MotoGP

MotoGP Misano 2018: Die Reaktionen zum Training

Andrea Dovizioso hat sich am Trainings-Freitag in Misano souverän durchgesetzt. Die Reaktionen zum ersten Tag vom Rennwochenende in San Marino.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Andrea Dovizioso (Ducati): "Mit den beiden Bestzeiten in den Trainings bin ich zufrieden, aber das Gefühl am Bike war nicht perfekt. Die Streckenbedingungen waren ganz anders als beim Test vor drei Wochen. Der Grip ist anders, die Reifen nutzen sich anders ab und unser Setup ist anders. Aber wir sind schnell und hoffen, dass uns das Wetter morgen weiter am Bike arbeiten lässt."

2. Jorge Lorenzo (Ducati): "Wir haben mal unser erstes Ziel erreicht: Vom Start weg vorne dabei sein. Wegen dem Regen von gestern hatte der Asphalt heute sehr wenig Grip und die Situation war ziemlich kompliziert. Am Nachmittag haben sich die Bedingungen deutlich verbessert, und wir haben unsere Zeiten fahren können. Ich fühle mich am Bike wirklich gut, wir hatten den bestmöglichen Start und müssen nur noch die Details klären."

3. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Weil die ersten drei Trainingssessions für das Qualifying zählen, kann es ganz schön schwierig sein, einen Rhythmus zu finden und an Sachen fürs Rennen zu arbeiten. In den Sessions verwenden alle unterschiedliche Reifen, aber wir müssen uns halt an die Regeln halten. Ansonsten habe ich aber ein gutes Gefühl mit dem Bike. Das Team arbeitet super und wir haben eine gute Chance, hier konkurrenzfähig zu sein."

4. Maverick Vinales (Yamaha): "Das Bike ist auf einem guten Niveau, ich muss nur meinen Fahrstil in ein paar Sektoren anpassen. Auf jeden Fall müssen wir die Elektronik noch ein bisschen verbessern. Ich glaube, da geht noch ein Schritt, aber mit heute bin ich zufrieden. Die Reifenfrage ist schwer, weil die Bedingungen ganz anders sind als beim Test. Wir müssen schauen, wie die Strecke morgen aussieht."

5. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich bin mit dem heutigen Tag zufrieden. Wir haben von Anfang an gut gearbeitet und ein tolles Setup gefunden. Am Nachmittag haben wir auch ein paar kleine Schritte gemacht. Die anderen Piloten haben hier vor zwei Wochen getestet, also haben wir versucht so präzise wie möglich zu arbeiten. Wir sind mit unserer Pace zufrieden. Ich fühle mich gut auf dem Bike und kann vernünftig fahren."

6. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich bin mit dem Platz in den Top-10 zufrieden. Das Wetter soll morgen sehr unbeständig sein. Trotzdem hätte ich mir mehr erhofft. Ich bin mir sicher, dass wir uns verbessern können. Es ist offensichtlich, dass ein gutes Qualifying fundamental für das Rennen am Sonntag wird."

Danilo Petrucci wurde am Trainings-Freitag in Misano Sechster - Foto: Ronny Lekl

7. Alex Rins (Suzuki): "Ich bin ziemlich zufrieden, denn es sieht so aus, als würde nach dem Aragon-Test alles gut laufen. Für Morgen müssen wir die Front des Bikes noch ein bisschen verbessert, aber wir haben einen guten Rhythmus. Unser Ziel im Qualifying morgen wird die zweite oder dritte Startreihe. Ich habe heute ein paar Reifenoptionen getestet, aber weiß noch nicht, welche ich für das Rennen nutzen werde."

8. Valentino Rossi (Yamaha): "Es war wichtig, heute in die Top 10 zu kommen. Ich habe am Schluss meine Zeit verbessert und das Ziel erreicht. Verglichen mit dem Test fühle ich mich am Bike besser, habe aber noch ein paar Probleme, besonders beim Bremsen. Wir müssen die Balance verbessern, und es war heute auch mit dem Reifen schwer. Wir haben mit dem Hard gerechnet, aber scheinbar hat die Strecke weniger Grip als beim Test. Das macht es schwieriger."

