15 Rennwochenenden lang führte Oscar Piastri die Formel-1-Weltmeisterschaft an. Erst ein paar Rennwochenenden vor Saisonende verlor er den Platz an der Sonne an Lando Norris - und wurde am Ende sogar nur Dritter. Piastri will aus den schwierigen letzten Wochenenden der Saison seine Lehren ziehen, ist alles in allem aber sogar zufrieden mit seiner Formel 1-Saison. Besonders wenn er sie mit 2023 und 2024 vergleicht.

Oscar Piastri: Habe durch den Umgang mit Schwierigkeiten gelernt

Bis zur Saisonmitte lief für Piastri nahezu alles glatt. Max Verstappen und Red Bull waren oft nicht konkurrenzfähig, Lando Norris machte Fehler und ließ Punkte liegen - und Piastri marschierte von Podest zu Podest. Nach seinem Sieg in Zandvoort sah er schon wie der sichere Weltmeister aus.

Danach schmolz der Vorsprung. Besonders in den USA und Mexiko fehlte dem Australier auf einmal die Pace und das Gefühl im Boliden. In Abu Dhabi war er schon nur noch Dritter. "Es gab definitiv Lektionen, die direkt mit meiner Fahrweise zu tun hatten, wie ich unter verschiedenen Bedingungen besser werden und einfach ein besserer Allround-Fahrer werden kann", berichtet Piastri.

Doch nicht nur im Auto stellte ihn die Saison vor Herausforderungen. Mit dem Druck einer Weltmeisterschaft in der Formel 1 musste Piastri 2025 erstmals umgehen. "Der Umgang mit Widrigkeiten, der Umgang mit schwierigen Momenten. Ich habe in solchen Situationen viel über mich selbst gelernt. Es gab also sowohl innerhalb als auch außerhalb des Autos Lektionen, die mir für die Zukunft definitiv helfen werden", so Piastri.

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Piastri vergleicht 2025 mit vorherigen F1-Saison

Nichtsdestotrotz: Die Performance über die Saison 2025 im Vergleich zu Piastris ersten beiden Saisons war eine deutliche Steigerung. 2025 holte er 410 Punkte, 2024 waren es noch 292. Auch im direkten Vergleich zu Lando Norris war Piastri deutlich konkurrenzfähiger. Ein kleiner Vergleich: Das Qualifying-Duell der beiden ging 2024 21 zu 3 für Lando Norris aus. 2025 steht es 12 zu 12, also unentschieden. Die Sprint-Qualifyings gewann er sogar für sich.

"Wenn ich diese Saison mit meinen ersten beiden Jahren vergleiche, war dieses Jahr den ersten beiden weit überlegen. Auch wenn das Endergebnis nicht ganz meinen Erwartungen entspricht, bin ich sehr optimistisch", so Piastri.

Was folgt daraus für 2026? Für Piastri eine Kampfansage: "Das war erst mein drittes Jahr in der Formel 1. Ich habe aus diesem Jahr definitiv Lehren gezogen, die mich nur noch stärker machen werden", sagt Piastri.

Davor heißt es allerdings erst: Winterpause. Für die hat Piastri schon einen Plan. "Ich werde für eine Weile nach Australien zurückkehren, meine Familie und Freunde besuche. Um ehrlich zu sein, freue ich mich darauf, eine Weile ein bisschen Abstand zu haben."

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