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MotoGP Jerez 2021: Alle Stimmen zum Spanien-Thriller

Jack Miller triumphiert in Jerez, Fabio Quartararo wird auf dem Weg zu seinem dritten MotoGP-Sieg in Folge gestoppt. Alle Reaktionen zum Spanien-Grand-Prix.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Jack Miller (Ducati Lenovo): "Ich wusste, dass ich eine gute Pace habe, aber Fabio war deutlich schneller als er mich überholt hat. Ich konnte diese Pace nicht halten, er aber später auch nicht. Ich hätte nicht erwartet, ihn noch einmal einzuholen, aber es ist mir gelungen. Dann habe ich einfach versucht, cool zu bleiben und keine Fehler zu machen. Die letzten sieben, acht Runden waren die längsten meiner Karriere. Ich kann gar nicht beschreiben, was ich fühle. Es ist eine Flut an Emotionen: Glücklich, aber auch traurig. Ich wünschte, meine Eltern könnten hier mit mir feiern. Ich möchte mich bei allen für ihre Unterstützung bedanken."

2. Francesco Bagnaia (Ducati Lenovo): "Ich habe heute eine Strategie verwendet, die mir ein gutes Resultat eingebracht hat. Am Start war ich aber zu langsam, um das Rennen zu gewinnen. Ich habe versucht, die Reifen gut zu managen, denn das Hinterrad ist hier stark gerutscht und hat dementsprechend stark abgebaut. Als ich dann versucht habe, die Lücke zu Jack zu schließen, habe ich auch Probleme mit der Front bekommen. Ich bin aber sehr zufrieden, denn ich führe jetzt in der WM. Außerdem war das eine schwierige Strecke für uns, auf der wir einen Doppelsieg geholt haben!"

3. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Ich habe heute das gesamte Rennen über absolut alles gegeben. Ich war wirklich am Limit und habe sehr viel riskiert. Am Ende sind wir mit diesem Podium belohnt worden. Ein Podium, das sich anfühlt wie ein Sieg, wenn man unsere aktuelle Situation betrachtet. Es ist ein großartiges Gefühl!"

4. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Ich bin mit meiner Leistung im Rennen sehr zufrieden. Ich hatte einen guten Start und habe vom Beginn bis zum Schluss mein Bestes gegeben. Wir hatten eine gute Pace und waren sehr konstant. Leider haben wir das Podest aber um sechs Zehntel verpasst, weshalb ich nicht nur positive Gefühle aus diesem Rennen mitnehme. Wir müssen nun auch in Le Mans so weitermachen, denn wir haben endlich die nötige Pace gefunden."

Armpump zerstört Quartararos Rennen: MotoGP-Analyse Jerez-GP: (10:44 Min.)

5. Joan Mir (Suzuki): "Sicherlich habe ich mehr von diesem Rennen erwartet, aber ich habe meine hundert Prozent gegeben. Ich bin zufrieden mit dem Job, den wir in Jerez gemacht haben. Wir wissen, dass dies nicht die beste Strecke für uns ist. Die warmen Bedingungen haben uns auch nicht geholfen. Wir wissen, dass unser Motorrad bei anderen Bedingungen besser funktioniert."

6. Aleix Espargaro (Aprilia): "Das Tempo war extrem hoch. Ich hatte nicht viel Grip, deshalb musste ich meinen Fahrstil etwas ändern, das Motorrad hochheben und die außergewöhnlichen Kurveneigenschaften der RS-GP nicht voll ausnutzen. Ich war in der Spitzengruppe, bis ich Fabio überholte. Ich brauchte etwas länger als erwartet, und das kostete mich ein paar Sekunden, die sich als entscheidend herausstellten. Ich hatte zum Schluss auch einige Probleme mit meinem rechten Unterarm. Das muss gecheckt und bestmöglich behandelt werden."

