter ist Jack Miller mit fünf verpassten Rennen, dahinter folgen Andrea Iannone, Danilo Petrucci und Loris Baz mit jeweils vier Ausfällen. Dani Pedrosa und Bradley Smith mussten jeweils drei Rennen aussetzen, Pol Espargaro, Stefan Bradl und Tito Rabat jeweils eines.


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