Immer wieder Vibrationen: Da die neuen V8-Triebwerke bekanntlich mehr Vibrationen hervorrufen, als ihre Zehnzylinder-Vorgänger, suchen die Teams derzeit tagtäglich nach Lösungen für diverse Probleme. Auch Ferrari blieb davon in der letzten Woche in Bahrain nicht verschont.

An seinen ersten beiden Testtagen wurde Michael Schumacher mehr beim Fußball spielen mit den Mechanikern, als im Cockpit gesichtet. Der Grund dafür waren Kupplungsprobleme, die erst mit neuen Teilen aus der Fabrik behoben werden konnten.

"Ja, es stimmt schon. Für zwei Tage saß ich wirklich länger in der Garage als dass ich meine Runden gedreht habe", gestand der Ex-Weltmeister ein. "Aber so ist das nun einmal bei Testfahrten."

Sein Technischer Direktor Ross Brawn gibt die Probleme zwar ebenfalls zu, doch ist er deswegen keinesfalls beunruhigt. "Es ist nicht perfekt", verriet er gegenüber Autosport. "Das Auto ist nicht schlecht, es arbeitet gut. Aber es ist noch nicht so zuverlässig wie wir das gerne hätten."

Doch gerade diese Standfestigkeit ist zu Jahresbeginn gefordert. Das zumindest glaubt Schumachers Landsmann Nick Heidfeld. "Zu Saisonbeginn wird die Standfestigkeit eine große Rolle spielen", sagte er letzte Woche in Barcelona. Und auch bei der Scuderia Toro Rosso hofft man auf eine gute Zuverlässigkeit des neuen STR1 sowie einige Probleme bei der Konkurrenz. Auf diese Weise möchte man bei den ersten Rennen in die Punkte fahren.

Für Ross Brawn besteht allerdings kein Grund zur Panik. "Ich habe noch keinen perfekten Winter erlebt", beruhigt er die roten Gemüter. "Zu dieser Jahreszeit werden die Probleme aussortiert und man hofft, dass man alle bis zum ersten Rennen beseitigt hat. Das ist also zu dieser Jahreszeit normal, wenn auch nicht perfekt."

Die Konkurrenz schätzt Brawn trotzdem '"stark" ein. "Sie sind so zuverlässig, dass auch wir standfest und schnell sein müssen." Besonders viele Motorenprobleme mit den V8 erwartet der Brite nicht. "Es wird sicherlich mehr als sonst geben, aber drei oder vier Teams sind sehr schnell und gleichzeitig zuverlässig."

Die Scuderia treibt dieser Wettkampf aber mehr an, als er sie behindert. "Wir begrüßen die Konkurrenz - so lange auch wir zur Spitzengruppe gehören!"