MotoGP

Le Mans: Die Stimmen zum Rennen

Vinales souverän, Rookie Zarco auf dem Podium, bittere Enttäuschung für Rossi und Marquez. Was die Fahrer zum Frankreich GP sagten:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - Maverick Vinales (Yamaha, Platz 1): "Es war unglaublich. Ich habe in der letzten Runde mein Bestes gegeben. Ich habe hart gekämpft. Ich habe gesehen, dass Vale einen Fehler gemacht hat und habe dann 200 Prozent gepusht. Am Ende haben wir das Rennen gewonnen. Das ist nach den letzten nicht so guten Rennen sehr schön."

Johann Zarco (Tech3, Platz 2): "Es ist einfach fantastisch. Es war ein tolles Rennen und ein guter Start. Ich habe mich sofort gut gefühlt und habe alles richtig gemacht. Ich habe dann versucht, meine Reifen zu managen. Vinales hat mich überholt und es war nicht einfach dagegenzuhalten. Dann hat Rossi mich überholt, er war sehr stark. Er hat Vinales so schnell eingeholt. Als sie gekämpft haben, habe ich gewartet, ob sie vielleicht crashen. Dann wäre es ein dritter Platz gewesen. Aber so abzuschließen ist in Sachen Punkte natürlich besser."

Ich musste schnell überholen, denn ich wusste, dass sich die Positionen am Anfang strecken würde. Ich habe viele gute, aggressive Manöver gefahren.
Dani Pedrosa

Dani Pedrosa (Repsol Honda, Platz 3): "Ich freue mich so über dieses Rennen. Über die erste Schikane zu kommen war mit meiner Position schon schwer. Ich musste schnell überholen, denn ich wusste, dass sich die Positionen am Anfang strecken würde. Ich habe viele gute, aggressive Manöver gefahren, die gut geklappt haben. In der letzten Runde ist Vale dann gestürzt, das war für mich gut. Meine Gedanken sind bei Nicky und seiner Familie."

Andrea Dovizioso (Ducati, Platz 4): "Letztlich ist der vierte Platz heute ein gutes Resultat, und vielleicht hätte ich sogar versuchen können, mit Pedrosa ums Podium zu kämpfen, aber ich kann nicht ganz zufrieden sein. Wahrscheinlich nahmen wir das bestmögliche Ergebnis mit, weil ich zur Rennmitte langsamer machen musste. Wenn ich an einigen Stellen pushte, verlor ich die Kraft in meinem rechten Unterarm und konnte nicht das ganze Rennen dieselbe Pace halten. Gegen Ende war meine Pace recht gut und ich konnte bis ins Ziel vor Crutchlow bleiben."

Cal Crutchlow (LCR Honda, Platz 5): "Ich hatte heute mit dem härteren Vorderreifen Mühe, das Bike einzulenken. Es war echt schwierig und ich verlor am Kurvenscheitelpunkt viel Zeit. Aber in den Bremszonen fühlte ich mich ziemlich gut und freue mich, in den Top fünf zu sein. Zumindest fuhren wir ins Ziel, und das war nach dem letzten Rennen wichtig."

Jorge Lorenzo (Ducati, Platz 6): "Angesichts meiner Startposition und des Warm-Up-Ergebnisses muss man sagen, dass es ein ziemlich positives Rennen für uns war. Es stimmt, dass der Abstand zum Sieger ziemlich groß war und ich in einigen Streckenabschnitten viel verlor, aber insgesamt war meine Pace recht beständig und ich machte keine Fehler. Am Ende holten wir einen guten sechsten Platz, mein bestes Resultat dieses Jahr nach dem Podium in Jerez, aber wir müssen weiter hart arbeiten."

Jorge Lorenzo kam nicht über Platz 6 hinaus - Foto: Ducati

Jonas Folger (Tech3, Platz 7): "Wie üblich, am Anfang war ich nicht so stark in den Zweikämpfen. Das Problem ist einfach, dass ich zu wenig Feedback mit vollem Tank habe, und ich kann mich nicht ganz so durchsetzen wie von Rennmitte bis Rennende. Irgendwie muss ich da an mir arbeiten und noch irgendwas finden. Es ist ärgerlich, wenn man so eine gute Pace zum Schluss gehen kann. Wir verlieren viel zu viel am Anfang, das ist seit Saisonbeginn so und zieht sich immer weiter."

