Jeweils drei Testtage haben die Teams innerhalb der ersten Testwoche der Formel 1 in Barcelona. Dafür brauchen sie auch einige Reifensätze von Pirelli. Insgesamt 25 durften die Teams für die Testfahrten auswählen. Bestehend aus den Stufen C1 (Hart), C2 (Medium) und C3 (Soft). Die Reifenwahl der zehn teilnehmenden Teams (Williams lässt den Test bekanntlich aus) fällt dabei sehr unterschiedlich aus.

Von den 25 Sätzen sind je ein Satz Intermediates und ein Satz Vollregenreifen vorgeschrieben. Gemeinsam haben alle Reifen die neue Konstruktion im Vergleich zu 2025. Umso wichtiger wird es für die Rennställe, Erfahrung damit zu sammeln.

Mercedes ohne Medium, Red Bull ohne Hard: Mit was fahren die F1-Teams?

Die deutlichen Unterschiede in der Reifenwahl dürften wegen den verschiedenen Programmen der Teams und Fahrzeitpunkten zustande kommen. Im Vordergrund steht bei diesen ersten Tests die Zuverlässigkeit, wie schon Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur betonte. Die Teams dürfen sich drei der fünf Testtage zum Fahren aussuchen. Entsprechend anders sind die Bedingungen.

Das Konstrukteurs-Weltmeisterteam McLaren zählt zu den ausgeglicheneren Teams. Die Papayas haben 4x Hard, 10x Medium und 6x Soft dabei. Dazu gesellen sich vier Sätze Intermediates und ein Vollregenreifen-Satz.

Die Reifenauswahl der Teams für die Wintertests der F1 in Barcelona.
Die Reifenauswahl aller Teams, Foto: Pirelli

Interessanter wird die Auswahl bei Mercedes und Red Bull. Die Silberpfeile verzichten komplett auf den Medium Reifen und beschränken sich auf den harten Reifen (8 Sätze) und 12 Sätze Soft sowie dieselbe Regenreifenauswahl wie McLaren.

Red Bull hingegen verzichtet auf den harten Reifen. Das Team nimmt nur einen Medium-Satz und ganze 18 Soft-Sätze mit. Mit vier Intermediates und zwei Vollregenreifen haben die Bullen auch einen Vollregenreifen mehr dabei als vorgeschrieben ist.

Williams fehlt, Haas mit acht Sätzen Regenreifen bei Barcelona-Tests

Auch die Racing Bulls und Haas haben keinen Satz harte Reifen dabei und setzen in der Mehrzahl ebenfalls auf den Soft. Haas hat mit sechs Sätzen Intermdiates und zwei Sätzen Vollregenreifen auch die meisten Regenreifenmischungen dabei.

Regen wird während der Testfahrten vor allem am Dienstag erwartet. Allerdings eher spät am Tag. Am Donnerstag könnte es schon früher regnen. Ähnlich wie bei Haas und den Racing Bulls sähe es auch bei Williams aus. Doch das Team aus Grove gab bereits bekannt, den ersten Test in Barcelona aufgrund von Verzögerungen auszulassen.

Ferrari setzt in Barcelona auf Medium-Reifen

Bei den meisten Teams ist der Soft der gefragteste Reifen. McLaren und Aston Martin haben sich für ein paar Medium-Sätze mehr entschieden. Vollkommen aus dem Bild fällt Ferrari. Die Scuderia hat nur drei Soft-Sätze zur Verfügung und damit die mit Abstand wenigsten.

Dafür hat die Scuderia allerdings die meisten Medium-Reifensätze. Insgesamt zwölf - und vier des harten C1.

Die Formel-1-Teams starten in den ersten Test. Welchen Technik-Trick Ferrari für sich nutzen könnte, warum Williams genau den ersten Test verpasst und mehr besprechen wir im folgenden Video. Klickt euch rein!

Ferrari mit neuem Technik-Trick, Williams verpasst ersten Test (15:16 Min.)