MotoGP

Dutch TT Assen: Die Stimmen zum Qualifying

Johann Zarco holte in Assen die erste Pole Position seiner MotoGP-Karriere. Das hatten die Piloten zum Qualifying in Assen zu sagen:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Es ist einfach toll, ich bin so glücklich. Wenn man seinen Namen ganz oben sieht, ist das immer toll. Im letzten Training waren die Bedingungen schwierig. Ich war fast immer draußen, um Informationen zu sammeln, damit ich im Quali gut aufgestellt bin. Ich wollte im Quali den Hinterreifen wechseln, aber ich habe keine Zeit gehabt. Dann habe ich einfach gepusht. Diese Bedingungen gefallen mir, schon in der Moto2. Das auf der Yamaha auch zu machen, ist toll. Ich wollte aus der ersten Reihe starten, aber die Pole zu haben, ist noch besser. Hoffentlich kann ich morgen auf einen schönen Podiumsplatz fahren."

2. Marc Marquez (Repsol Honda): "Es war schwierig, die Strecke zu verstehen und zu pushen. Es war einer dieser speziellen Tage, wo man an der Spitze sein musste. Ich war 100 Prozent konzentriert, das musste ich auch sein. Das war mein Ziel. Ich bin flüssig gefahren und habe mein Ziel erreicht."

Ich hätte erwartet, die Pole zu holen.
Danilo Petrucci

3. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich bin immer froh, so gut zu sein. Aber ich hätte erwartet, die Pole zu holen. Aber im letzten Sektor der letzten Runde habe ich in der schnellen Kurve einen Fehler gemacht. Das war meine Schuld. Das ist schade, denn ich hätte die Pole gern geholt."

4. Valentino Rossi (Yamaha): "Es ist schade, dass ich es nicht in die erste Reihe geschafft habe, aber es ist wichtig für mich, dass ich das Rennen in den Top-5 starten kann. Ich bin Vierter, was eine gute Platzierung ist. Es war auch ein positiver Tag, denn ich konnte am Morgen konkurrenzfähig sein und habe mich gut auf dem Bike gefühlt. Wir hatten zwei Sessions, die mehr oder weniger nass waren, deshalb konnten wir am Chassis arbeiten. Das war wichtig, um zu verstehen, ob wir konkurrenzfähig sein konnten. Das Gefühl war ziemlich positiv. Jetzt müssen wir auf das Wetter und die Bedingungen waren. Hier in Assen ist das immer eine große Überraschung. Wir hoffen auf ein entweder komplett nasses oder komplett trockenes Rennen."

5. Scott Redding (Pramac Ducati): "Es war ein sehr guter Tag mit diesen nassen Bedingungen, auch weil Freitag ziemlich kompliziert war. Es lief vom Vormittag an gut. Das Hauptziel war, uns zu verbessern, und das schafften wir im FP3. Wir fanden ein gutes Gefühl. Es ist nicht leicht, im Q2 nach dem Q1 auf dem optimalen Level zu fahren. Ich versuchte, maximal zu pushen und bin mit der zweiten Reihe zufrieden."

6. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Wir haben am Anfang starke Probleme gehabt. Ich hatte kein Gefühl für den Regen in FP4. Ich hatte Sorge, dass ich das nicht auf die Reihe kriege. Mit Biegen und Brechen hat es funktioniert, auch wenn das Gefühl von der Balance her noch nicht optimal ist. Wir konnten aber eine Runde hinbekommen und P6 ist unser bestes Qualifying-Ergebnis bis jetzt. Gestern lief es im Trockenen einwandfrei. Die Wetterprognose sieht trocken aus, aber das ändert sich ja stündlich hier in Assen. Im Regen sind wir auch schnell, ich bin aber eher für trocken. Dort habe ich mich richtig wohl gefühlt. Ein Ergebnis wie in Barcelona wäre super."

Jonas Folger stellte seine Yamaha in die zweite Reihe - Foto: Tobias Linke

7. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Am Ende ist dieses Ergebnis besser als mein Gefühl. Ich hatte den siebten Platz nicht erwartet und er war wirklich eine Überraschung. Im Nassen heute Vormittag fehlte mir hinten Grip. Ich bin in jeder Kurve fast gestürzt und einmal war es ein Wunder, dass ich das verhindern konnte. Am Nachmittag gingen wir mit einigen kleinen Veränderungen hinaus, die mir nicht zu viel halfen. Der Hinterreifen fühlt sich an, als würde man auf Eis fahren, weil er keinen Grip hat."

8. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Wir versuchten, im Qualifying einfach nur durchzukommen. Es war eine Glückssache, sitzen zu bleiben, weil es nicht die besten Bedingungen waren. Die Strecke war wirklich schmierig. Ich hatte heute kein tolles Gefühl mit dem Bike oder den Reifen. Momentan haben wir im Nassen Probleme. Letztes Jahr gewann ich im Rege ein Rennen und holte eine Pole, aber dieses Jahr habe ich überhaupt kein Gefühl und das Bike bewegt sich in den Kurven viel. Ich hätte dieses Wochenende lieber mehr Zeit auf trockener Strecke gehabt."

Im Qualifying habe ich einen Fehler gemacht und bin gestürzt, was mich offensichtlich Positionen gekostet hat.
Andrea Dovizioso

9. Andrea Dovizioso (Ducati): "Aus irgendeinem Grund konnten wir heute nicht das Gefühl aufbauen, was ich sonst für das Bike unter nassen Bedingungen habe. Im Qualifying habe ich einen Fehler gemacht und bin gestürzt, was mich offensichtlich Positionen gekostet hat. Das Team hat aber einen tollen Job gemacht und mir das zweite Bike vorbereitet. Ich konnte zwei Runden fahren und meine Position damit ein bisschen verbessern. Morgen wird es wichtig, ein gutes Warm-Up hinzulegen, um das Setup zu verbessern. Aber ich denke, dass wir ein gutes Rennen fahren können."

10. Sam Lowes (Aprilia): "Gestern war ich im Trockenen schon recht schnell, und heute im Nassen fan dich sofort ein gutes Gefühl. Ich bin die RS-GP noch nicht viel unter diesen Bedingungen gefahren, aber alles funktioniert gut. Das Qualifying hätte noch besser laufen können. Auf jeden Fall zeigt der zehnte Platz unsere Fortschritte und ist ein guter Anfang für ein solides Rennen. Ehrlich gesagt würde ich ein Rennen auf trockenem Asphalt vorziehen, aber ich bin jedenfalls zuversichtlich. Die Top Ten könnten morgen ein realistisches Ziel sein."

11. Maverick Vinales (Yamaha): "Im FP3 war mein Gefühl sehr gut, auch wenn die Bedingungen schwierig waren. Ich habe mich gut auf dem Bike gefühlt, aber im Qualifyign hatte ich kein Gefühl und konnte nicht pushen. Es war kein Problem mit den Reifen, denn die waren ok. Ich weiß nicht, warum ich kein Gefühl hatte und nicht mehr pushen konnte, als ich es getan habe. Von Platz elf starten ist schwer, vor allen in den ersten Kurven, deshalb ist es wichtig, konzentriert zu sein. Ich werde so viele Überholmanöver wie möglich starten, um die Fahrer an der Spitze früh im Rennen einzuholen."

12. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Für mich war es heute unmöglich, normal zu fahren. Ich habe keine Temperatur in die Reifen gekriegt, vor allem am Hinterrad und vor allem im komplett Nassen. Ich hatte überhaupt keinen Grip, die Reifen waren alle zu hart für mich. Wir haben alles am Bike ausprobiert, genauso alles auf der Strecke, aber wir konnten leider nichts machen. Morgen müssen wir uns jetzt an die Situation anpassen. Das ist für mich auf dieser Strecke nicht ideal, aber ich werde mich auf das Rennen konzentrieren und so gut wie möglich fahren."

Für Dani Pedrosa ging das Qualifying komplett in die Hose - Foto: Tobias Linke

13. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Ich fand mit den Regenreifen keinen Grip, am Hinterreifen war gar nichts, aber wir arbeiten hart daran, ein starkes Setups fürs Rennen zu finden. Ich hoffe auf gutes Wetter, weil ich im Trockenen eine wirklich gute Pace habe und diese Strecke und das flüssige Layout mag. Es wird ein langes Rennen und ich will unbedingt zeigen, wozu ich bei trockenen Bedingungen fähig sind, und ein starkes Ergebnis in den Top Ten holen."

14. Loris Baz (Avintia Ducati): "Wir hätten es fast ins Q2 geschafft! Heute Morgen hatte ich im Nassen ein gutes Gefühl, aber am Nachmittag war es anders und das Fahrer schwerer. Am Morgen bin ich gecrasht, aber der Grip war fantastisch. Im Q1 hatte ich überhaupt keinen Grip, was das Fahren schwer gemacht hat, vor allem im letzten Sektor. Ich war die ganze Session über in Den Top-3 und habe bis zur letzten Runde alles gegeben. Ich habe zwar meine Pace verbessert, aber es war nicht genug."

