Der große Aufwärtstrend von Yuki Tsunoda hielt nur ein Formel-1-Rennen. In Singapur ist es im Qualifying schon wieder vorbei mit der guten Stimmung in der zweiten Red-Bull-Garage. Q3? Weit, weit weg. Stattdessen bemängelt Tsunoda wieder fehlende neue Teile. Reicht das aber wirklich aus?

Q2 war für Tsunoda ein ziemliches Desaster geworden. In Q1 hatte er sich auf dem letzten Drücker noch einmal vor der totalen Blamage gerettet. Trotz einer gelben Flagge konnte er sich verbessern. Diese gelbe Flagge löste noch eine Stewards-Ermittlung aus, die für Tsunoda immerhin mit Freispruch endete. Mehr dazu:

In Q2 war der Spaß dann vorbei. Tsunodas erster Versuch förderte mit einer 1:30,353 ein äußerst dürftiges Resultat zutage. "Ich konnte den Grip nicht finden, den ich normal haben sollte, das Rutschen über alle vier Räder hat mich sehr eingeschränkt", klagt er danach. Der letzte Q2-Versuch war sogar schlechter als der erste - es blieb bei einem enttäuschenden 15. Platz.

Teamkollege Max Verstappen stieg mit 1:29,572 ins dritte Segment auf, und fuhr dort schließlich auf den zweiten Platz. Tsunoda verzweifelt. "Das Vertrauen ist noch da. Aber ich weiß nicht, Session für Session haben sich die Reifen völlig anders verhalten, der Grip war komplett anders, und ich hatte richtige Probleme, ihn zu extrahieren."

Neuer Frontflügel in Singapur? Nicht für Yuki Tsunoda

"Ich glaube nicht, dass ich auf der Outlap etwas völlig anderes getan habe, und das Selbstvertrauen war auch nicht übertrieben schlecht, da tue ich mir schwer, das zu verstehen", sucht Tsunoda in Singapur also wieder händeringend nach Antworten. Und bleibt einmal mehr beim klassischen Thema hängen: Er fährt nicht die gleichen Teile wie Verstappen.

Die Frontflügel von Yuki Tsunoda und Max Verstappen in Singapur im Vergleich
Der alte Flügel von Tsunoda (oben) vs. Der neue von Verstappen (unten), Foto: IMAGO / NurPhoto / Zuma Press Wire

"Sofern ich es richtig verstehen ist es nur der Frontflügel", erklärt Tsunoda. Der ist in Singapur nur für Verstappen neu, das letzte nennenswerte Update von Red Bull für die Saison 2025. Wie viel es ausmacht, da tut sich Tsunoda schwer: "Es sollte helfen mit dem, was mir dieses Wochenende fehlt. Nicht massiv, aber es sollte da etwas dran sein."

Sonst soll Tsunoda jetzt aber eben auf dem neuesten Stand sein. 0,781 Sekunden Rückstand nur für einen Frontflügel? "Vielleicht sehen wir es nach diesem Grand Prix", hofft Tsunoda. Hoffen ist auch alles, was ihm für das Rennen bleibt. Mit dem Überholen wird es in Singapur bekanntlich schwierig. Dank zweier Disqualifikationen für Williams startet Tsunoda nun zwar von Platz 13, aber Punkte sind da schon eine Herausforderung.

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