Platz 6: Aleix Espargaro stellt das beste MotoGP-Resultat von Aprilia Gresini Racing ein. - Foto: LAT Images

7. Maverick Vinales (Monster Energy Yamaha): "Unser Rhythmus war recht gut, aber alle fuhren sehr schnell, und es war sehr eng, was die Rundenzeiten angeht. Wenn man also nicht von vorne startet, wird es ein hartes Rennen. Wir hatten ein Problem in den langsameren Kurven, und das ist etwas, woran wir arbeiten müssen. Auf dem Rest der Strecke war das Motorrad fantastisch, aber ich musste zum Einlenken sehr früh bremsen und habe in diesem Bereich zu viel verloren"

8. Johann Zarco (Pramac Ducati): "Wir haben acht wichtige Punkte nach Hause gebracht. Ich habe zu Beginn des Rennens und in den ersten Kurven ein paar Fehler gemacht, aber die Rennpace war trotzdem gut und deshalb will ich mich nicht beschweren."

9. Marc Marquez (Repsol Honda): "Wie in Portimao habe ich mich in der Mitte des Rennens stark gefühlt, aber am Start und am Ende des Rennens habe ich etwas Zeit verloren. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass wir einen großen Schritt im Vergleich zum letzten Rennen gemacht haben. Ich kann jetzt mehr vom Motorrad verstehen. Heute Abend werden wir entscheiden, ob ich morgen testen werde."

10. Pol Espargaro (Repsol Honda): "Es war kein gutes Rennen für uns, wenn ich ehrlich bin. Wir hatten eine viel bessere Pace im FP4 und im Warm Up, wo ich mich viel besser gefühlt habe. Die Traktion auf der Strecke war weniger als am Morgen und ich fühlte mich nie wirklich wohl mit meiner Rennpace, ich habe viel gepusht und war am Limit unterwegs."

11. Miguel Oliveira (Red Bull KTM): ""Ein hartes Rennen für uns. Ich hatte weder den Grip noch das Gefühl, das ich auf eine Runde hatte. Die Reifen begannen zu überhitzen, ich konnte nicht schneller fahren und das blockierte meinen Fortschritt. Ich habe versucht, ruhig zu bleiben und die Fehler zu begrenzen, um das Motorrad bis zum Ende des Rennens zu bringen. Erst als der Benzinstand sank, konnte ich etwas konkurrenzfähiger sein."

12. Stefan Bradl (HRC Honda): "Am Ende sind wir Zwölfter geworden, was in Ordnung ist, ich bin glücklich. Natürlich gibt es immer ein paar Punkte, die besser hätten sein können, aber insgesamt bin ich mit der Leistung des Wochenendes sehr zufrieden, sie war sehr stark. Vielleicht hätte ich im Rennen etwas ruhiger sein können, weil ich am Ende einen kleinen Arm-Pump gespürt habe, aber davon abgesehen war das Rennen okay."

Stefan Bradl zeigt bei seinem Wildcard-Auftritt eine ordentliche Leistung. - Foto: LAT Images

13. Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha): "Das Problem mit der Armpumpe war heute eindeutig. Mehr oder weniger 10 Runden lang konnte ich Jack Miller um eine Sekunde in Schach halten, aber dann hatte ich plötzlich kein Gefühl mehr im rechten Arm. Wir waren in einer tollen Position, um hier zu gewinnen. Ich hätte sogar noch ein bisschen schneller fahren können. Unsere Stärke, auf dem gebrauchten Reifen zu fahren, kam letztlich nicht zum Tragen, weil ich keine Kraft mehr im Arm hatte."

14. Danilo Petrucci (Tech 3 KTM): "Es war ein schwieriges Rennen, aber wir haben es geschafft einige Punkte mitzunehmen. Wir müssen es schaffen, mit dem Reifen zurechtzukommen, denn zu Beginn des Rennens sind wir recht langsam, erst später fahren wir eine gute Pace."

15. Iker Lecuona (Tech 3 KTM): "Ich bin zufrieden, denn ich bin in den Punkterängen gelandet und ich habe viel getan, um das zu erreichen. Ich habe während des Rennens auch viel gelernt, denn ich verlor den Kontakt zu Danilo und konnte mich erholen und ihn in der letzten Runde fast überholen, aber er hat sehr spät gebremst."

