"Andere geben das Dreifache unseres Budgets aus, um zu verlieren." Mit diesen Worten versuchte Renault-Teamboss Flavio Briatore der Low-Budget-Philosophie der Gelb-Blauen eine besondere Note zu verleihen und gleichzeitig seinem Lieblingsstreitpartner Ron Dennis eins auszuwischen.
Angesichts der vergleichsweise geringen finanziellen Mittel, die Renault in die Formel 1 - und den Titelgewinn 2005 - investierte, erscheint es nicht überraschend, dass die Franzosen hinter der Idee einer eingefrorenen Motoren-Entwicklung stehen. Diese hatte FIA-Präsident Max Mosley in der vergangenen Woche ins Spiel gebracht.
Mosley schlug vor, dass die Motorenhersteller ihre Triebwerke ab 2008 für drei Jahre nur im Hinblick auf Zuverlässigkeitsprobleme marginal verändern dürfen.
Der Vorstoß von Renault kann nun auf zwei Sichtweisen interpretiert werden: 1. Die Franzosen entfernen sich von der Herstellervereinigung GPMA und schlagen sich auf die Seite der FIA/FOM. 2. Die Franzosen möchten einem möglichen bevorstehenden Ausstieg vorbeugen, indem die Kosten weiter gesenkt werden.
Gegenüber Autosport lehnte es die FIA ab, den Namen des Teams zu nennen, welches sich hinter die Einfrierungs-Idee stellte. "Es wäre unangebracht dies zu kommentieren", hieß es aus Paris. Die Gerüchteköche rechnen dennoch in den nächsten Wochen damit, dass auch Renault das neue Concorde Agreement unterzeichnet und die GPMA damit weiter auseinander treibt.



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