Die Formel 1 kehrt an diesem Wochenende in Zandvoort aus der Sommerpause zurück. Aston Martin hat die erste Saisonhälfte 2025 auf einem Hoch beendet. 16 Punkte sammelten Fernando Alonso und Lance Stroll. So viele wie an keinem anderen Wochenende 2025. Doch war das nur der Streckencharakteristik zu verdanken?

Zweifel hat Alonso daran, dass der Umschwung nur Updates zu verdanken ist. Seit 2023 rutscht das Team in der Hackordnung ab, und kein Update scheint wirklich eingeschlagen zu sein. Hohe Ziele für 2025 hat Alonso daher nicht, doch die Update-Fehlschlage müssen laut ihm aufhören.

Fernando Alonso: Manche Updates hätten nie angebracht werden dürfen

Denn diese warfen Aston Martin seit 2023 kontinuierlich zurück. Egal wie viele Updates das Team brachte, nie gelang ein wirklicher Schritt nach vorne.

"Man lernt aus Fehlern und aus Dingen, die nicht funktioniert haben", sagt Fernando Alonso, aber: "Ich glaube nicht, dass es eine gute Idee war, Updates einzuführen, die nicht unsere Erwartungen erfüllten. Das waren Fehler beim Design und bei der Produktion. In der Annahme, das Auto dadurch schneller zu machen."

Das funktionierte allerdings nicht. Durch den Überraschungs-Coup in Ungarn steht Aston Martin 2025 mit 52 Punkten noch deutlich besser dar als noch ein Rennen zuvor. Alonso will Konsequenzen ziehen.

"Wenn diese Teile das Auto nicht schneller machen, muss man einige Schritte rückgängig machen und herausfinden, wo der Fehler lag. Wie gesagt: Selbst wenn wir daraus lernen, hätte das nie passieren dürfen. Das hier ist die Formel 1. Das ist keine Akademie zum Testen. Hier muss man liefern", sagt Alonso.

Alonso schreibt 2025er-Platzierung ab: Wir gewinnen die WM eh nicht

Die Meisterschaft hat Alonso schon lange abgeschrieben, doch vor dem Ungarn-Ergebnis schrieb das Team auch schon fast ab, die Vorjahres-Platzierung (5) in der Konstrukteurs-WM erreichen zu können. Das scheint nun wieder möglich. Für Alonso hat es allerdings keine Priorität.

"Wir wollen nicht schlechter abschneiden als in den Vorjahren. Wir waren zwei Jahre lang Fünfter in der Konstrukteurs-Meisterschaft. Das war das Ziel zu Beginn des Jahres. Aber wir waren auch mal fünfter, sechster oder auch dritter. Hier zählt es nur, ob du gewinnst. Und dieses Jahr gewinnen wir die Meisterschaft nicht", so Alonso.

Die Entwicklung für das neue Reglement 2026 ist dagegen für ihn und das Team langfristig deutlich wichtiger.

Alonso vorsichtig mit Zandvoort-Prognosen

Doch zuerst stehen noch zehn Rennen 2025 an. Das nun kommende Rennen in Zandvoort könnte Aston Martin liegen. In Spa schieden noch beide Aston Martins in Q1 aus, in Ungarn qualifizierten sie sich auf den Positionen fünf und sechs. Zandvoort ist ähnlich wie Ungarn eine kurvigere Strecke mit einigen langsamen Abschnitten. Liegt das nun anstehende Zandvoort dem Team also auch?

"Man kann das nie wissen. Nach Spa sind wir nach Ungarn gefahren und haben ehrlich gedacht, wir würden Q1 nicht überstehen. Dann haben wir eine positive Überraschung gesehen. Ich denke, wir können nichts garantieren", so Alonso.

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