Früher trug er rote, blaue und lila Haare. Heute trägt er nur noch weite Kleidung. In die neue Fanartikel-Kollektion des BMW Sauber F1 Teams hielt dieser Trend allerdings noch keinen Einzug.

Nichtsdestotrotz verbrachte Jacques Villeneuve den zurückliegenden Winter völlig entspannt. Selbst die hartnäckigen Gerüchte um seine Person und seine Rolle als 2. Stammpilot der neuen BMW-Truppe setzten den Kanadier nicht unter Druck.

"Ich habe mir keinen Stress gemacht", sagte er auf der Präsentation in Valencia, "und letztlich ist alles gut ausgegangen." An die Tatsache, dass die britische Presse gerne von einem "Alles-oder-Nichts"-Jahr bei ihm spricht, lässt er sich nicht beunruhigen. "Das ist ja schon eine ganze Weile so", sagte er gelassen.

Überhaupt präsentierte sich der Ex-Champion im Rahmen des Launches gewohnt locker. Von erhöhter Anspannung war keine Spur. Das Verhältnis zu seinem neuen Teamkollegen Nick Heidfeld, beschreibt dieser als "sehr gut". Allerdings betonte der Deutsche mit einem Augenzwickern: "Wir haben uns gestern das erste Mal wieder getroffen, seit wir in einem Team fahren. Also ist das Verhältnis richtig gut."

Im Team fühlen sich beide Piloten wohl. Während Nicks Renningenieur noch nicht feststeht, wird Jacques Villeneuve mit dem gleichen Team weiterarbeiten wie im letzten Jahr.

Über seine Zukunft nach diesem Jahr wollte Villeneuve ebenso wenig Auskunft geben, wie BMW Motorsportdirektor Mario Theissen. Und auch im Hinblick auf die Zukunft der Formel 1 wollte sich Jacques nicht zu umfangreich äußern, da er sich damit "schon oft" den Mund verbrannt habe.

Trotzdem nannte er einen Bereich, den er verändern würde: "Alle reden immer über die Strategie, aber genau diese tötet die F1. Als ich neun Monate lang am Fernseher zusehen musste, war ich nach 5 Runden verloren und wusste wie die Fans sich fühlen müssen. Man sollte die Tankstopps verbieten und die gesamte Elektronik über Bord werfen."

Gegen den Trend zu mehr Rennen hat Villeneuve allerdings nichts einzuwenden: "Ich hätte nichts gegen 25 Rennen und keine Tests mehr."