Lewis Hamilton drehte in den letzten Minuten der ersten Testfahrten vor der Formel-1-Saison 2026 die schnellste Zeit des Shakedowns. Obwohl den Rundenzeiten allgemein bei Tests nur eine untergeordnete Relevanz zugeschrieben wird, kann man das als Achtungserfolg für die Scuderia verbuchen. Die Roten hatten sich schon an den ersten Testtagen solide und vor allem defektfrei präsentiert, kamen aber nur im Vergleich mit Mercedes nicht ganz so gut weg.
Doch nicht nur aufgrund dieser letzten Runde reitet Hamilton derzeit auf einer Welle der Zufriedenheit. Der Rekord-Weltmeister kann sich endlich von der ihm so ungeliebten Ground-Effect-Generation verabschieden und betonte schon nach der ersten Ausfahrt in Fiorano in der vergangenen Woche seine Liebe zu Ferrari.
Lewis Hamilton: "Jeder im Team ist positiv gestimmt"
Nach dem Testende in Barcelona bejubelte er erneut den Geist von Ferrari. Hamilton ist überzeugt davon, dass beim Maranello-Team die richtige Mentalität vorhanden ist. "Ich spüre wirklich diese Siegermentalität. Jede einzelne Person im Team ist mehr denn je positiv gestimmt", freute sich der Brite.
Die Atmosphäre rund um das Team sei eine deutlich bessere als noch im Jahr 2025. Damals kam die Scuderia aus einer Saison, in der sie den Konstrukteurs-Titel knapp verpasst hatte. Nach groß angelegten technischen Umbauten mit einer radikalen Änderung des Konzepts an der Vorderrad-Aufhängung ging der Schuss 2025 aber nach hinten los und man gewann kein einziges Rennen. Hamilton blieb ohne Podium.
In seinem ersten Ferrari-Jahr waren nicht nur die Ergebnisse von Hamilton hinter den Erwartungen zurückgeblieben, sondern auch die Stimmung rund um die Scuderia wirkte zeitweise kritisch. Zudem schien das Verhältnis zwischen Hamilton und seinem Renningenieur Riccardo Adami angespannt zu sein. Der Italiener wird aber 2026 nicht mehr diese Rolle innehaben. Wer sein Nachfolger wird, ist noch nicht bekannt. Laut 'Sky Italia' teilte er sich bei den Testfahrten Charles Leclercs Renningenieur Bryan Bozzi mit seinem Teamkollegen.
Die derzeitigen Erfahrungen des siebenmaligen Formel-1-Champions verlaufen konträr zum Vorjahr, in dem Hamilton im Laufe der Saison immer frustrierter wirkte: "Jeder ist positiv und unglaublich enthusiastisch", so der 105 fache-Grand-Prix-Sieger.
Dass die Bestzeit bei den F1-Testfahrten und diese positive Stimmung nicht unbedingt einen WM-Titel zur Folge haben muss, ist aber kein Geheimnis. Und das weiß auch Hamilton: "Wir machen uns keine Illusionen darüber, dass wir noch viel Arbeit zu erledigen haben", weiß er. Dabei hob er unter anderem sein Ex-Team hervor: "Mercedes hat eine großartige Laufleistung erzielt. Haas und Red Bull fuhren ebenfalls großartig viel. Wir wissen noch nicht, wo wir stehen."
Wie lief der letzte Testtag der Formel 1 in Barcelona? Das könnt ihr hier nachlesen:
Allem Optimismus zum Trotz wird sich wohl auch Hamilton an das Vorjahr erinnern, als er nach dem vollbrachten Wechsel zu Ferrari in der Winterpause ebenfalls eine glückliche Grundstimmung verstrahlte. Ein Gefühl, das anschließend langsam zu kippen begann, als die Ergebnisse ausblieben.



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