9. Andrea Iannone (Suzuki): "Die Dinge laufen gut für uns. Wir sind mit einem positiven Gefühl in das Wochenende gestartet, das hat sich im FP2 weiter verbessert. Am Nachmittag haben wir mit gebrauchten Reifen angefangen, um eine Rennsimulation auszuprobieren. Das lief auch gut. Leider bin ich dann auf neuen Reifen rausgegangen und bin dann gestürzt, weil ich die Front verloren habe. Ich denke, der Reifen war noch zu kalt."

10. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Es war ein guter Tag. Wir haben viel Arbeit für das Rennen geschafft. Es ist ein Vorteil, dass ich hier schon einige Kilometer auf einem MotoGP-Bike gefahren bin. Bisher haben wir gute Leistungen gezeigt und ein paar Setup-Optionen aus Silverstone funktionieren hier auch."

11. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Ich habe besser begonnen als erwartet. Damit bin ich natürlich zufrieden, auch wenn es schade ist, dass ich die Top-Ten heute verpasst habe. Am Nachmittag hatten wir Angst, dass es zu regnen beginnt, deshalb bin ich gleich mit neuen Reifen rausgegangen. Mir ist auch eine gute Runde gelungen, aber leider nicht gut genug für die Top-Ten und in den letzten Minuten war mein Reifen nicht mehr frisch genug, um mich zu steigern. Ich bin aber viele schnelle Runden gefahren und das ist positiv. Ich bin optimistisch, dass ich es noch in Q2 schaffe, wenn es in FP3 trocken ist."

12. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Heute war ein komplizierter Tag. Die Rundenzeiten waren sehr eng beisammen, denn wir haben Regen erwartet. Wir mussten hart pushen, um zu versuchen es in die Top-10 zu schaffen. Deshalb war es schwierig, sich auf die Setup-Arbeit zu konzentrieren. Zum Glück hatten wir am Ende zwei trockene Sessions. Trotzdem haben wir die Top-10 um eine Kleinigkeit verpasst."

Dani Pedrosa wurde am Freitag in Misano Zwölfter - Foto: Repsol

13. Michele Pirro (Ducati): "Für mich ist das Wichtigste, dass ich zurück auf der Strecke bin, und am Ende war ich nicht so weit von den Top-Fahrern weg. Schade, dass meine schnellste Runde gestrichen wurde, weil ich den grünen Streifen berührt habe, sonst könnte ich in den Top sechs sein. Morgen müssen wir versuchen, uns zu verbessern. Hoffentlich hält das Wetter, aber ich bin auf jeden Fall zufrieden, weil ich immer mehr Selbstvertrauen gewinne und wieder auf dem Wettbewerbs-Level zurück bin."

14. Alvaro Bautista (Angel Nieto Ducati): "Im zweiten Training habe ich mich nicht so gut gefühlt, wahrscheinlich weil ich auf dem Medium-Vorderreifen war. Am Morgen war ich mit dem Soft besser. Als wir zum Soft zurückgewechselt haben, hat es sich wie ein anderes Motorrad angefühlt."

15. Jack Miller (Pramac Ducati): "Es war ein unglücklicher Tag. Im FP1 bin ich eine gute Runde gefahren und die Zeit hätte sicher für einen Platz in den Top-10 gereicht. Leider bin ich hinter Ponsson auf der Strecke hängen geblieben und habe Zeit verloren. Ich bin mir aber sicher, dass ich es ins Q2 schaffen kann."

16. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Es sind gemischte Gefühle - auf dem Bike fühle ich mich etwas besser als beim letzten Test, obwohl die Rundenzeit mehr oder weniger gleich ist. Im 2. Training versuchten wir ein neues Setup für Longruns und das war ziemlich positiv, obwohl das Gefühl in Sektor 3 nicht gepasst hat und ich dort in einer schnellen Kurve einen Crash hatte."

17. Scott Redding (Aprilia): "Ich habe mich heute Morgen sehr wohl gefühlt. Ich bin mit demselben Setup wie in Silverstone gestartet, was hier besser funktionieren zu scheint. Mein Gefühl mit dem Bike ist gut. Ich habe einen guten Rhythmus gefunden und konnte mit verschiedenen Reifenoptionen arbeiten. Das Bike hat mehr auf meine Forderungen reagiert."

