MotoGP

Buckelpiste bringt Iannone aus dem Gleichgewicht - Bodenwellen bringen Ducati ins Schwitzen

Andrea Doviziosos Pace war am Freitag immerhin für Rang fünf gut. Teamkollege Andrea Iannone stürzte im FP2. Gemeinsame Achillesferse: Die Bodenwellen.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Holpriger Start für das Ducati-Werksteam ins Wochenende zum GP von Großbritannien in Silverstone. Zwar konnten Andrea Dovizioso und Andrea Iannone sich im ersten Training in den Top-5 platzieren und Dovizioso mit Rang fünf am Nachmittag seine Leistung vom Vormittag bestätigen. Dennoch klagten sie, wie viele andere ihrer MotoGP-Kollegen auch, über die buckelige Rennbahn von Silverstone.

Dovizioso auf der Suche nach dem richtigen Setup

Ich denke, wegen der Bodenwellen ist es schwer, das richtige Setup und die richtigen Linien zu finden.
Andrea Dovizioso

"Es war sehr schwierig heute, aber ich denke, wegen der Bodenwellen ist es schwer, das richtige Setup und die richtigen Linien zu finden", beschreibt Dovizioso die Lage für das MotoGP-Feld im Home of british motor racing. Natürlich weiß der erfahrene Italiener auch, dass er dabei nicht alleine im Boot sitzt: "Jeder hatte seine Schwierigkeiten mit den Bodenwellen, und man kann viele verschiedene Linien fahren."

Die Bodenwellen in den Bremszonen bereiten auch Andrea Dovizioso Kopfzerbrechen - Foto: Ducati

Am Ende des Tages weist die kombinierte Zeitenliste Dovizioso auf Platz fünf aus. Vier Zehntel fehlen dem Ducatisti auf den Schnellsten des Freitags, Jorge Lorenzo. "Auf jeden Fall ist die Rundenzeit nicht schlecht. Im Vergleich mit Lorenzo und Marquez fahren wir zwar weit hinterher, aber viele Fahrer hatten ihre Probleme", zeigt sich Dovizioso durchaus angetan von seiner Pace am ersten Trainingstag.

Will man aber an die gute Form aus dem ersten Saisondrittel irgendwie anknüpfen, wartet auf ihn und seine Crew noch einiges an Arbeit. Daher gibt Dovizioso gleich als Devise für das restliche Wochenende aus: "Wir müssen mit unserem Start heute zufrieden sein, haben für morgen aber noch einigen Spielraum für Verbesserungen beim Bike und besonders bei mir."

Iannone-Crash: Front hat zugemacht

Andrea Iannone startete den Freitag als Viertschnellster. Am Nachmittag konnte er seine Zeit zwar um acht Zehntel verbessern, dennoch musste er nach einem Sturz in der Stowe-Kurve mit Rang acht begnügen. Im TV-Bild sah man nur noch den Ausgang des Sturzes. Iannone schilderte den Sturz wie folgt: "Als ich in Kurve sieben in die Kurve hineingebremst und hineingelenkt habe, und wieder ans Gas gegangen bin bevor ich das Bike wieder aufgestellt habe, hat die Front zugemacht und ich bin gestürzt."

Andrea Iannone nahm eine Bodenprobe in der Stowe-Kurve - Foto: Milagro
Nach meiner ersten Ausfahrt kam ich wieder in die Box und habe das Setup ein bisschen geändert, und beim nächsten Turn hatte ich dann in der zweiten Runde einen großen Crash.
Andrea Iannone

Bitter für Iannone: Vor Beginn jenes Turns ließ er das Setup seiner Desmosedici überarbeiten und schraubte bereits in seiner ersten fliegenden Runde seine Bestzeit deutlich nach unten, ehe in der zweiten Runde des Turn des Sturz in Kurve sieben folgte. "Im zweiten Training lief es am Anfang nicht so schlecht, ich konnte meine Rundenzeit etwas verbessern", hielt Iannone fest. "Das war gut, aber nach meiner ersten Ausfahrt kam ich wieder in die Box und habe das Setup ein bisschen geändert, und beim nächsten Turn konnte ich meine Zeit zunächst drastisch verbessern, hatte dann aber in der zweiten Runde einen großen Crash."

Nun gilt es, die restlichen Unwägbarkeiten beim Setup am Samstag auszusortieren. "Ich bin mir wegen des Crashs momentan noch nicht sicher, ob die getätigten Veränderungen besser sind oder nicht", grübelt Iannone. Einen persönlichen Schwachpunkt konnte er trotzdem ausmachen: "Allgemein denke ich, dass ich im ersten Sektor nicht wirklich schnell bin. Im Vergleich zu meinem Teamkollegen verliere ich da vier Zehntel."


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