Formel 1

Mit den Füßen am Boden bleiben - Barrichello überglücklich, Button enttäuscht

Rubens Barrichello holte sich beim Heimrennen die Pole Position. WM-Spitzenreiter Jenson Button geht nur von Startplatz 14 ins Rennen.
von Kerstin Hasenbichler

Motorsport-Magazin.com - Rubens Barrichello konnte sein Glück kaum fassen. Der Brasilianer holte vor seinen heimischen Fans - trotz Regenchaos und zahlreichen Unterbrechungen - seine erste Pole Position seit 2004. Dennoch behält der Brawn GP-Pilot seine Füße am Boden und will erst die Pole Position in einen Sieg verwandeln ehe er feiert. "Es ist im Moment eine spezielle Zeit für mich. Es ist einfach großartig, wenn du auf die Strecke gehst und die Balance des Autos stimmt - egal ob im Regen oder im Trockenen. Es gab so viele Strategien, keiner wusste, was passieren wird, alles war so variabel", erzählte der Brasilianer.

Ich bin überglücklich. Es war eine fantastische Runde, auch wenn wir vielleicht nicht soviel Sprit an Bord haben wie die anderen.
Rubens Barrchello

Barrichello setzte sich im entscheidenden Q3 gegen Mark Webber und Adrian Sutil durch. Die drei Piloten fuhren als einzige eine Zeit unter 1:20 Minuten. "Ich bin überglücklich. Es war eine fantastische Runde, auch wenn wir vielleicht nicht soviel Sprit an Bord haben wie die anderen. Aber es ist besser vorne zu starten und die Rennpace vorgeben zu können", verriet Barrichello. Mit seiner Pole Position macht der Brasilianer auch den WM-Kampf noch einmal spannend. Barrichello liegt 14 Punkte hinter seinem Teamkollegen Jenson Button, der morgen allerdings nur von Startplatz 14 ins Rennen geht.

Falsche Reifenwahl bei Button

An den Titel will Barrichello aber keinen Gedanken verschwenden, sein Fokus liegt darauf, das Rennen zu gewinnen. "Ich kümmere mich nicht darum, was hinter mir passiert. Ich werde so hart fahren wie möglich, um das Rennen zu gewinnen. Erst wenn das Rennen vorbei ist, werde ich nachsehen, wo Jenson und Sebastian [Vettel] sind", verriet der Brawn GP-Pilot. Button hingegen wird ganz genau verfolgen, was seine WM-Konkurrenten machen. Der WM-Spitzenreiter braucht einen Podestplatz, um sich den Titel vorzeitig zu sichern.

Wir haben einen Fehler gemacht als wir nicht Intermediates gegangen sind
Jenson Button

Von Platz 14 wird das allerdings ein schwieriges Unterfangen. Laut dem Briten war es ein Fehler in Q2 nicht auf Intermediates zu wechseln. "Ich hatte am Start der Session als die Strecke nicht mehr so nass war, sehr viel Untersteuern. Ich konnte mit dem Auto nicht pushen. Wir haben einen Fehler gemacht als wir nicht auf Intermediates gegangen sind", verriet Button. Zu der Pole seines Teamkollegen meinte er: "Das ist ein Erfolg des ganzen Teams."


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