MotoGP

Neue Teile katapultieren Yamaha zurück in Front

Yamaha is back! Am ersten Trainingstag zur Dutch TT in Assen fuhr Maverick Vinales Bestzeit. Valentino Rossi ebenfalls gut, schlägt aber dennoch Alarm.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Yamaha ist wieder da! Das rabenschwarze Wochenende von Barcelona konnten Valentino Rossi und Maverick Vinales bereits am ersten Trainingstag zur Dutch TT in Assen vergessen machen. Vinales gelang in 1:33.130 die deutliche Tagesbestzeit, und auch Rossi ist für seine Verhältnisse in den Freien Trainings sehr gut dabei. Der Doktor reihte sich mit genau sieben Zehnteln Rückstand auf der sechsten Position ein. Mit den neuen Teilen geht es also wieder richtig steil bergauf für Yamaha.

"Als ich diesen Morgen auf das Bike gestiegen bin, habe ich mich schon gut gefühlt", strahlte Vinales nach den beiden Trainingssessions. Auch Rossi blickt auf den Freitag positiv gestimmt zurück: "Für den ersten Tag war das nicht so schlecht, damit bin ich ganz zufrieden. Vor allem konnten wir zwei trockene Trainings unter guten Bedingungen absolvieren."

Rossi bevorzugt neues Yamaha-Chassis

Im Fokus stand für Yamahas-Werksduo vor allem das neue Chassis, das man erstmals beim Barcelona-Test einsetzte. Damit sollen die Probleme, die man vor allem in Barcelona und Jerez der Vergangenheit angehören. Doch nicht nur das neue Chassis wurde ausprobiert: "Wir testen hier viele Teile und Dinge, die wir beim Barcelona-Test entdeckt haben. Aber bei diesen Grip-Verhältnissen sind beide Bikes stark", gab Vinales zu erkennen.

Während sich Vinales also noch nicht für eine Version der 2017er Yamaha M1 festgelegt hat, gibt es bei Rossi schon eine ganz klare Tendenz: "Wir haben leider nur ein neues Chassis, das müssen wir zwischen beiden Bikes managen. Aber ich bevorzuge das neue Chassis." Ein Wechsel zurück auf das 2016er-Bike kommt indes nicht in Frage für Rossi: "Das 2017er Motorrad hat einige positive Aspekte, wir müssen also weiterarbeiten, um weiter voran zu kommen, und dieses Chassis verbessern."

Assen: Rossi hängt noch zurück

Weiterarbeiten und verbessern ist für Rossi genau das richtige Stichwort. Denn trotz der guten Trainingsleistungen sieht der Doktor noch sehr viel Spielraum für Verbesserungen. "Wir haben noch viel Arbeit vor uns, denn die Balance ist noch nicht bei 100 Prozent. Wir leiden, wir haben etwas Chattering und müssen arbeiten, denn in den schnellen Kurven sind wir nicht fantastisch."

Hinzu kommt: Auch in Sachen Longrun-Pace hängt Rossi aktuell noch etwas zurück. Er sieht sich nicht im Kampf um die Top-Positionen: "Von der Pace her sind wir nicht so schlecht, aber nicht stark genug, um um das Podium zu kämpfen. Wir müssen uns also noch verbessern." Mit dem neuen Yamaha-Chassis sollten die Voraussetzungen dafür aber nicht allzu schlecht sein.


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