Jack Miller (Marc VDS, Platz 8): "Ich hatte heute etwas Glück, weil manche anderen Fahrer Probleme hatten, aber im Racing muss man ins Ziel fahren, um das beste Ergebnis zu holen, und das machten wir. Wenn man meinen körperlichen Zustand betrachtet, fuhr ich ein gutes Rennen, obwohl ich Schwierigkeiten hatte, das Bike am Kurvenausgang aufzurichten. Ich bin froh, wieder in den Top Ten zu sein und Punkte zu holen. Bis zu meinem Crash im FP4 hatte ich ein gutes Wochenende, also fahre ich jetzt heim, ruhe meinen Körper aus und mache mich bereit, in Mugello stärker zurückzukommen."

Loris Baz (Avintia Racing, Platz 9): "Wir wussten schon vor dem Start, dass der Schlüssel darin liegen würde, das Motorrad ins Ziel zu bringen. Wir konnten unsere Probleme an der Front nicht lösen im Warmup. Im Rennen gelang mir ein gutter Start und ich habe das Beste herausgeholt, ohne Fehler zu machen. Ich konnte die KTM überholen und mit später auch noch Iannone schnappen."

Wir reduzieren die Geschwindigkeit nicht effektiv und müssen uns darauf konzentrieren, weil ich deshalb nicht auf der Bremse überholen kann.
Andrea Iannone

Andrea Iannone (Suzuki, Platz 10): "Dieses Rennen war schwierig und wir sind in keiner einfachen Situation, aber wir sind eine tolle und stark Truppe und verbessern und in jedem Rennen und jeder Session. Ich hatte einige Schwierigkeiten und war nicht sicher genug, um am Limit zu pushen, aber meine Priorität war es, das Rennen zu beenden und einige Punkte zu holen, also gab ich mich mit dem zehnten Platz zufrieden. Wir haben Probleme beim Bremsen. Wir reduzieren die Geschwindigkeit nicht effektiv und müssen uns darauf konzentrieren, weil ich deshalb nicht auf der Bremse überholen kann. Außerdem habe ich zu wenig Traktion, wenn ich das Bike aufrichte, und mit vollem Tank ist es schwer zu kontrollieren."

Tito Rabat (EG Marc VDS, Platz 11): "Das ist ein gutes Resultat für mich, das beste der bisherigen Saison, besonders, weil das Qualifying ein Desaster war und ich Mühe hatte, das Bike an die verschiedenen Wetterbedingungen anzupassen. Was ich heute lernte, war, dass es besser ist, im Rennen ruhig zu bleiben, bis man die Dinge klarer sieht. Am Ende des Rennens kam ich vor die Aprilias und KTMs und nahe an Andrea Iannone."

Pol Espargaro (KTM, Platz 12): "Heute hatten wir nicht das Rennen, das wir haben sollten, und ich bin nicht zufrieden, weil wir besser sein könnten. Diesmal war es meine Schuld, weil ich körperlich nicht auf 100% war und nach 15 Runden etwas geschwächt war, sodass ich jede Runde etwas Zeit verlor. Das ist echt schade und tut mir für das Team leid."

Nach guter Leistung am Samstag fiel KTM am Sonntag wieder zurück - Foto: KTM

Bradley Smith (KTM, Platz 13): "Zuerst muss ich mich beim Team entschuldigen, weil mein Start nicht der Beste war und ich dreimal neben die Strecke kam, sodass ich definitiv einige Sekunden verlor, aber das Bike fühlte sich gut an, wenn man die wenige Zeit auf trockener Strecke betrachtet. Direkt ins QP2 zu kommen war natürlich ein Highlight. Im Rennen waren wir etwas weiter hinten, aber wir blieben konzentriert und holten am Ende Punkte, was unser Ziel ist."

Sam Lowes (Aprilia Gresini, Platz 14): "Neben der Position ist vor allem heute der Abstand zur Top-10 wichtig. Er ist im Vergleich zu den vorherigen Rennen geschrumpft. Natürlich müssen wir uns weiter verbessern. Die Schwierigkeiten waren abzusehen, denn wir sind in der MotoGP, aber die Dinge entwickeln sich in die richtige Richtung. Ich habe mich gut im Rennen gefühlt. Nur am Ende hatte ich mit dem Abbau der Reifen ein paar Probleme, sodass mich ein paar Fahrer überholen konnten."

Sylvain Guintoli (Suzuki, Platz 15): "Es ist toll, bei meinem Heimrennen einen Punkt zu holen. Wir hatten nicht viel Zeit im Trockenen hier, und ich denke, unter diesen Umständen haben wir gut gearbeitet. Die Fans waren fantastisch. Am Ende war ich nicht zu weit von Andrea weg, was positiv ist. Mein Ziel war, weniger als eine Minute auf den Sieger zu verlieren, und ich hätte es fast geschafft."

