Cadillac gab bereits im September vergangenen Jahres die Verpflichtung von Colton Herta als Formel 1-Testfahrer bekannt. Zur Vorbereitung auf diese Rolle bestreitet der US-Amerikaner 2026 seine erste Saison in der Formel 2 und soll dort nicht nur Kilometer abspulen. "Ich erwarte Resultate in den Top-10", erklärte Cadillac-CEO Dan Towriss. "Es geht darum, die Strecken und Reifen kennenzulernen und sich weiterzuentwickeln, um für die Formel 1 bereit zu sein."
Zusammenspiel von Aufgaben bestimmt Hertas weiteren Karriereweg
Die Formel 2 fährt an vierzehn der 24 Rennwochenenden im Rahmenprogramm der Formel 1. Somit kann Herta auf mehr als der Hälfte der Formel-1-Strecken Erfahrung sammeln. Seine Aufgaben als Testfahrer gehen allerdings über die Vorbereitung in der Nachwuchsklasse hinaus. "Er wird auf jeden Fall einige FP1-Einsätze fahren und im Simulator arbeiten", bestätigt Towriss.
Damit deckt Herta auch die verbleibenden zehn Kurse der aktuellen F1-Saison ab und wird hinter den Kulissen seine Erfahrung als Rennfahrer in der Weiterentwicklung des Boliden einfließen lassen. Das Zusammenspiel all dieser Faktoren wird darüber entscheiden, wie es für ihn im Formelsport weitergeht. "Es geht nicht nur darum, wie er in der Formel 2 performt. Wir schauen uns die Gesamtheit seiner Leistung an, um zu entscheiden, ob er für die Formel 1 bereit ist", sagt Towriss.
Erfahrung im Motorsport reichlich vorhanden
An Erfahrung im Motorsport mangelt es Herta jedenfalls nicht: Mit sechs Jahren begann er seine Karriere im Kart, mit dreizehn Jahren stieg er in den Einsitzer-Sport auf. Heute ist er der jüngste IndyCar-Sieger aller Zeiten. Neun Siege und elf Podien in der amerikanischen Rennserie sprechen für sich, doch 2026 wartet eine neue Herausforderung fernab der Heimat.
Ganz unbekannt ist ihm das europäische Pflaster jedoch nicht: Zwischen 2015 und 2016 fuhr Herta bereits erfolgreich in der britischen Formel 3 und Formel 4 als Teamkollege von Lando Norris, entschied sich nach zwei Saisons aber für eine Rückkehr nach Amerika.
Dort legte er eine erfolgreiche Karriere in der Indy-Car hin und sammelte später auch Erfahrung im Sportwagenbereich. In der IMSA konnte er einige Erfolge verbuchen, wie der Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Daytona im Jahr 2022 oder der Sieg bei den 12 Stunden von Sebring 2024.
2026 geht es für ihn wieder zurück nach Europa in die Formel 2. Seine Debütsaison in der Nachwuchsserie wird er mit Hitech Grand Prix absolvieren. Das Team belegte 2025 Rang zwei in der Team-Wertung hinter Invicta Racing. Größere Erfolge blieben dem 2002 gegründeten Team bisher jedoch verwehrt. Wie sich Herta bei Hitech schlägt, wird sich gleich beim Formel-1-Auftakt in Australien zeigen. Denn dort startet auch die Formel 2 in die neue Saison.



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