MotoGP

MotoGP Jerez 2018: Die Reaktionen zum Training

Cal Crutchlow war der schnellste Mann am Jerez-Freitag. Marc Marquez stürzte im zweiten Freien Training. Die Reaktionen zum Trainings-Freitag der MotoGP.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Wir sind mit unserer Arbeit zufrieden, die Honda funktioniert gut. Marc und Dani haben hier vor einigen Wochen unter ähnlichen Bedingungen getestet. Deshalb fällt es ihnen ein bisschen leichter. Ich musste versuchen, konkurrenzfähig zu sein und glaube, dass ich das auch war. Marc scheint die beste Pace zu haben. Er kommt ja gerade von einem Sieg, aber es ist auch schön zu sehen, dass die anderen Piloten schnell sind. Das wird dafür sorgen, dass das Rennen wieder spannend wird."

2. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Am Morgen habe ich vorsichtig begonnen, um den Zustand meiner Hand zu überprüfen. Dann habe ich mich Schritt für Schritt gesteigert und konnte vor allem im zweiten Training schon deutlich mehr pushen. Ich bin noch nicht zu 100 Prozent fit, fühle mich aber schon besser als in Austin. Ich kann meine Hand mehr bewegen und das erlaubt es mir, mich auf dem Motorrad mehr zu bewegen und so in den Kurven eine bessere Position einzunehmen."

3. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Ich freue mich, hier ohne einen Test konkurrenzfähig sein zu können. Das FP1 war ganz ok und im FP2 haben wir an den Reifen gearbeitet. Mein Gefühl war ganz gut und immer, wenn ich etwas Neues ausprobiert habe, haben wir uns verbessert. Das macht mich wirklich glücklich. Jetzt wollen wir weiter gut arbeiten, um in der Lage zu sein, mit dem Bike zu spielen. Ich hoffe, dass wir morgen gutes Wetter haben, sodass wir uns so gut wie möglich auf das Rennen vorbereiten können."

4. Andrea Iannone (Suzuki): "Ich bin heute wirklich glücklich. Mein Gefühl mit dem Motorrad war von Anfang an nicht schlecht und am Nachmittag konnte ich mich noch einmal steigern. Ich habe nicht erwartet, hier so schnell zu sein, denn im Vorjahr hatten wir in Jerez große Probleme. Das Qualifying am Samstag wird sehr wichtig. Wir sollten aus der ersten oder zweiten Reihe starten."

5. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit dem ersten Tag hier in Jerez. Ich habe viele Runden auf gebrauchten Reifen gedreht und das ist sehr wichtig im Hinblick auf das Rennen. Am Ende hatte ich einen kleinen Sturz mit einem Vorderreifen, der schon 27 Runden drauf hatte, aber das war hauptsächlich mein Fehler. Ich habe einfach zu spät gebremst. Diese Strecke ist normalerweise etwas schwierig für mich, aber in diesem Jahr fühle ich mich gut und kann vielleicht sogar um den Sieg kämpfen."

6. Andrea Dovizioso (Ducati): "Es war ein positiver Tag, an dem wir die Resultate aus den Testfahrten hier im November bestätigen konnten, obwohl die Temperaturen ganz anders waren. Ich habe ein gutes Gefühl mit dem Motorrad, aber am Nachmittag haben wir ein paar Dinge ausprobiert, mit denen ich mich nicht verbessern konnte. Jedenfalls haben wir eine gute Basis, von der aus wir uns am Samstag verbessern können."

Für Andrea Dovizioso ging es in Jerez bisher auf und ab - Foto: Ducati

7. Jorge Lorenzo (Ducati): "Wir haben heute viel ausprobiert und einige gute Lösungen gefunden. Ein paar Updates die wir hier nach Jerez gebracht haben sind wirklich positiv. Es gibt auf dieser Strecke aber immer noch Kurven, in denen ich das Motorrad nicht richtig lenken kann - da verliere ich einige Zehntelsekunden. Ich bin nicht ganz zufrieden, denn ich wollte am Ende des Tages in den Top-Five sein, aber auf meiner schnellsten Runde hatte ich leider ein kleines Problem mit dem Getriebe."

