Die Spekulationen um Max Verstappen und seine sportliche Zukunft bei Red Bull Racing reißen einfach nicht ab. Beim Traditionsrennen in Silverstone scheint sich im Formel 1-Paddock praktisch jeder zu diesem Thema äußern zu wollen - nur einer gibt sich betont schweigend: Verstappen selbst. Der Niederländer will nicht zusätzlich Öl ins Silly-Season-Feuer gießen.
Verstappen mischt sich in Gerüchteküche nicht ein
"Ich habe bereits gesagt, was ich sagen wollte. Wenn etwas Neues passiert oder sich etwas an meiner Situation ändert, werdet ihr es direkt von mir hören - und nicht über die Gerüchteküche oder weil jemand anderes darüber schreibt", stellte er in seiner Medienrunde unmissverständlich klar. Ganz unschuldig an den brodelnden Gerüchten ist der vierfache Weltmeister allerdings nicht.
Rückblick: Zu Saisonbeginn drohte er noch offen mit einem vorzeitigen F1-Rücktritt. "Ich möchte hier sein, um Spaß zu haben, eine tolle Zeit zu verbringen und mich zu amüsieren. Im Moment ist das aber nicht wirklich der Fall", giftete Verstappen rund um den Großen Preis von Japan. Damals ging ihm vor allem das aktuelle Reglement gegen den Strich. Ein Frust, der sich angesichts der schrittweisen Anpassungen hin zu einer modifizierten 60:40-Aufteilung bei den Motoren für 2028 zumindest auf lange Sicht legen sollte.
Für das anstehende Silverstone-Wochenende schlägt Verstappen jedoch schon wieder Alarm. Als er die britische Highspeed-Strecke im Simulator testete, konnte er angesichts der simulierten Fahrzeug-Charakteristik nur noch ungläubig lachen.
Siegfähiges Auto ist ein MUSS
Gleichzeitig liegt Verstappen in der aktuellen Fahrerwertung - trotz des Aufwärtstrends am Red Bull Ring - weiterhin auf einem für seine Ansprüche abgeschlagenen siebten Rang. Auf Mercedes-Pilot Kimi Antonelli, der die Weltmeisterschaft anführt, fehlen ihm knapp 100 Punkte. Dass er in der Lage ist, einen derart großen Rückstand komplett aufzuholen, hat er mit seinem Schlussspurt im Jahr 2025 bereits eindrucksvoll bewiesen. Doch dafür braucht er ein siegfähiges Auto.
"Ich konzentriere mich voll auf meine Arbeit mit dem Team. Wir sind auf dem Weg zurück, und das ist sehr schön zu sehen. Ich hatte ein wirklich positives Wochenende in Österreich. Von diesem Fundament aus versuchen wir jetzt einfach, uns weiter zu verbessern. Natürlich weiß ich, dass es ziemlich hart sein kann und die Konkurrenz riesig ist, aber wir sind einfach hier, um das Auto schneller zu machen", betonte Max Verstappen.
Button warnt vor Ablaufdatum
Doch wie viel Zeit bleibt Red Bull, um den Sprung zurück an die absolute Spitze zu schaffen? Jenson Button ist fest davon überzeugt, dass Verstappens Ära in Milton Keynes ein baldiges Ablaufdatum hat. "Er ist ein unglaubliches Talent - persönlich habe ich noch nie jemanden gesehen, der mit einem Rennauto das leisten kann, was er kann. Aber er will Spaß haben, er will den Sport genießen. Kämpfe im Mittelfeld sind nicht der Grund, warum er in der Formel 1 ist", so der Weltmeister von 2009 gegenüber britischen Medien.
Bereits in der vergangenen Saison wurde Verstappen mit einem Wechsel zu Mercedes in Verbindung gebracht, doch erst in Österreich schob Teamchef Toto Wolff einem potenziellen Verstappen-Wechsel endgültig den Riegel vor. Da auch bei Ferrari die Cockpits langfristig besetzt sind, bleibt für den Fall eines Red-Bull-Abgangs als letzte verbleibende Top-Team-Option eigentlich nur noch McLaren übrig. Was F1-Weltmeister Lando Norris zu den Verstappen-Gerüchten sagt, erfährst du hier:



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