MotoGP

Andrea Dovizioso in Sepang euphorisch: Ein perfekter MotoGP-Tag

Dieser Mann hat die MotoGP-WM 2017 noch nicht aufgegeben: Andrea Dovizioso warf Marc Marquez am Freitag in Sepang mit zwei Bestzeiten den Fehdehandschuh zu
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Am Sonntag erlebte Andrea Dovizioso auf Phillip Island den schlimmsten Tag seiner MotoGP-Saison. Schon weit hinten im Feld gestartet unterlief ihm in Runde zwei des Rennens ein schwerer Fehler, auch in der Folge fehlte Dovizioso völlig die Pace, um noch vorne mitzumischen. Rang 13 beim gleichzeitigen Sieg Marquez' bedeutete einen schweren Rückschlag im Kampf um den MotoGP-Weltmeistertitel. Unterkriegen lässt sich Dovizioso von den nun 33 Punkten Rückstand in der Gesamtwertung aber offensichtlich nicht.

Denn am ersten Trainingstag in Sepang, wo Dovizioso in der vergangenen Saison seinen ersten MotoGP-Sieg seit 2009 einfuhr, zeigte der Ducati-Pilot groß auf. Er war sowohl im ersten Training auf abtrocknender Strecke als auch im nassen FP2 der schnellste Mann im Feld. Vor allem im Regen fuhr Dovizioso in einer eigenen Liga und brachte über eine halbe Sekunde zwischen sich und seine Rivalen, angeführt von Marquez.

"Es war ein wirklich guter Tag für mich. Ein perfekter Tag sogar", gab sich der sonst so ruhige Dovizioso am Freitag in Sepang regelrecht euphorisch. "Ich bin sehr zufrieden mit der Rundenzeit im ersten Training. Die guten Eindrücke aus dem Vorjahr haben sich heute bestätigt. Mein Gefühl mit dem Motorrad war vom ersten Moment an richtig gut, vor allem im Nassen."

Dovizioso hofft auf MotoGP-Regenrennen in Sepang

Dovizioso hofft aufgrund seiner starken Pace im Regen deshalb auf ähnliche Verhältnisse im sonntäglichen Rennen, die ihm ja auch im Vorjahr zum Sieg verholfen haben. "Im Nassen fühle ich mich stärker als auf trockener Fahrbahn. Da ist unser Vorteil gegenüber der Konkurrenz definitiv größer."

Im Vorjahr triumphierte Dovizioso im Regen von Sepang - Foto: Ducati

Auch wäre in einem Regenrennen für Dovizioso die Chance, ausreichend Punkte auf Marquez gutzumachen, wohl größer als im Trockenen. Auf nasser Fahrbahn passiert schließlich schneller ein Fehler, auch könnten sich Fahrer die Ducati-Kundenpilot Danilo Petrucci zwischen Dovizioso und Marquez schieben. Dovizioso blickt aktuell aber nur auf sich selbst: "Ich muss auf meinen Speed fokussiert sein. Das Wichtigste ist, dass ich im Rennen vorne bin. Wenn dann Gegner zwischen mir und Marc liegen, ist es natürlich umso besser."


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