Die niedrigen Temperaturen in Las Vegas führen bei den Formel-1-Fahrern nicht zu kühlen Köpfen. Zum Auftakt des F1-Wochenendes in den USA lässt Lance Stroll Dampf ab, denn er hat noch eine Rechnung vom letzten Rennen in Brasilien offen. Kurzer Rückblick: In der Frühphase des Grand Prix‘ schlug Lokalmatador Gabriel Bortoleto nach einem Zweikampf mit Stroll in die Wand ein. Während Bortoleto den Vorfall als Rennunfall abstempelte, ging Franco Colapinto auf Stroll los. Der Alpine-Rookie war direkt hinter dem Duo und damit in der perfekten Beobachterposition.
Colapinto warf Stroll vor, nie in den Spiegel zu schauen. Die Kritik ließ der Aston-Martin-Pilot nicht auf sich sitzen. "Ich habe davon [Colapintos Kommentaren, Anm. d. Red.] gehört. Ich bin normal gefahren und habe keine Strafe bekommen. Ich habe danach auch mit Gabriel gesprochen, das ist halt Rennfahren", verteidigte sich Stroll gegen die Anschuldigungen.
Bei einer einfachen Verteidigung seines Manövers belässt es Stroll aber nicht. Er holte zum Rundumschlag gegen Colapinto aus: "Vielleicht ist er wütend und frustriert mit seinem Leben. Seine Saison läuft nicht so, wie er will, und er ist nicht dort, wo er sein möchte. Er sollte über andere Dinge reden, die für ihn relevant sind." Stroll liefert auch gleich eine Idee, womit sich Colapinto lieber beschäftigen sollte.
Lance Stroll patzig: Wie viele Punkte hat er? Null!
"Wie viele Punkte hat er in der Weltmeisterschaft? Null. Er sollte sich auf seine eigenen Dinge konzentrieren und versuchen, in diesem Jahr vielleicht noch einen Punkt zu holen. Das würde ihm helfen", schoss Stroll gegen den Argentinier. Dieser zeigte sich in Las Vegas reumütig. "Ich habe das in der Hitze des Gefechts gesagt, gleich nach dem Rennen. Ich habe den Vorfall mit Gabi nur von hinten gesehen, nur diesen einen Moment. Aber es tut mir leid, wenn es ihn getroffen hat. Hoffentlich ist alles gut zwischen uns."
Während Stroll in dieser Saison bereits 32 Punkte gesammelt hat, ist Colapinto der einzige Fahrer im Feld, der noch keine Punkte erzielt hat. Trotz seiner fehlenden Leistung sitzt Colapinto seit dem Brasilien-Wochenende nicht mehr auf dem Alpine-Schleudersitz. Das französische Team bestätigte die Vertragsverlängerung für 2026.
Franco Colapinto crashte im F1-Sprint in Brasilien unter der gelben Flagge, bekam dafür aber keine Strafe. Die Stewards untersuchten den Fall nicht einmal. Warum das so ist, erklären euch Motorsport-Magazin.com-Redakteur Christian und F1-Experte Christian Danner im Video!



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