Ich glaube, dass wir uns auf trockener Strecke gut schlagen können.
Aleix Espargaro

15. Aleix Espargaro (Aprilia): "Der Vormittag im Nassen fühlte ich gut an. Ich beendete die Session mit einem guten Gefühl auf Platz sieben. Am Nachmittag fand ich nicht dasselbe Gefühl. Es gab weniger Grip und die Bedingungen waren wirklich anspruchsvoll. Trotzdem verfehlte ich Q2 um Haaresbreite, weniger als ein Zehntel. Natürlich wird unser Rennen morgen wegen unseres Startplatzes schwieriger, aber ich glaube, dass wir uns auf trockener Strecke gut schlagen können."

16. Andrea Iannone (Suzuki): "Diese Startposition macht mein Rennen um einiges komplizierter. Meine Pace ist gut und sollte besser sein als von einigen Fahrern vor mir. Das wird ein hartes Rennen. Wir werden erst morgen über den Reifen für das Rennen entscheiden und wollen un sim Warmup noch etwas verbessern."

17. Alex Rins (Suzuki): "Es ist lange her, dass ich unter derartigen Bedingungen gefahren bin. Ich konnte sehr viel Selbstvertrauen tanken. Wir haben gestern und heute einen guten Job erledigt und sind nun für alles gewappnet - egal wie das Wetter morgen wird."

18. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Heute fuhr ich fast dieselbe Zeit wie Alvaro. Wenn wir ins Q2 gekommen wären, wären wir auf dem siebten und achten Platz, aber stattdessen bin ich Achtzehnter. Es ist wirklich frustrierend. Ich glaube, insgesamt war Q1 schneller als Q2. Es ist schade, und dieses Jahr hatten wir bisher nicht viele nasse Sessions. Das war eine von wenigen, und im FP4 trocknete es auch auf. Platz 18 ist nicht toll, und es ist frustrierend, weil ich glaube, dass wir im Trockenen ziemlich gut und im Nassen nicht schlecht sind."

Pol Espargaro fuhr auf Position 19 - Foto: Tobias Linke

19. Pol Espargaro (KTM): "Es war sehr schwierig. Ich war schon am Vormittag nicht schnell, aber habe mich auf dem Motorrad zumindest wohlgefühlt. Es war total rutschig und hinten hat der Reifen ständig durchgedreht. Ich konnte deshalb nicht ordentlich Tempo auf den Geraden aufnehmen. Das war sehr seltsam und am Ende war ich enttäuscht."

20. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Das Qualifying war sehr schwierig. Am Morgen bin ich Sechster geworden und das Gefühl war super. Am Nachmittag war es, als würde man auf einer anderen Strecke fahren. Wir hatten keinen Grip am Hinterrad und wären in jeder Kurve fast gestürzt. Mit diesem Gefühl war es unmöglich, zu pushen, deshalb konnte ich nicht so schnell sein wie am Morgen. In 15 Minuten Qualifying kann man das Setup nicht ändern, deshalb müssen wir morgen am Ende des Feldes starten."

Ich hatte in den Kurven keinen Grip, egal, ob ich in maximaler Schräglage war oder das Gas geöffnet habe.
Jorge Lorenzo

21. Jorge Lorenzo (Ducati): "Wieder einmal war es ein schwieriger Tag für mich, denn wir hatten die schlimmsten Bedingungen und mein Gefühl für das Bike war im wichtigsten Moment noch schlimmer. Ich hatte in den Kurven keinen Grip, egal, ob ich in maximaler Schräglage war oder das Gas geöffnet habe. Deshalb konnte ich im Regen des Q1 nicht pushen. Morgen müssen wir das Bike im Warm-Up gut vorbereiten, das trocken werden sollte. Dann müssen wir gut starten und die richtige Pace haben, um so gut es geht aufzuholen."

22. Bradley Smith (KTM): "Ohne diese Art von Regenschauer geht es in Assen wohl nicht. Wir konnten den Rückstand am Nachmittag immerhin verkürzen. Es sieht also aus, als hätten wir uns verbessert. Platz 22 sieht etwas schlechter aus, als es tatsächlich ist. Morgen muss man erst abwarten, was passiert."

23. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Das war ein sehr schwieriges Qualifying für mich und ich bin enttäuscht über dieses Ergebnis. Jetzt werde ich mich nur auf das Rennen morgen konzentrieren und dieses Qualifying vergessen. Mein Team hat einige Ideen für das Rennsetup, und obwohl ich weiß, dass es nicht einfach wird, hoffe ich, dass ich eine Chance habe, in die Punkte zu fahren."


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