16. Luca Marini (Esponsorama Ducati): "Ich habe am Start einen Fehler gemacht: In der Hektik bin ich beim Anbremsen mehrmals geradeaus gefahren und habe viele Sekunden auf die stärksten Jungs verloren. Nach den ersten 7 Runden fing ich an, besser zu fahren, ich machte die Schritte nach vorne, die ich in den Daten gesehen hatte, und ich fuhr eine sehr gute zweite Rennhälfte. Es gibt noch viele Aspekte, an denen wir arbeiten müssen, aber ich bin glücklich, denn Jerez ist keine einfache Strecke für die Ducati GP19, während die neue Maschine wirklich schnell ist"

17. Valentino Rossi (Petronas Yamaha): "Das sind nicht die Ergebnisse, die wir uns erwarten. Es war ein schwieriges Wochenende, denn schon im Training hatte ich nicht die nötige Pace. Das Rennen war schwierig, ich hatte den gleichen Speed. Es war nicht genug. Ich wollte versuchen, ein paar Punkte zu entführen. Ich weiß nicht, woran es liegt. Auf dem Papier sehen wir gleich stark aus wie im Vorjahr. Das Motorrad sollte sogar besser sein. Aber aus irgendeinem Grund bin ich langsamer und habe größere Probleme. Die Reifen haben sich nicht verändert, dennoch kann ich nicht den nötigen Grip finden. Wir wissen selbst nicht warum."

18. Tito Rabat (Pramac Ducati): "Ich wurde während des Rennens immer selbstbewusster, und ich bin zufrieden damit, wie es gelaufen ist. Auf diesem Niveau zu kämpfen ist nie einfach."

19. Lorenzo Savadori (Aprilia): "Es ist schade, dass wir kein besseres Ergebnis geholt haben, denn wir hatten die Pace und das Potenzial, um um Punkte zu kämpfen. Leider hatte ich nach einem guten Start Probleme mit dem Luftdruck am Vorderrad. Dadurch musste ich Tempo rausnehmen. Am Ende wurde es wieder besser, aber da konnte ich nicht mehr genug Boden gutmachen. Ich bin enttäuscht."

20. Alex Rins (Suzuki): "Heute war ein schwieriges Rennen, wir hatten nicht viel Glück. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass mehrere Fahrer vor mir waren, aber ich bremste hart und das Hinterrad hob sich ein wenig. Dadurch musste ich die Bremse ein wenig lösen, weil mein Motorrad außer Kontrolle geriet. Einmal auf dem schmutzigen Teil außerhalb der Linie habe ich das Vorderrad verloren. Dieser Sturz war sehr schade, denn wir konnten trotzdem ein unglaubliches Tempo vorlegen. Wir müssen unsere ganze Entergie in den Kampf um die erste oder zweite Startreihe stecken."

DNF Brad Binder (Red Bull KTM): "Ich habe mich heute Morgen im Warm-up großartig gefühlt und hatte dann einen guten Start ins Rennen, aber leider war ich in der zweiten Runde in Kurve 2 anscheinend etwas zu entspannt, bin im falschen Moment auf die Bremse gegangen und als ich in die Kurve einbog, hat sich die Front einfach rausgewaschen. Es ist auch enttäuschend, denn ich hatte das ganze Wochenende eine gute Pace und fühlte mich gut."

Zwei Stürze: Brad Binder wirft die Chance auf Punkte früh weg. - Foto: LAT Images

DNF Enea Bastianini (Esponsorama Avintia Ducati): Zitat folgt

DNF Alex Maruquez (LCR Honda): "Ich habe mich auf das Rennen gefreut, auf einen guten Start und eine gute erste Runde, um einige Positionen zurückzugewinnen. Aber leider hat mich in Kurve acht ein Fahrer rausgenommen und als ich die Augen aufmachte, lag ich im Kiesbett! Das war sehr schade und es war ein schwieriges Wochenende und auch Rennen."


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