Max Verstappen und Red Bull hatten nach einem schwachen Freitag und Samstag für das Rennen in Ungarn wenig Hoffnung. Die dunkle Vorahnung bestätigte sich. Auch im Rennen ging für Max Verstappen und Yuki Tsunoda wenig. Der Weltmeister wurde neunter, und fast überrundet. Yuki Tsunoda beendete das Rennen auf P17. Viel falsch gemacht hat das Team laut Verstappen allerdings nicht. Es fehlte schlicht und einfach die Pace.

Red Bull chancenlos: Hatten Glück, nicht überrundet zu werden

Dabei begann das Formel-1-Rennen für Verstappen gut. Nachdem er am Start eine Position verlor, arbeitete sich der Weltmeister schnell auf Position sieben vor. Hinter Gabriel Bortoleto kam seine Mini-Aufholjagd allerdings ins Stocken.

Der Brasilianer steckte hinter Fernando Alonso fest. Verstappen in der Folge hinter beiden. Auch die Ein-Stopp-Strategie wurde bei Red Bull am Funk diskutiert. "Wie man gesehen hat, ist der Sieger 1 Stopp gefahren. Aber unser Speed war einfach nicht da. Mit einer 1 Stopp wären wir etwas besser gewesen. Aber wir müssen froh sein, dass wir nicht überrundet wurden", sagt Red-Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko bei Sky.

Eine ähnliche Meinung hat auch der amtierende Weltmeister. "Das ganze Wochenende waren wir einfach sehr langsam. Wir hatten große Probleme mit dem Grip bei langsamen und mittleren Geschwindigkeiten. Das war auch das Problem im Rennen. Was auch immer wir getan hätten, ich denke, wir hätten Probleme gehabt", sagt Verstappen.

Verstappen bleibt im Verkehr stecken

Doch Verstappen boxte schon recht früh, als einer der ersten im Rennen, und kam so mitten im Verkehr wieder raus. Im Nachhinein war das wohl die falsche Entscheidung. Denn die nötige Pace, um alle Piloten auf dem Weg direkt wieder zu Überholen hatte der Niederländer nicht.

"Das Problem war, dass mir selbst mit neueren Reifen der nötige Grip bei niedrigen Geschwindigkeiten fehlte. In den langsamen Kurven zogen alle einfach an mir vorbei, und ich konnte nicht richtig attackieren", so Verstappen.

Der Niederländer blieb im Feld stecken, und mit einem so frühen Stopp war auch die Ein-Stopp-Strategie kaum möglich. Er beendete das Rennen auf Position neun - und über siebzig Sekunden hinter Sieger Lando Norris.

Was die Probleme des Autos angeht, will Verstappen wenig preisgeben. Einen großen Schritt in der zweiten Saisonhälfte erwartet er nicht.

"Wir haben immer Ideen, aber ich kann sie nicht verraten. Wir müssen am Ende des Tages versuchen, einfach konstantere Leistungen zu bringen", so Verstappen. "Mal sehen. Ich hoffe natürlich, dass wir hier und da noch ein paar Rennen gewinnen können."

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