Für Ferrari hat es im Formel-1-Qualifying von Mexiko nur knapp nicht für die Pole-Position gereicht. Mit den Startplätzen zwei und drei zeigten Charles Leclerc und Lewis Hamilton nach Austin dennoch erneut eine starke Leistung. Nach dem dritten Platz in Texas durch Leclerc stehen die Zeichen für das nächste Podium beim Grand Prix von Mexiko gut. Doch woher kommt die plötzliche Wiederauferstehung des Teams aus Maranello?

Ferrari beweist: Kleine Details machen den Unterschied in der Formel 1

Eines ist klar: ein großes Ferrari-Update gab es in der jüngeren Vergangenheit nicht. Stattdessen wurde aber an Kleinigkeiten am Auto gefeilt, die laut den Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Lewis Hamilton jetzt den Unterschied machen.

"Wir haben eigentlich nicht großartig etwas am Auto verändert, das uns jetzt so viel stärker macht, aber ich denke, es sind die kleinen Dinge, an denen wir gearbeitet "Die kleinen Veränderungen am Auto machen den großen Unterschied, und wir haben all das in den letzten Wochenenden in Angriff genommen." Das erste Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten: In Austin sicherte sich Leclerc den dritten Platz, vor seinem Teamkollegen, der Pech bei der Strategie hatte und sich mit Rang vier begnügen musste.

Die Boliden der beiden Ferrari-Piloten sind durch die Entwicklung in der laufenden Saison 2025 nun fast identisch, was besonders Lewis Hamilton freute, der immer wieder mit dem SF-25 zu kämpfen hatte. "Charles und ich haben gemeinsam daran gearbeitet, das Auto weiterzuentwickeln und es hat sich dadurch Wochenende für Wochenende verbessert", erzählte Hamilton. "Unsere Autos sind jetzt fast identisch und ich beginne endlich zu verstehen, wie man dieses Auto fahren muss, das Charles in den vergangenen sieben Jahren fahren durfte. Aber ich habe endlich das Gefühl, dass ich den Dreh langsam raus habe."

Trotzdem bleiben die Fahrer bei Ferrari realistisch. Die Chancen, auch in der restlichen Saison so mithalten zu können, sind schwer einzuschätzen. "Mexiko ist ein sehr spezieller Kurs durch die Höhenlage, weshalb wir hier vielleicht näher rankommen, als wir es normalerweise tun würden", sagte Hamilton. "Es ist schwer vorherzusagen, wo wir in den nächsten Rennen stehen werden."

Lando Norris muss sich in Mexiko in Acht nehmen: Ferrari-Duo sitzt ihm im Nacken

Ein Ferrari-Angriff im Grand Prix von Mexiko scheint dennoch programmiert. Aus Startreihe eins und zwei haben Leclerc und Hamilton die Möglichkeit, durch den Windschatten auf der über 800m langen Start-/Zielgerade bis hin zur ersten Kurve an McLaren-Pilot Lando Norris vorbeizufahren. "Der Start ist definitiv eine Chance für uns - obwohl ich auf Startplatz zwei und der schmutzigen Seite der Strecke starte", so Leclerc. . "Aber ich konzentriere mich auf die Dinge, die ich kontrollieren kann, und hoffentlich ist es genug, um neben Lando in die erste Kurve zu stechen."

Hamilton hat für den Start in Mexiko ähnliche Pläne wie sein Teamkollege - nur ein klein wenig konkreter. "Hinter Lando einreihen, beim Bremsen zu ihm aufschließen und ihn in Kurve eins überholen", verriet er seinen Plan für den heutigen Start. "Ich will definitiv kämpfen. Ich habe nichts zu verlieren - Lando schon -, also werde ich auch ein wenig aggressiv vorgehen. Hoffentlich sind wir auch morgen nahe genug dran, um gut kämpfen zu können."