MotoGP

MotoGP 2018: Die wichtigsten Fragen vor Jerez

Neuer Asphalt, eine Zielkurve, in der Strafen drohen und ein Ex-Champion, der um den Anschluss kämpft - die Brennpunkte vor dem MotoGP-Wochenende in Jerez.
von Markus Zörweg

Wie verändert der neue Asphalt das Kräfteverhältnis?

Nach dem Spanien-Grand-Prix im Vorjahr wurde der Circuito de Jerez auf der gesamten Länge von 4423 Metern komplett neu asphaltiert. Der alte Streckenbelag war bereits stark in die Jahre gekommen und bot kaum noch Grip, vor allem bei den in Jerez häufig vorzufindenden hohen Temperaturen.

Darunter litt im Vorjahr vor allem Yamaha. Mit dem neuen, griffigeren Asphalt könnte sich das nun ändern. Reifenlieferant Michelin sollte auf den Spanien-GP jedenfalls gut vorbereitet sein. Einige Teams testeten bereits auf dem neuen Streckenbelag. Somit dürften genug Informationen zur Verfügung stehen.

Wie verhalten sich die Fahrer in der letzten Kurve?

Kurve 13 am Circuit de Jerez ist die vielleicht geschichtsträchtigste der MotoGP. 1996 gerieten hier in der letzten Runde Mick Doohan und Alex Criville aneinander, 2004 Valentino Rossi und Sete Gibernau, 2013 Marc Marquez und Jorge Lorenzo. Gut möglich, dass wir 2018 einen ähnlichen Showdown sehen. Die Frage ist: Lassen sich die Piloten durch die Ankündigung härterer Strafen einbremsen? Vor allem Manöver wie von Rossi und Marquez könnten nach den neuen Standards durchaus eine Bestrafung nach sich ziehen.

MotoGP: Mehr Strafen - gut oder schlecht für die WM?: (18:58 Min.)

Schlägt Jorge Lorenzo in Jerez zurück?

Jorge Lorenzo erlebt 2018 bislang seinen schlechtesten Start in eine MotoGP-Saison überhaupt. Aus den ersten drei Rennen holte er mickrige sechs WM-Punkte. Im Vorjahr lief es mit zwölf Zählern zum selben Zeitpunkt nur unwesentlich besser für Lorenzo, in Jerez zeigte er aber erstmals mit Ducati auf. Lorenzo wurde starker Dritter, geschlagen nur von den Honda-Werkspiloten Dani Pedrosa und Marc Marquez. Jerez ist eine der absoluten Paradestrecken Lorenzos. Gut möglich also, dass der Mann mit der Nummer 99 dort zurückschlägt. Ein gutes Resultat wäre für ihn im Vertragspoker für die Saison 2019 auch überaus wichtig.

Wer hat Updates im Gepäck?

Die Zeit zwischen den ersten drei Saisonrennen in Katar, Argentinien und den USA verbringt das MotoGP-Paddock hauptsächlich damit, von einem Austragungsort zum anderen zu reisen. Zeit für die Weiterentwicklung der Motorräder bleibt da kaum. Die erste große Flut an Updates bricht daher im Normalfall zum Europaauftakt in Jerez über die Königsklasse herein. Im Vorjahr fuhr etwa KTM mit einem völlig neuen Motorkonzept in Südspanien auf. Die ein oder andere Veränderung an den MotoGP-Raketen dürfen wir uns auch 2018 wieder erwarten.


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