Die einzige Trainingsbestzeit zum US GP in Austin geht an Lando Norris. Der McLaren-Pilot umrundete den 5,513 Kilometer langen Circuit of the Americas in 1:33,294 Minuten und geht damit als Favorit in das Sprint Qualifying am Nachmittag. Nico Hülkenberg sorgte im Sauber auf Rang zwei für eine große Überraschung, während Max Verstappen mit seinem Red Bull kämpfte und sich Ferrari und Mercedes noch zurückhielten.
Das Ergebnis: Zu Beginn der Session trainierten alle Piloten auf dem harten C1-Reifen, erst in den Schlussminuten begann die Zeitenjagd auf weichen Pneus. Allerdings setzten nicht alle Fahrer auf Soft: Ferrari, Mercedes und die Racing Bulls trainierten auf Medium für das Sprint Qualifying.
Auf den Soft-Reifen war Lando Norris zweieinhalb Zehntelsekunden schneller als Nico Hülkenberg. Wenige Tausendstel dahinter sortierte sich WM-Leader Oscar Piastri ein. Fernando Alonso landete eine weitere Zehntel dahinter auf Rang vier vor Max Verstappen. Der Weltmeister klagte darüber, stark mit dem Unterboden aufzusetzen.
Alexander Albon landete auf Rang sechs vor George Russell, dem auf dem Medium-Reifen gute sechs Zehntel auf die Soft-Bestzeit von Norris fehlten. Wenige Tausendstel dahinter reihte sich CotA-Spezialist Lewis Hamilton im Ferrari ein. Auf den harten Reifen hatte Hamilton das Training lange angeführt. Teamkollege Charles Leclerc wurde nach technischen Problemen Letzter (siehe Technik-Abschnitt). Isack Hadjar und Oliver Bearman komplettierten die Top-10. Enttäuschend lief das Training für Kimi Antonelli mit Rang 18.
Die Zwischenfälle: Nach 20 Minuten musste die Session kurz unterbrochen werden. Beim Überfahren der Kerbs in Kurve 19 hatte sich ein Karbonteil von Lance Strolls Aston Martin gelöst, das ungünstig auf der Strecke liegen blieb. Nach fünf Minuten Pause konnte das Training wieder aufgenommen werden.
Für einen kleinen Schreckmoment sorgte Esteban Ocon. Der Haas-Pilot schoss in Kurve 11 vor der langen Gegengeraden über das Ziel hinaus und machte einen kleinen Abstecher ins Kiesbett. Der Franzose klagte - wie zuletzt öfter - über Bremsprobleme. Ocon konnte aber ohne sichtbare Probleme weiterfahren.
Apropos Zwischenfälle: Da war doch etwas in Singapur zwischen den beiden McLaren-Piloten… Das ganze hatte ein Nachspiel, wie euch Christian im Video erklärt:
Die Technik: Nach starkem Beginn war die Session für Carlos Sainz vorzeitig beendet. Williams diagnostizierte nach lediglich neun Runden ein Problem am Getriebe, weshalb der Spanier in langsamer Fahrt zurück an die Box kommen musste. Für das Sprint Qualifying heute sollen die Probleme aussortiert sein.
Nicht nur bei Williams gab es technische Probleme: Charles Leclerc verpasste den Schlussspurt auf weichen Reifen. Der Ferrari-Pilot, der am Donnerstag seinen 28. Geburtstag feierte, konnte im Cockpit einen Ölgeruch wahrnehmen.
Und auch bei den Racing Bulls gab es Technik-Ärger: Isack Hadjar beklagte sich erneut über fehlende Leistung. "Das ist ein Witz", schimpfte er am Funk. Hadjar wird schon seit mehreren Rennen von Problemen am Honda-Motor geplagt. Das Team wechselte vor dem US GP in Austin sogar das Chassis.
Bei Haas gab es wohl das letzte größere Update dieses Formel-1-Reglements. Im Training fuhr Oliver Bearman mit einem runderneuerten Unterboden und dafür adaptierten hinteren Bremsbelüftungen. Ist das Experiment erfolgreich, fahren im Sprint Qualifying beide Haas-Piloten mit dem Update.
Das Wetter: Heiß! Mehr als 30 Grad Celsius Umgebungstemperatur wurden gemessen, das Asphaltband erhitzte sich auf knapp 45 Grad Celsius. Für das restliche Wochenende werden ähnliche Bedingungen erwartet, weshalb die FIA eine Hitzewarnung ausgegeben hat. Die Teams müssen damit - wie erstmals in Singapur - verpflichtend Klimaanlagen in ihre Autos bauen.



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