8. Jack Miller (Pramac Ducati): "Ich bin sehr zufrieden. Das war ein richtig guter Tag. Es ist schön, nach meiner Verletzung in Austin wieder ohne Schmerzen fahren zu können. Mein Gefühl für das Motorrad ist wirklich gut und ich habe es in beiden Trainings ohne Probleme in die Top-Ten geschafft. Das gibt mir eine Menge Selbstvertrauen für das Qualifying am Samstag."

9. Valentino Rossi (Yamaha): "Bei den niedrigeren Temperaturen am Vormittag habe ich mich ganz gut geschlagen, aber als es am Nachmittag warmer wurde, hatten wir leider Probleme. Ich bin mit der Balance des Motorrads nicht zufrieden und wir haben auch Schwierigkeiten mit den Reifen. Nach einigen Runden verlieren wir an Grip und müssen mehr Tempo rausnehmen als unsere Rivalen. Es wird also wohl ein schwieriges Wochenende."

10. Pol Espargaro (KTM): "Im ersten Training haben wir Platz drei unser bislang bestes Ergebnis geholt. Am Nachmittag haben wir uns dann mehr auf die Renn-Pace konzentriert. Aktuell liegen wir auf einer Strecke, die wir durch die Testfahrten schon besser kennen, mit einer guten Rundenzeit in den Top-Ten. Am Samstag müssen wir uns aber noch einmal steigern."

11. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Es ist wirklich schade. Ich war in beiden Trainings schnell und überzeugt, dass ich eine gute Rundenzeit fahren kann. Leider musste ich an die Box zurückzukommen, als ich gerade den weichen Hinterreifen aufgezogen hatte. Ich bin aber dennoch optimistisch. Meine Pace ist gut und ich glaube, dass ich es direkt in Q2 schaffe."

12. Maverick Vinales (Yamaha): "Ehrlich gesagt hatte ich heute kein besonders gutes Gefühl, weder im ersten noch im zweiten Training. Es war schwierig für mich. In Austin haben wir uns massiv verbessert, aber hier beginnen die Probleme wieder von vorne. Das Motorrad bewegt sich extrem viel. Vale scheint die gleichen Probleme zu haben, also müssen wir eine Lösung für uns beide finden."

Maverick Vinales liegt im Moment nicht in den Top-10 - Foto: Yamaha

13. Karel Abraham (Angel Nieto Ducati): "Ich hatte heute richtig Spaß auf der Strecke. Die Bedingungen waren gut und beide Trainings sind super verlaufen. Einzig am Nachmittag haben wir ein paar Reifen probiert, die mir nicht gefallen haben. Damit bin ich zu viel gerutscht, aber nach einem Wechsel war es wieder in Ordnung. In der letzten Runde hatte ich etwas Glück, dass ich Zarco folgen konnte und so dieses Ergebnis geholt habe."

14. Alex Rins (Suzuki): "Unser Ziel heute war es eher, ein Setup für das Motorrad zu finden anstatt um eine gute Position zu kämpfen. Das ist uns gut gelungen. Es läuft gut, wenn man bedenkt, dass ich erst bei den Testfahrten im November hier erstmals mit einem MotoGP-Bike gefahren bin. Wir müssen uns nur noch in den langsamen Kurven steigern."

15. Scott Redding (Aprilia): "Heute Morgen lief es gut, aber im FP2 hatten wir ein paar kleine Probleme am Bike, die uns davon abgehalten haben, uns so zu verbessern, wie wir es gewollt hätten. Uns fehlen ein paar Informationen über einige Reifen, weil wir nicht die ganze Trainings-Session nutzen konnten. Ich war einer der wenigen, die sich von Anfang an mit der weichen Front gut gefühlt haben. Das ist seltsam."

16. Mika Kallio (KTM): "Da wir hier vor ein paar Wochen getestet haben, hatten wir schon einige Ideen, was wir tun müssen. Es war sehr interessant, die neue Motorkonfiguration mit den anderen Fahrern zu vergleichen. Mit dem Level, auf dem wir aktuell sind, können wir schon ziemlich zufrieden sein."

17. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Diese Strecke fühlt sich auf einem MotoGP-Bike sehr kurz an, aber das wusste ich schon von den Testfahrten hier im November. Mein Gefühl mit dem Motorrad ist jetzt aber viel besser als damals. Leider fühlt sich das Bike mit dem Soft ganz anders an als mit dem Medium. Dafür müssen wir am Samstag eine Lösung finden und schaffen es dann hoffentlich in FP3 in die Top-Ten."

18. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Es war ein positiver, aber nicht ganz einfacher Tag. Von der Spitze sind wir nicht weit entfernt. Ich hoffe, dass ich mich im dritten Training steigern und im Qualifying noch einen Schritt machen kann, so dass ich von einer guten Position ins Rennen gehe. Für Sonntag bin ich ziemlich zuversichtlich, weil wir jetzt schon wissen welchen Reifen wir verwenden werden."

Aleix Espargaro wurde am Freitag in Jerez 19. - Foto: Aprilia

19. Aleix Espargaro (Aprilia): "Im FP1 habe ich mich sehr gut gefühlt. Ich war einer der wenigen, die nicht die Reifen gewechselt hat und trotzdem eine gute Pace halten konnte. Im FP2 hat etwas bei der Traktionskontrolle nicht funktioniert. Ich wäre fast gestürzt und das hat die Session beendet. Wir müssen das Problem immer noch analysieren, aber es scheint an der Elektronik zu liegen."

20. Bradley Smith (KTM): "Wir haben an diesem Wochenende drei Fahrer hier und haben alle unterschiedliche Dinge ausprobiert. Hauptsächlich ging es darum, die Reifen zu verstehen und ein paar Teile für WP zu testen. Wir liegen alle ziemlich knapp beieinander und haben jetzt viele Informationen, die wir auswerten können."

21. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Ich bin mit unserer Arbeit heute zufrieden, vor allem mit der Verbesserung meiner Rundenzeiten. Das ist für das Rennen gut. Ich denke, wir haben gutes Potenzial, um morgen noch stärker zu sein. Am Nachmittag war es etwas windiger, aber wir haben ruhig gearbeitet."

22. Alvaro Bautista (Angel Nieto Ducati): "In der Ergebnisliste liegen wir weit zurück, aber der Abstand nach vorne ist nicht so groß. Mein Gefühl am Vormittag war gut. Ich bin die gesamte Session mit weichen Reifen und meine beste Runde nach 20 Umläufen gefahren. In FP2 habe ich mich auf dem Medium nicht sehr wohl gefühlt und als wir den Soft aufgezogen haben ist das Motorrad leider stehen geblieben."

23. Tom Lüthi (Marc VDS Honda): "Diese Strecke ist sehr klein für ein MotoGP-Bike. Die Kurven sind sehr eng und es gibt keine Zeit, um sich auszuruhen. Aber es ist eine schöne Strecke und der neue Asphalt, auf dem ich zum ersten Mal fahre, ist sehr flüssig und hat viel Grip. Die harten Beschleunigungszonen hier resultieren in viele Wheelies. Als es am Nachmittag wärmer wurde, haben wir viele Daten für das Renn-Setup sammeln können."

24. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Ich fühle mich mit dem Bike sehr gut, aber meine Leistungen sind nicht bei 100 Prozent, da ich immer noch Schmerzen auf der linken Seite meines Oberschenkels habe. Ich versuche, mehr Selbstvertrauen zu gewinnen und eine gute Position auf dem Bike zu finden. Jetzt habe ich noch Probleme, die Kraft der Maschine zu kontrollieren, weil meine Position nicht optimal ist. Trotzdem fühle ich mich gut und muss mich jetzt ein bisschen ausruhen, um morgen wieder fit zu sein."

25. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Heute war mein Gefühl viel besser als zuletzt in Austin. Ich hatte von Anfang an eine gute Pace. Ich bin zwar Letzter, aber von den Fahrern in den Top-Ten nicht weit entfernt, was zeigt, dass wir uns verbessert haben. Am Ende konnte ich aus dem weichen Reifen nicht die maximale Performance rausholen, aber das Wichtigste ist, dass mein Feeling mit dem Bike stimmt."


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