MotoGP

MotoGP Jerez 2018: Die Reaktionen zum Qualifying

Cal Crutchlow ist in Jerez mit seiner Honda auf die Pole Position gestürmt. Alle Reaktionen zum Qualifying-Samstag der MotoGP im Überblick.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Mein Team hat bisher einen tollen Job gemacht. Ich war in fast allen Sessions konkurrenzfähig. Das Bike fühlt sich toll an. Also sollen die Lorbeeren nicht nur an mich gehen, weil ich den Rekord gebrochen habe. Man sieht den Unterschied zwischen meinem Bike und den des Werksteams. Ich genieße es im Moment zu fahren. Das Rennen kann spannend werden. Viele Fahrer haben eine starke Pace, also wird es für die Zuschauer ein spannendes Rennen."

2. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Ich freue mich über meine Leistungen heute. Es ist ein tolles Ergebnis. In der ersten Reihe stehen ist wichtig. Ich habe es nicht erwartet, denn die Zeit im Qualifying ist sehr knapp bemessen und ich habe nicht erwartet, dass alles so explodiert. Ich denke, dass ich das Rennen morgen gut abschließen kann. Natürlich tut meine Hand noch weh und ein bisschen fehlt es uns auch noch an Beschleunigung, aber ich denke, ich kann ein gutes Rennen fahren."

3. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Ich vertraue darauf, dass alles möglich ist. Wir haben so ein tolles Bike, da schaffe ich alles. Am Freitag habe ich schon ein gutes Gefühl gehabt. Im FP4 mit den kühleren Temperaturen war es nicht so leicht, aber jetzt im Qualifying ist es wärmer geworden. Das hat mir geholfen. Morgen für das Rennen soll es genauso werden. Wir müssen jetzt alle Daten in diesem Wetter analysieren und schauen, dass wir morgen um den Sieg oder zumindest das Podium mitkämpfen können."

4. Jorge Lorenzo (Ducati): "Ich bin sehr zufrieden. Nicht nur mit meiner Rundenzeit, sondern auch mit der Art und Weise, in der wir hier in Jerez angekommen sind. Wir sind ein tolles Qualifying gefahren und haben die erste Reihe nur durch ein paar Zehntel verpasst. Die neuen Teile, die Ducati nach Jerez gebracht hat, haben ein Teil meines Problems behoben. Das Bike ist nicht mehr so nervös wie vorher und ich kann mich auf seine Stärken konzentrieren."

5. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich bin mit meinem Qualifying nicht zufrieden. Ich meine damit mich selbst, denn ich konnte heute keine perfekte Runde finden. Ich bin in meinem ersten Run die schnellste Runde gefahren. Dort bin ich sehr flüssig und ruhig gefahren. Dann habe ich viele Fehler gemacht und konnte mich nicht verbessern. Trotzdem ist die zweite Reihe nicht allzu schlecht. Wir haben eine gute Pace. Das Rennen wird nicht einfach, denn viele Fahrer und vor allem mein Teamkollege haben auf dem Medium- oder dem harten Reifen eine gute Pace. Es wird ein langes und anstrengendes Rennen."

6. Alex Rins (Suzuki): "Heute war ein sehr guter Tag. Wir konnten mit der Arbeit weitermachen, die wir gestern begonnen haben. Gestern haben wir uns auf das Setup konzentriert und heute darauf, schnelle Rundenzeiten zu fahren. Ich bin ähnliche Rundenzeiten gefahren wie viele andere Piloten, also wird das Rennen morgen wohl sehr spannend. Wir werden sehen, was wir erreichen können."

Andrea Iannone war am Samstag in Jerez stark - Foto: Suzuki

7. Andrea Iannone (Suzuki): "Ich habe mich heute nicht schlecht auf dem Bike gefühlt. Wir haben uns im Vergleich zu gestern verbessert. Nicht um viel, aber es ist immer gut, einen Schritt nach vorn zu machen. Leider lief es im Qualifying nicht so gut wie wir gehofft hatten. Die Zeiten waren sehr eng beisammen und viele Fahrer sind ähnliche Rundenzeiten gefahren. Es war unglaublich! Aber wir konnten mit der Führungsgruppe mithalten und fühlen uns gut."

8. Andrea Dovizioso (Ducati): "Es ist schade, aus der dritten Reihe zu starten. Aber ich bin mit der Arbeit der Jungs in der Box sehr zufrieden. Am Morgen hatten wir ein paar Schwierigkeiten, aber wir konnten die richtigen Entscheidungen treffen und das Bike nochmal verbessern. Jetzt haben wir eine gute Pace und können sogar daran denken, morgen um das Podium zu kämpfen. Es ist nicht einfach, die Pace unserer Rivalen abzuschätzen, denn wir wissen nicht, wer welchen Reifen verwenden wird."

9. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Das war ein unglaubliches Qualifying. Ich kann mich nicht an so einen kleinen Abstand zwischen den Top-9 erinnern. Auf jeden Fall ist das Gefühl gut und das verleiht mir Zuversicht für das Rennen morgen. Wir sind hier wohl nicht auf Top-5-Level, aber wir haben wichtige Schritte nach vorn gemacht."

10. Valentino Rossi (Yamaha): "Mein Gefühl heute war sehr ähnlich zu dem gestern. Am Morgen unter kühleren Bedingungen lief es nicht schlecht, aber am Nachmittag wurde es heißer und ich hatte große Probleme mit den Reifen. Es war schwierig. Es ist schade, denn wir haben das Bike und das Setup um einiges verändert, aber wir konnten uns nicht verbessern. Wir starten von Platz zehn, was nicht einfach ist. Auch meine Pace ist nicht besonders. Wir müssen ein paar Kleinigkeiten ändern und dann abwarten."

11. Maverick Vinales (Yamaha): "Es war ein schwieriger Tag, das Bike ist am hinteren Teil viel gerutscht. Wir werden alles versuchen und morgen die maximale Anzahl an Punkten mitnehmen. Wir müssen fokussiert bleiben und weiterarbeiten. Ich erwarte, dass ich mich morgen verbessere im Vergleich zu heute. Ich werde versuchen gut zu starten und von Anfang an da zu sein. Wir werden sehen, ob es funktioniert."

12. Jack Miller (Pramac Ducati): "Ich hatte ein paar Probleme im Qualifying. Vielleicht konnte ich den zweiten weichen Reifen einfach nicht zum arbeiten bringen. Wir arbeiten zusammen mit dem Team, um die Daten zu analyiseren und schauen dann, wo wir besser sein können. Alles in allem war es bisher ein gutes Wochenende. Die Rennpace ist nicht schlecht und das Gefühl für das Bike ist gut."

Jack Miller wurde am Samstag Zwölfter - Foto: Pramac

13. Aleix Espargaro (Aprilia): "Das Bike hat sich stark verbessert. Am Morgen waren wir nahe dran und haben Q2 nur um ein paar Tausendstel verpasst. Im FP4 hatte ich eine gute Pace auf gebrauchten Reifen. Im Q1 haben mir nur vier Hunderstel zum Weiterkommen gefehlt, dabei waren die Zeiten nicht so weit weg von der ersten Reihe. Ich bin zufrieden und denke, wir können morgen ein gutes Rennen abliefern. Wir brauchen einen guten Start und müssen dann die Pace halten. Vor allem in der zweiten Rennhälfte sind wir stark."

14. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Mein Teamkollege steht auf der Pole Position und das ist großartig für das gesamte Team. Gratulation! Was mein Qualifying betrifft bin ich etwas enttäuscht, dass ich Q2 um eine Zehntelsekunde verpasst habe. Leider hat mir ein kleiner Fehler die Chance darauf gekostet. Das Rennen wird sicher hart, weil alle Fahrer sehr eng beisammen liegen, außerdem soll es ziemlich heiß werden. Da muss man sich die Reifen sehr gut einteilen."

15. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Leider habe ich nicht mein volles Potenzial im Qualifying abrufen können, denn ein Fehler in Kurve acht hat wertvolle Zeit gekostet. Aber ich bin schnell und merke, dass ich im Rennen um gute Punkte kämpfen kann. Wir müssen aber noch die Stabilität am Kurvenausgang verbessern. Im FP4 hatten wir auf gebrauchten Reifen eine gute Balance, das ist gut für's Rennen."

16. Pol Espargaro (KTM): "Uns fehlt ein bisschen was - vielleicht können wir es am Montag und Dienstag dank Mika's Bike finden. Momentan fühlt es sich an, als ob wir am absoluten Limit des Bikes sind. Ich bin zufrieden, weil wir alles gegeben haben, aber wir wollen bei diesem Grand Prix viel mehr. Wir versuchen immer, mehr Grip zu finden, aber wir müssen uns in den Kurven verbessern."

17. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Im FP4 hatten wir eine gute Pace. Dort konnte ich mir auch einiges von Dani abschauen, als ich hinter ihm fuhr. Wir müssen noch das Setup verfeinern, damit wir im Rennen eine gute Platzierung holen können. Im Qualifying habe ich härter gepusht und bin gestürzt. Morgen hoffe ich auf einen guten Start und darauf, nach und nach Positionen gutzumachen."

18. Tom Lüthi (Marc VDS Honda): "Endlich ist mir ein gutes Qualifying gelungen. Ich hatte ein sehr genaues Gefühl für das Bike und habe so die Zeiten verbessern. Den Renn-Rhythmus muss ich noch verbessern. Ich verliere noch, wenn der Reifen nach ein paar Runden nachlässt. Hoffentlich finden wir dafür im Warm Up eine Lösung."

Tom Lüthi fuhr auf Rang 18 - Foto: Marc VDS

19. Mika Kallio (KTM): "Wir wussten, dass es eng werden würde, für die Plätze 10-20. Ich bin nicht allzu zufrieden, aber wir werden sehen, was wir im Rennen machen können. Ich habe für die lange Distanz mehr Zuversicht als für die eine Runde. Wir haben eine leicht unterschiedliche Motorkonfiguration verglichen mit den Werks-Fahrern, und da gibt es viel Positives, dass ich sehen kann. Wir haben recht viel am Motorrad verbessert, und es ist über lange Strecken leichter zu fahren."

20. Alvaro Bautista (Angel Nieto Ducati): "Wir hatten es heute zum ersten Mal ohne Winglets probiert, aber das war nicht der Schritt, den wir gesucht haben. Am Nachmittag haben wir ein anderes Setup ausprobiert und je mehr ich gefahren bin, umso mehr konnte ich pushen. Wir waren schneller als am gesamten Wochenende. Hoffentlich können wir uns weiter steigern, denn das Gefühl ist besser als in der gesamten bisherigen Saison."

21. Bradley Smith (KTM): "Wir haben alles versucht, was wir konnten. Wir haben sogar versucht, anders zu fahren. Einer hat versucht, mehr Speed in die Kurve mitzunehmen, der andere hat später gebremst. Aber die Rundenzeit scheint gleichzubleiben. Hoffentlich ist es im Rennen morgen konsistenter, damit wir die Chance haben, ein paar Positionen zu holen."

22. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Ich habe trotz der Schmerzen alles gegeben, aber es war schwer, die Zeit zu verbessern. Am Ende habe ich nochmal alles hineingeworfen und bin der Spitze näher gerückt. Ich bin weit zurück, aber mal schauen, was morgen passiert. Hoffentlich kann ich die Pace über alle 25 Runden halten. Man weiß nie, was im Rennen passiert. Ich werde jedenfalls alles geben. Danke ans Team, sie versuchen immer etwas und finden eine gute Richtung für mich."

23. Karel Abraham (Angel Nieto Ducati): "Am Morgen haben wir eine sehr gute Zeit gesetzt. Wir hatten erwartet, am Nachmittag eine halbe Sekunde schneller zu sein, aber leider hatte ich auf der zweiten Runde große Probleme mit dem Hinterreifen und der Reifen ist ohne Gas und Bremse mitten in der Kurve herumgerutscht, das war sehr komisch. Ich habe an der Box die Reifen gewechselt, aber ich konnte das Bike nicht in die Kurven legen oder das Gas aufdrehen, ohne dass der Reifen herumrutscht."

24. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Wir haben heute einen wichtigen Schritt gemacht, daher hatte hohe Erwartungen für das Qualifying. Mein Ziel ist es, den Top-15 näher zu kommen und wir haben gezeigt, dass wir es drauf haben. Aber im Qualifying bei der Hitze hatten wir Probleme mit dem Grip hinten und es war schwierig zu fahren. Ich hatte mir viel mehr erhofft und hatte es schwer, die Zeit vom Morgen zu wiederholen. Wir müssen dieses Grip-Problem lösen, wollen wir ein gutes Rennen hinlegen."

25. Scott Redding (Aprilia): "Wir müssen verstehen, woher unsere Probleme kommen. Ich habe hinten nie Grip und kann nicht pushen, denn sonst wird es noch schlimmer. Ich weiß nicht, ob es am Setup oder an der Reifenwahl liegt. Im Moment ist das Limit unverrückbar. Am Morgen bei kalten Temperaturen ist es etwas besser, aber unter Rennbedingungen habe ich große Schwierigkeiten. Es gibt keine Entschuldigungen bei der Strecke, denn die anderen Fahrer schaffen es, schnell zu sein und sogar Aleix hat sich stark verbessert."


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