Mit einem vierten und einem ersten Platz in den Freien Trainings in Singapur lieferte Fernando Alonso den besten Freitag des Jahres für Aston Martin ab. Der AMR25 brachte bereits die ganze Saison seine Bestleistungen auf engen Kursen mit maximaler Downforce und ist damit wie gemacht für den Marina Bay Street Circuit. Dass Alonso damit den Top-Teams den Kampf ansagt, hat die Formel-1-Welt dann doch überrascht.

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Alonso selbst hält den Ball jedoch flach: "Das Auto fühlt sich besser an als die letzten Wochenenden. Wir müssen noch ein paar Feinheiten am Setup ändern, ganz glücklich sind wir noch nicht. Vor allem mit der Frontachse, das Auto untersteuert zu viel. Wir haben in der Nacht noch Arbeit vor uns, aber es ist ein guter Start."

Schon ab der ersten Runde in FP1 fühlte sich der Routinier wohl im Auto. Das bewies er mit seiner Bestzeit von 1:31,116 Minuten, über eine Zehntel gab er Charles Leclerc mit. Am Nachmittag zeigte Alonso dann, dass die Leistung in FP1 kein Ausreißer war. Nur um 0,02 Sekunden verfehlte er die Top-3, war damit aber um mehr als drei Zehntel schneller als Lando Norris.

Alonso setzt sich trotz Top-Ergebnis nur Q3 als Ziel

Doch Alonso misstraut den guten Ergebnissen. Das zweite Freie Training wurde zweimal unterbrochen, die roten Flaggen verfälschen die Hackordnung. Einige Teams konnten ihre Trainingspläne nicht abarbeiten, andere brachten keine schnelle Runde auf die Strecke. "Wir sehen nicht das ganze Bild. Ich weiß nicht, was die Top-Teams gemacht haben. Manchmal fahren wir am Freitag ein anderes Programm als die anderen. Der echte Test ist am Samstag", weiß er nach 422 GP-Teilnahmen.

Für das Qualifying und das Rennen ist Alonso optimistisch, er setzt sich aber trotz der starken Freitags-Leistung keine zu hohe Ziele für den Großen Preis von Singapur: "Wir werden sehen, ob wir morgen im Q3 dabei sein können und am Sonntag in den Punkten." Aston Martin konnte in den letzten zwei Rennen keinen Punkt holen und verlor in Aserbaidschan den sechsten Platz in der Konstrukteurswertung an Racing Bulls.

Für die WM wäre es also wichtig, mit beiden Fahrern in die Top-10 zu kommen. Im ersten Freien Training konnte aber nur Alonso überzeugen. Lance Stroll blieb im FP1 mit Platz 18 weit hinter seinem Teamkollegen zurück, in FP2 verbesserte er sich auf Platz 6. "Wir haben das Auto über den Tag verbessert. Ich hatte ein gutes Gefühl und bin ein paar gute Runde gefahren. Wir waren konkurrenzfähig, mal schauen, was am Samstag möglich ist", so Stroll. Bisher konnte er in Singapur nur zweimal in die Punkte fahren, Alonso ist zweifacher Singapur-Sieger und stand dazu bereits dreimal auf dem Podium.

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