Seit über einem Jahrzehnt ist Formel 1 nun schon mit V6-Hybrid-Motoren unterwegs. Bei der jüngsten Generation, die 2026 frisch eingeführt wurde, ist das Leistungsverhältnis zwischen dem Verbrenner und dem Elektro-Anteil nahezu 50:50 aufgeteilt - was in der Anfangsphase der Saison für reichlich Diskussionsstoff im Paddock sorgte.
Während für 2027 bereits über Adaptierungen gesprochen werden, soll die darauffolgende Motorengeneration ab 2030 oder 2031 deutlich konventioneller und simpler ausfallen. Geht es nach FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem, vollzieht die Königsklasse beim kommenden Reglement sogar eine radikale Kehrtwende: Eine Rückkehr zu den legendären V8-Motoren steht im Raum, eventuell ergänzt durch eine einheitliche Elektro-Komponente.
Sorgen und Ängste rund die F1-Motoren der Zukunft
"Die Reglement-Diskussion hinsichtlich der Jahre 2030/31 wird derzeit stark von Sorgen und Ängsten geprägt", verrät Audi-CEO Gernot Döllner. Trotzdem blickt der 57-Jährige optimistisch in die Zukunft. "Wir sind aktiver Teil dieses Prozesses und ich denke, dass dafür ein guter Rahmen geschaffen wurde. Wir sind offen für das, was kommt."
Döllner folgte 2023 auf Markus Duesmann, unter dessen Führung Audi im August 2022 den offiziellen Formel-1-Einstieg beschlossen hatte. Obwohl damals eine potenzielle V8-Kehrtwende der FIA noch überhaupt nicht abzusehen war, bleibt man bei den Ingolstädtern gegenüber den neuen Gesprächen aufgeschlossen.
Steckt Audi (Sauber) in einer Sackgasse? Und was bedeutet das für Nico Hülkenberg? F1-Experte Christian Danner analysiert die Probleme.
Kein FIA-Alleingang trotz auslaufendem Concorde Agreement
Zwar läuft das aktuelle Concorde Agreement Ende 2030 aus, womit die FIA theoretisch das Recht hätte, ab der darauffolgenden Saison neue Motorenregeln auch ohne explizite Zustimmung der Teams und Hersteller durchzudrücken. Döllner prophezeit jedoch, dass es hinter den Kulissen zu keinem Alleingang des Weltverbandes bzw. Konflikte kommen wird.
"Ich sehe keinen Prozess, bei dem die FIA die Regeln für 2031 gegen oder ohne die Teams entwickelt. Im Gegenteil: Ich erlebe einen Prozess, der sehr eng mit den Motorenherstellern abgestimmt wird. Es findet eine vollständige Ausrichtung auf die Interessen und Perspektiven der Antriebslieferanten stattfindet", betont Döllner.
Seine persönliche Präferenz sieht allerdings etwas anders aus. "Unsere Perspektive war immer, dass das Reglement Effizienz und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen sollte. Wenn Sie mich nach meiner persönlichen Präferenz fragen, dann ist ein aufgeladener Turbomotor wichtiger als die Anzahl der Zylinder."



diese Formel 1 Nachricht