MotoGP

MotoGP - Jonas Folger: Testfahrten für KTM in der Sommerpause?

Jonas Folger könnte schon bald wieder auf einer MotoGP-Maschine Platz nehmen. KTM soll an ihm als Testfahrer interessiert sein.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Ende Juni gab es erstmals seit Jonas Folgers Zwangpause im Vorjahr und der Absage für die MotoGP-Saison 2018 wieder gute Nachrichten vom jungen Bayern. Er testete für Kalex das neue Motorrad mit dem Triumph-Motor für das kommende Jahr im Motorland Aragon, saß somit zum ersten Mal seit September 2017 wieder auf einer Rennmaschine.

Nun könnte für Folger schon bald der nächste Schritt auf dem Weg zurück folgen. KTM soll daran interessiert sein, in der Sommerpause MotoGP-Testfahrten mit ihm zu absolvieren. Etatmäßiger Entwicklungspilot bei den Österreichern ist ja seit Beginn des Projekts Mika Kallio. Doch der zog sich im Rahmen seines Wildcard-Einsatzes am Sachsenring bei einem heftigen Sturz im zweiten Freien Training eine schwere Bänderverletzung im rechten Knie zu. Kallio muss operiert werden und fällt zumindest mehrere Wochen aus.

In der knapp dreiwöchigen Sommerpause wird der Finne somit definitiv nicht die RC16 fahren können. Doch bei KTM hat man natürlich nach wie vor eine Menge neuer Teile zu testen und will auch die Entwicklung des neuen 2019er-Prototypen schnellstmöglich vorantreiben. Diese Maschine wurde erstmals bei Kallios Wildcard-Auftritt in Jerez eingesetzt, schien wesentlich schneller als das bisherige Motorrad und soll den Einsatzpiloten Pol Espargaro und Bradley Smith im Idealfall schon zum KTM-Heimrennen in Spielberg Mitte August zur Verfügung stehen.

KTM braucht Kallio-Ersatz

KTM wollte die Gerüchte um eine Testrolle für Jonas Folger bislang nicht bestätigen. Motorsportchef Pit Beirer erklärte aber bereits am Wochenende beim Deutschland-GP, dass man sich aufgrund der Verletzung Kallios nach Ersatzfahrern umsehen werde.

Zuletzt fuhr Folger 2017 in Aragon eine MotoGP-Maschine - Foto: Tech3

KTM ist ohnehin bekannt dafür, seit Beginn des MotoGP-Projekts immer wieder zahlreiche unterschiedliche Fahrer die RC16 testen zu lassen, um so möglichst breitgefächertes Feedback zu erhalten. Das Rollout mit der Maschine absolvierte im Herbst 2015 Alex Hofmann, im nächsten Jahr testeten Randy de Puniet, Karel Abraham oder Tom Lüthi das Motorrad. Im Vorjahr durfte auch Moto2-Pilot Miguel Oliveira, der 2019 zum neuen KTM-Kundenteam Tech 3 in die Königsklasse aufsteigen wird, erstmals die MotoGP-Maschine probieren.


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