MotoGP

Qualifying in Assen im Regen: Zarco mit Pole, Rossi auf vier, Lorenzo in Reihe 7

Zarco schnappt sich die Pole im verregneten Assen vor Marquez, Rossi muss in Reihe zwei. Lorenzo erlebt ein absolutes Desaster-Qualifying.
von Andrea Blendl

Motorsport-Magazin.com - Auf nassem Asphalt holte sich Zarco in Assen seine erste MotoGP-Pole vor Marquez, Petrucci und Rossi. Folger zeigte sich mit Startplatz sechs erneut stark, Lorenzo dagegen verfehlte selbst den Einzug ins zweite Qualifying um über eine Sekunde.

Die Platzierungen im Q2: Die erste Richtzeit im zweiten Qualifying lieferte Rossi mit 1:48.856, doch kurz darauf übertrumpfte ihn Petrucci mit 1:47.721 und legte gleich noch eine 1:47.349 nach. Wenig später steigerte er sich auf 1:47.176. In den letzten Minuten legten Marquez und Rossi zu: Marquez schnappte sich mit 1:46.847 die provisorische Pole, Rossi übertrumpfte Petrucci ebenfalls. Der versuchte zu kontern, wurde aber von Pedrosa ausgebremst. Auf der nächsten fliegenden Runde attackierte Rossi, als vor ihm der Motor an Lowes‘ Aprilia platzte und er abdrehen musste. Petrucci dagegen konnte nachlegen und schnappte sich mit einer 1:46.526 wieder die Spitzenposition.

In den letzten Minuten trocknete die Strecke immer weiter auf, sodass plötzlich schnelle Zeiten im Sekundentakt fielen: Marquez übernahm zuerst die Spitze, doch Zarco trumpfte mit der Zielflagge mit einer 1:46.141 auf, sodass niemand mehr kontern konnte. Zarco holte sich also die Pole vor Marquez, Petrucci schaffte es mit Rang drei ebenfalls in die erste Startreihe. Rossi verfehlte sie al Vierter knapp, neben ihm starten Redding und ein erneut starker Folger. Aus Reihe drei starten Bautista, Crutchlow und Dovizioso. Lowes schaffte es auf Startplatz zehn noch vor den enttäuschenden Vinales und Pedrosa.

Die Platzierungen im Q1: Gleich zu Beginn zeigten sich Miller mit einer 1:50.037 und Baz stark, doch bald setzte sich Lowes mit einer 1:48.888 an die Spitze. Miller konnte eine 1:48.744 nachlegen, während sich Lorenzo als Elfter extrem schwertat. Lowes antwortete mit einer 1:48.259, wurde aber sofort von Redding mit 1:47.978 verdrängt. Dann aber stürmte Baz auf eine 1:47.832, wurde sofort von Redding mit 1:47.730 geschlagen, Sekunden später toppte Miller mit 1:47.460 wieder die Zeitenliste. Erneut konterte Redding mit 1:47.327.

In der vorletzten Minute türmte Baz auf eine 1:47.298, doch sofort wurde er von Lowes und dann Redding mit einer 1:46.926 verdrängt. Iannone, Miller und Baz ritten noch Attacken, doch es reichte nicht mehr. Redding und zum ersten Mal auch Lowes zogen damit ins zweite Qualifying ein, Miller wurde undankbarer Dritter und startet damit von Platz 13. Baz fuhr auf Startplatz 14 vor Aleix Espargaro. Reihe sechs wurde es für Iannone, Rins und Abraham, aus Reihe sieben starten Pol Espargaro, Barbera und Lorenzo, der 1,3 Sekunden Rückstand einfuhr und nur Smith und Rabat hinter sich halten konnte.

Die Zwischenfälle: In der letzten Minute des ersten Qualifyings versenkte Pol Espargaro seine KTM im Kiesbett. Zur Halbzeit im zweiten Qualifying stürzte Dovizioso in Turn 8. Kurz darauf stürzte Redding in der Schikane und legte den Spring seines Lebens Richtung Boxengasse hin, um noch eine fliegende Runde zu schaffen. Kurz vor Schluss hatte Lowes‘ Aprilia einen Motorplatzer, Rossi geriet in die Rauchwolke und musste auf einer fliegenden Runde abdrehen.

Das Wetter: Kurz vor dem Qualifying der MotoGP in Assen ging ein Wolkenbruch über der Strecke nieder, zu Sessionbeginn wurde der Regen aber wieder leichter. Bei mit 20 Grad auf dem Asphalt und 19 Grad an der Luft recht kühlen Temperaturen trocknete der Asphalt allerdings nicht genug auf, um Slicks aufzuziehen. Dennoch wurden die Streckenbedingungen im Lauf der Session immer besser.

Die Analyse: Was für ein Desaster für Lorenzo, er kam auf nassem Asphalt überhaupt nicht in Fahrt und muss mit der Werksducati aus der siebten Startreihe ins Rennen gehen. Alles richtig machte dagegen Zarco, er wartete auf abtrocknender Strecke ab, bis er genau im richtigen Moment etwas riskierte und sich eine verdiente Pole holte. Marquez und Rossi zeigten sich ebenfalls stark und hielten sich fürs Rennen alle Chancen offen.


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