MotoGP

Rossi reibt sich die Hände: Grid im nassen Assen-Qualifying gut durchgemischt

Valentino Rossi verschafft sich in Assen mit P4 eine gute Ausgangslage. Im Sinne der WM freut er sich über die durchgemischte Startaufstellung.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Die Zutaten für eine spektakuläre Dutch TT 2017 in Assen sind vorhanden. Mit Maverick Vinales, Dani Pedrosa und Andrea Dovizioso stehen gleich drei WM-Anwärter nicht in den ersten drei Reihen, Jorge Lorenzo startet gar von fast ganz hinten. Auf der anderen Seite steht Super-Rookie Johann Zarco auf der Pole-Position vor Marc Marquez. Ebenfalls mit einer guten Ausgangslage gesegnet: Valentino Rossi, der nur knapp die erste Startreihe verpasste, mit dem Qualifying-Ergebnis aber zufrieden ist.

Assen-Startaufstellung schmeckt Rossi

"Im Sinne der Meisterschaft wurde es heute wieder einmal durchgemischt, denn WM-Leader Vinales ist nur Elfter, aber er hat eine großartige Pace, vor allem im Trockenen. Dani, der in der Meisterschaft vor mir liegt, ist auch nur Zwölfter", freute sich Rossi einerseits. Die Chancen, den eigenen Rückstand auf den Teamkollegen zu reduzieren, sind damit sehr groß. Denn Vinales muss sich erst am halben Feld vorbei kämpfen, während Rossi mit einem guten Start gleich in Führung gehen kann.

Andererseits droht Rossi auch Gefahr von hinten. Denn Johann Zarco liegt zwar hinter ihm in der Gesamtwertung, steht allerdings auf der Pole-Position. In Sachen Pace schätzt Rossi den Franzosen bisher auch stärker ein als sich selbst: "Zarco ist etwas hinter mir zurück, steht aber auf der Pole und hat auch eine großartige Pace im Trockenen. Es wird also sehr interessant."

Mit seiner eigenen Ausgangssituation ist Rossi ob dieser Gemengelage auch zufrieden. Er hat, wie bereits erwähnt, die Chance, einigen Konkurrenten Punkte abzuknöpfen. "Es ist zwar schade, dass ich die erste Reihe noch verloren habe, aber es ist sehr wichtig, in den Top-5 zu starten. Ich bin Vierter, also ist das eine ziemlich gute Position." Nun richtet Rossi seinen Fokus voll und ganz auf den Rennsonntag.

Schlüsselfaktor Wetter: Rossi hofft auf Konstanz

Dort wartet noch einiges an Arbeit auf den Doktor, auch und vor allem mit dem neuen Yamaha-Chassis. "Wir müssen im Nassen und auch im Trockenen noch viel arbeiten, denn wir hatten einige Modifikationen, die wir heute nicht ausprobieren konnten." Das Wetter könnte für Rossi und seine Mannschaft hier das Zünglein an der Waage spielen. Die Wetterfrösche sind sich in ihren Prognosen für den Sonntag nicht ganz einig.

Dabei ist es für die MotoGP-Fahrer wichtig, konstante Verhältnisse vorzufinden, um die Arbeit am Bike weiter voranzutreiben. Aber auch für den Rennverlauf selbst sind konstante Wetterbedingungen elementar, wie Rossi unterstreicht: "Was ich mir erhoffe, ist entweder ein komplett trockenes oder ein komplett nasses Rennen. Dann haben wir vom Start bis ins Ziel ein richtiges Rennen." Doch schon jetzt steht fest: Durch die vielen WM-Anwärter im Mittelfeld steht uns eine großartige Dutch TT ins Haus.


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