Der WM-Leader der Formel 1schlägt den großen Favoriten: Andrea Kimi Antonelli fuhr im 3. Freien Training zum Monaco GP die Bestzeit und konnte damit die beiden favorisierten Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Lewis Hamilton hinter sich lassen, die am Freitag noch den Ton angegeben hatten. 1:12,720 Minuten benötigte der Mercedes-Pilot für die 3,337 Kilometer durch den Leitplankendschungel des Fürstentums.
Das Training musste zur heißesten Phase wegen eines Unfalls von Ollie Bearman (siehe Zwischenfälle) unterbrochen werden und wurde nur für die letzten Minuten noch einmal freigegeben. Ferrari-Teamchef Fred Vasseur konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Strecke sein.
Das Ergebnis: Wie üblich fuhren die Piloten in der Generalprobe für das Formel-1-Qualifying heute auf den weichen Reifen. Satte drei Zehntelsekunden brummte Antonelli darauf dem Ferrari-Duo auf. Das gesamte Training über machte der Italiener den stärksten Eindruck. Auch wenn Leclerc einmal mehr mit seinen Bremsen zu kämpfen hatte, landete er auf Rang zwei. Nur 0,004 Sekunden dahinter reihte sich Teamkollege Hamilton ein.
Dahinter klaffte bereits eine große Lücke auf George Russell auf Rang vier. Fast acht Zehntelsekunden fehlten dem Briten auf seinen Teamkollegen. Platz fünf ging mit fast einer Sekunde Rückstand an Max Verstappen, der am Freitag noch erster Ferrari-Jäger war. Oscar Piastri wurde Sechster, Weltmeister und Vorjahres-Sieger Lando Norris kam im zweiten McLaren nur auf Rang neun.
Stark zeiget sich einmal mehr Audi, diesmal hatte aber Gabriel Bortoleto die Nase vorne. Der Brasilianer wurde mit 1,1 Sekunden Rückstand Siebter. Nico Hülkenberg landete zwei Zehntel dahinter auf Rang zehn.
Die Zwischenfälle: Franco Colapinto sorgte für die erste kurze Gelb-Phase der Session. Der Alpine-Pilot dreht sich in der Fairmont-Haarnadel und schlug leicht mit dem Heck ein. Der Argentinier konnte sich selbst schnell aus der misslichen Lage befreien und fuhr zurück an die Box.
Rund 15 Minuten vor dem Ende der Session musste die Qualifying-Generalprobe für 10 Minuten unterbrochen werden. Ollie Bearman hatte seinen Haas in Massenet verloren. Der Brite überholte unmittelbar vor der schnellen Bergauf-Links George Russell und holte anschließend zu weit aus. Dabei kam er mit der rechten Seite etwas neben die Ideallinie, verlor die Kontrolle und schlug außen ein.
Der Haas rutschte mit der rechten Fahrzeugseite an der Leitplanke entlang und wurde dabei stark beschädigt. Die gut trainierten Monaco-Marshals konnten das Auto gewohnt schnell bergen, die Rennleitung musste aber die Leitplanke begutachten, bevor die Session vier Minuten vor dem Ende noch einmal freigegeben wurde.
Die Technik: Für Cadillac begann das 3. Training wie das 2. Training geendet hatte: Mit brennenden Bremsen. Schon nach wenigen Minute meldete Valtteri Bottas Feuer an der Vorderachse und schlich zurück an die Box. Wenig später ereilte Teamkollege Sergio Perez das gleiche Schicksal. Schon am Freitag musste er die Session deshalb vorzeitig beenden. Beide Cadillac-Piloten konnten später wieder am Training teilnehmen.
Nach dem Technik-Defekt am Auto von Lando Norris haben die Mechaniker eine Nachtschicht eingelegt und den gesamten Kabelbaum ausgetauscht. Der Defekt erinnert an jenen von George Russell in Kanada. Neben dem Kabelbaum wurden auch Batterie und MGU-K getauscht. Bei der Batterie kam eine bereits eingesetzte ins Auto, da der Weltmeister sonst schon das Kontingent überschritten hätte.



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