Die nächste Formel-1-Session, der nächste elfte Platz für Nico Hülkenberg. Der Audi-Pilot nimmt für den Sprint in Kanada seine Stammposition knapp außerhalb der Top-10 ein. Dabei sah es für einen Moment so aus, als hätte er sich endlich ins dritte Qualifying-Segment vorgekämpft. Haben die Updates am R26 geholfen?

Grand PrixSessionPosition
AustralienQualifyingP11
RennenDNS
ChinaSprint-QualifyingP11
SprintDNF
QualifyingP11
RennenP11
JapanQualifyingP13
RennenP11
MiamiSprint-QualifyingP12
SprintDNS
QualifyingP11*
RennenDNF
KanadaSprint-QualifyingP11

*Hülkenberg qualifizierte sich auf Platz 11, startete dann aber durch die Disqualifikation von Isack Hadjar von Platz 10 aus

Hülkenbergs erste Runde im SQ2 war nicht berühmt, mit seinem zweiten Anlauf platzierte er sich auf P10, 1,5 Sekunden langsamer als die Bestzeit von George Russell. Aber hinter ihm war noch sein alter Teamkollege Carlos Sainz auf dem Circuit Gilles Villeneuve unterwegs, auf dem die Track Evolution eine signifikante Rolle spielt. Er drückte sich knapp vor Hülkenberg, nur 0,048 Sekunden trennten die beiden an der Ziellinie.

Getriebe-Chaos bei Audi: Was sie uns verschweigen! (05:37 Min.)

"Er [Sainz, Anm. d. Red.] hat uns einfach erwischt", gab sich Hülkenberg nach dem Sprint-Qualifying pragmatisch. "Ich hatte ein herausforderndes und schwieriges erstes Training. Wir hatten ein paar Probleme, es war also nicht die beste Vorbereitung." Worum es sich bei den Problemen handelte, verriet Audi wie gewohnt nicht.

Audi-Updates auf der Suche nach vier Hundertstel: Wieder konkurrenzfähig!

"Trotzdem fährst du mit dem besten Auto, das du hast, aus der Garage. Morgen kann noch viel passieren. Wir sind wieder konkurrenzfähig", meinte Hülkenberg dennoch optimistisch. Audi brachte ein Update-Paket mit nach Montreal. Eine neue Diffusor-Geometrie und neue Seitenkasten-Schlitze sollen den Luftstrom um den R26 verbessern, dazu gab es zwei streckenspezifische Anpassungen bei den Bremsen.

"Es ist natürlich frustrierend, wegen so eines kleinen Abstands das finale Segment des Sprint-Qualifyings zu verpassen, aber auf der positiven Seite war es gut, dass beide Fahrer das Auto ins richtige Fenster bekommen haben", sagte Renndirektor Allan McNish. "Damit sind wir für den Sprint in einer guten Position und das gibt uns Selbstvertrauen für den Grand Prix. Es gibt noch etwas Arbeit über Nacht, aber hoffentlich können wir die vier Hundertstal finden und einen entscheidenden Schritt vorwärts machen."

Mit Erwartungen für den Sprint und das restliche Wochenende hält sich Hülkenberg hingegen zurück: "Es ist wie immer. Nach dem Sprint geht jeder zurück auf null, lernt und reflektiert. Danach ist es ein Reset-Wochenende. Jeder kann etwas holen, hoffentlich sind wir auf der richtigen Seite."

Bortoleto: Nicht die Mega-Runde des Qualifyings

Gabriel Bortoleto reiht sich in der Startaufstellung für den Sprint direkt neben seinem Teamkollegen auf Platz zwölf ein. Er hatte nach der Session das Gefühl, nicht alles aus seinem R26 herausgeholt zu haben: "Die Runde war gut, aber nicht genug für SQ3. Sie war jetzt nicht die Mega-Runde des Qualifyings. Die Strecke war schwierig. Sie war dreckig und jeder hatte Probleme mit den Reifentemperaturen." Für das Kurzrennen sieht er sich im Kampf um die letzten Punkte. "Wir werden dort sein, wo wir jetzt sind. Top-10 ist realistisch für uns", so Bortoleto.