Ich glaube, dass mich wirklich nur noch diese vier Kurven vom Sieg getrennt haben.
Valentino Rossi

Valentino Rossi (Yamaha, DNF): "Für mich war es eigentlich ein perfektes Rennen. In der Schlussphase habe ich mich auf dem Bike extrem wohlgefühlt und bin besser gefahren als je zuvor mit diesem Motorrad. Natürlich wäre es im letzten Streckenteil noch extrem hart geworden. Ich war aber genau dort sehr stark und glaube, dass mich wirklich nur noch diese vier Kurven vom Sieg getrennt haben. Leider habe ich aber in diesem entscheidenden Moment einen Fehler gemacht."

Aleix Espargaro (Aprilia Gresini, DNF): "Es war ein schwieriges Rennen. Von weit hinten starten macht die Dinge immer schwer. Um die Top-10 zu kämpfen verlangt ein Höchstmaß an Konzentration. Ich habe das ganze Wochenende 100 Prozent gegeben. Ich war im Rennen konkurrenzfähig. Nachdem ich Miller überholt habe, konnte ich auf Lorenzo aufholen und bin schnell gewesen. Dann hat leider mein Motor den Geist aufgegeben, als nur noch ein paar Runden zu fahren waren. Das ist eine große Enttäuschung."

Marc Marquez konnte das Rennen nicht beenden - Foto: HRC

Marc Marquez (Repsol Honda, DNF): "Der Start war ganz gut und ich habe mich auf dem Bike immer besser gefühlt. Dann wurden die Yamaha-Fahrer aber immer schneller und schneller. Ich kannte mein Limit und habe es eingehalten. Mir war klar, dass Yamaha hier sehr gut funktioniert. Ich war an einigen Passagen sehr vorsichtig. Dort, wo normalerweise die Unfälle passieren. Nach Kurve eins habe ich nicht damit gerechnet. Ich habe über die Bodenwellen die Front verloren. Das ist sehr unglücklich verlaufen."

Danilo Petrucci (Pramac Racing, DNF): "Ich hatte dieses Wochenende Pech. Das Qualifying lief nicht gut und ich musste von Platz 19 starten, aber ich hatte einen sehr guten Start. Ich war hinter Lorenzo und hatte ein gutes Gefühl auf dem Bike. Ich versuchte zu pushen und dachte, ich könnte ihn überholen. Leider bekam ich ein Problem am Bike und musste aufgeben, um den Motor zu retten. Das ist dieses Jahr das zweite Mal und ich bin sehr enttäuscht."

Scott Redding (Pramac Racing, DNF): "Es ist echt schade. Ich hatte ein gutes Gefühl. Es war ein tolles Wochenende. Nach den Jerez-Tests war ich so zuversichtlich und in den Freien Trainings und im Qualifying war ich sehr schnell. Der Start war gut, obwohl ich in den ersten Runden einige Gripprobleme hatte. Aber ich konnte meine Position halten, weil meine Rennpace sehr positiv war. Es klingt wohl seltsam, aber ehrlich gesagt bin ich mit diesem Wochenende zufrieden, weil ich ein gutes Gefühl hatte."

Karel Abraham (Aspar Racing, DNF): "Es war ein tolles Wochenende das enttäuschend geendet ist. Unsere Pace im Training war toll. Wir haben uns als Neunte qualifiziert, was toll war. Aber ich war die ganze Nacht krank. Ich habe nicht geschlafen und hatte Fieber. Ich habe mich einfach furchtbar gefühlt. Es war hart, das Rennen zu starten. Ich hatte leider ein kleines technisches Problem mit dem Getriebe. Ich dachte, ich könnte das Rennen noch beenden, aber es hat nicht geklappt."

Hector Barbera (Avintia Racing, DNF): "Irgendetwas muss heute im Motor kaputt gegangen sein. Ich konnte nur drei Runden bestreiten, daher kann ich aus diesem Rennen nicht sonderlich viel mitnehmen. Immerhin war ich diesmal am Start ein bisschen aggressiver und konnte ein paar Positionen gewinnen. Dann ging mir auf der vierten Überfahrt der Start/Ziel-Gerade leider der Motor kaputt."

Alvaro Bautista (Aspar Racing, DNF): "Es sollte eigentlich nicht möglich sein, dass wir drei Rennen im Stück gut arbeiten und im Rennen dann sowas passiert. Ich weiß nicht, was los ist. Ich bin normal gestartet und bin in Kurve sechs ein bisschen weit gegangen. Das ist in der ersten Runde aber normal, weil so viele Fahrer zusammenliegen und man Seite an Seite fährt. Aber dann habe ich die Front verloren und konnte nichts machen. Wir arbeiten gut, aber wir müssen die Rennen auch beenden."


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