Bis zum letzten Rennen der Formel-1-Saison 2025 zog sich der Titelkampf zwischen den beiden McLaren-Piloten und Red-Bull-Fahrer Max Verstappen. Letztendlich verlor der Niederländer um zwei Punkte an Lando Norris. Doch der lange Titelkampf wäre ohne die lange Entwicklung Red Bulls am RB21 überhaupt nicht möglich gewesen.

Doch wird genau diese Entwicklung dem Team 2026 Probleme bereiten? Schließlich konnte die Konkurrenz ihre Ressourcen schon länger auf das neue Reglement fokussieren. Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies hält dagegen.

Laurent Mekies: Auf Besserung zu Hoffen wäre Wunschdenken gewesen

Der Titelkampf war nach der ersten Saisonhälfte 2025 schon so gut wie gelaufen. Oscar Piastri führt mit 97 Punkten vor Max Verstappen und der Titelkampf ist für Red Bull fast gelaufen. Doch das änderte sich. "Erstens sind wir kein Team, das gerne aufgibt", erklärt Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies. Entsprechend entwickelte Red Bull weiter am Auto. Selbst in Mexiko brachte Red Bull noch ein weiteres Paket ans Auto, das unter anderem einen weiterentwickelten Unterboden enthielt.

Kurz vorher in Singapur brachte das Team einen neuen Frontflügel ans Auto. Kurz vor der großen Reglement-Änderung 2022 entwickelte Red Bull im Titelkampf gegen Mercedes ebenfalls lange - und stellte 2022 dennoch das Weltmeister-Auto. Die lange Entwicklung 2025 hatte jedoch auch andere Hintergründe als nur den Titelkampf.

"Es wäre wahrscheinlich Wunschdenken gewesen, einfach auf ein besseres Ergebnis im Jahr 2026 zu hoffen", sagt Mekies. "Das Reglement ändert sich drastisch, aber im Grunde genommen werden dieselben Leute dieselben Werkzeuge und dieselben Analysen verwenden, um ein schnelles Auto zu entwickeln."

Mekies: Entwicklung 2025 war die richtige Investition

Die einzige Lösung: Herausfinden, was das 2025er-Auto eingeschränkt hatte und aus diesen Fehlern lernen, um diese 2026 nicht noch einmal zu begehen. Denn sollte das Team das 2026er-Auto verhauen, kann das Folgen für die gesamte restliche Reglement-Periode haben. Das beste Beispiel dafür ist Mercedes 2022 mit dem Zeropod-Konzept. Von dem dadurch entstandenen Rückstand erholten sich die Silberpfeile während der gesamten Ground-Effekt-Ära nicht.

"Natürlich verliert man dadurch Entwicklungszeit für 2026, aber wir hielten dies für die richtige Investition." Darum ist Mekies auch besonders stolz auf das eigene Team, das er seit dem Juli 2025 leitet. "Die Wende war sensationell. Ich finde, das Team kann darauf stolz sein, und auch Max kann darauf sehr stolz sein."

Laurent Mekies wird 2026 Dr. Helmut Marko in seiner ersten vollen Saison als Teamchef nicht mehr bei Red Bull mit dabei haben. Wir sprechen im Video darüber.

Fix: Marko-Aus bei Red Bull - Was heißt das für Verstappen? (09:43 Min.)