18. Aleix Espargaro (Aprilia): "Es ist ein wichtiges Rennen für Aprilia, aber der erste Tag war nicht einfach, obwohl wir alles gegeben haben. Wir haben die ersten Sessions genutzt, um eine Basis zu schaffen, mit der wir arbeiten können. Mit Pietro habe ich ja einen neuen Crewchief. Der erste Eindruck war gut. Er ist eine ruhige und sorgfältige Person, aber er muss natürlich verstehen lernen, was das Bike und ich brauchen."

Vor Aleix Espargaro und Aprilia liegt in Misano noch viel Arbeit - Foto: Aprilia

19. Stefan Bradl (Honda): "Die Bedingungen sind ganz anders als bei unserem Test vor ein paar Wochen, da haben wir einen anderen Vorderreifen verwendet. Am Nachmittag haben wir uns bei meinem Lieblingsreifen beschränkt, damit er nicht ausgeht. Im 2. Training haben wir einen positiven Schritt nach vorne gemacht, aber nicht so weit wie erhofft, weil mir das Vertrauen, besonders auf der linken Seite des Vorderreifens, etwas fehlt."

20. Bradley Smith (KTM): "Wie erwartet haben wir etwas darunter gelitten, keine Daten aus diesem Jahr mit den aktuellen Reifen zu haben, aber das Bike scheint gut zu laufen. Es geht nicht um etwas Spezielles - wir müssen das gesamte Paket verbessern."

21. Karel Abraham (Angel Nieto Ducati): "Wieder einmal ist der nächste Schritt am Schwierigsten, und für mich fühlt es sich an, als ob wir sehr nah am Limit wären. Ich werde jedenfalls alles versuchen, um mich zu verbessern. Wir hatten ein paar Getriebeprobleme, die wir aussortieren müssen. Außerdem ist es den Hinweis wert, dass wir im zweiten Training lange in den Top 15 waren, und nur am Schluss rausflogen, als wir den Medium aufzogen."

22. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Ich bin sehr zufrieden, weil ich mich auf diesem Bike echt gut gefühlt habe. Wir haben nichts von den Basiseinstellungen von Tito angegriffen, und ich habe mich von der ersten Runde weg wohlgefühlt. Ich versuchte so viel wie möglich zu fahren, um mich ans Bike zu gewöhnen, und mit jedem Run konnten wir unsere Zeiten verbessern. Das Team hilft mir sehr - ich glaube, im Qualifying können wir um einen Platz in den Top 15 kämpfen."

23. Tom Lüthi (Marc VDS Honda): "Die Strecke war heute in einem ganz anderen Zustand als bei unserem Testtag hier, an dem wir gute Arbeit leisten konnten. In FP1 war ich leider langsamer als im Test und hatte Probleme, Grip zu finden. Am Nachmittag habe ich den weichen Reifen ausprobiert, aber er hat nicht richtig funktioniert. Deshalb mussten wir unseren Plan ändern, um das richtige Setup für das Rennen zu finden. Im Moment habe ich nicht den Speed, den ich mir hier erwartet hätte."

24. Pol Espargaro (KTM): "Ich bin ziemlich fertig, nachdem ich fünf Wochen lang nicht am Motorrad gesessen bin. Jetzt ist es noch schwer einzuschätzen, aber für morgen erwarte ich eine Verbesserung durch mich und durch das Motorrad."

25. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Ich habe bislang noch nicht das richtige Gefühl gefunden. Ich hatte einen Sturz in Kurve sieben, weil ich die Kontrolle über das Vorderrad verloren habe. Warum weiß ich aber nicht. Danach musste ich auf das zweite Motorrad wechseln und obwohl wir das gleiche Setup angewandt haben, hat es sich anders angefühlt. Ich muss jetzt hart arbeiten, um meine Zeit und meine Position zu verbessern, denn ich will nicht aus der letzten Reihe starten."

26. Christophe Ponsson (Avintia Ducati): "Heute mussten wir viele Dinge in kürzester Zeit lernen, aber ich glaube wir haben gute Arbeit gemacht. Für mich ist besonders die Steifheit des Bikes gewöhnungsbedürftig, nicht die Karbon-Bremsen oder die Motorleistung. Ich bin viele Straßenbikes gefahren, die oft weicher waren, aber hier ist das Chassis so steif, dass es alles weiterleitet. Ich hatte außerdem noch nie die Chance, auf Michelin-Reifen zu fahren, was die Sache noch komplizierter machte. Ich brauche mehr Kilometer, um mich ans Bike zu gewöhnen."


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