Als die Formel 1 zuletzt über die Rennstrecke raste, gelang Nico Hülkenberg der langersehnte Meilenstein. Im Regenchaos von Silverstone fuhr der Sauber-Pilot sein erstes F1-Podium ein. Knapp zwei Wochen sind seither vergangen. Nun gibt Hülkenberg einen Einblick in die freudigen Folgen seiner Podiums-Sensation.
"Die Reaktionen waren überwältigend", erzählt der Deutsche. "Wir haben weit über 700 Nachrichten erhalten. Ich habe eine gute Woche gebraucht, um mich da durchzuarbeiten. Aber es war natürlich erstaunlich und schön, das alles zu sehen und zu spüren."
Die kleine Pause zwischen Silverstone und dem anstehenden Belgien-GP hat Hülkenberg genossen. "Es war schön, danach ein wenig Zeit zu haben, um den Moment richtig zu genießen können und sich nicht gleich in den nächsten Grand Prix stürzen zu müssen", so der Sauber-Pilot. "Aus dieser Sicht war das ein gutes Timing."
Warmer Empfang in Hinwill: Sauber-Fabrik feiert Podium
Auch nach zwei Wochen schwärmt Hülkenberg noch immer von seinem dritten Platz: "Es war einfach ein unglaubliches Rennen, und die Bedingungen waren sehr schwierig, aber wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen und uns selbst belohnt. Das vom letzten Startplatz zu schaffen, ist verrückt und besonders."
Gleich nach seinem Podium in Silverstone reiste Hülkenberg zum Sauber-Standort in Hinwill. "Der Empfang dort war natürlich sehr warm und freudig", schildert der Emmericher. "Ich denke, es war wichtig, dorthin zu kommen und den Moment zu genießen und ihn auch mit allen in der Fabrik zu teilen, nicht nur mit den Leuten an der Strecke. Es waren tolle Erinnerungen, tolle Emotionen für uns. Ich hoffe, dass diese uns für den Rest der Saison beflügeln können."
Nico Hülkenberg: F1-Negativrekord nicht aktiv im Kopf
238 F1-Rennen ohne Podium. Dieser Negativrekord ist Teil von Hülkenbergs Karriere-Statistik. Hatte der Deutsche die Hoffnung auf eine Podestplatzierung schon aufgeben? "Um ehrlich zu sein, hatte ich das nicht aktiv im Kopf", verrät der Sauber-Pilot. "Wenn man als Fahrer auf die Strecke geht, will man jedes Mal das Maximum herausholen und das bestmögliche Ergebnis erzielen. Natürlich träumt man immer noch und möchte diese Dinge erreichen, aber man hat nicht immer die volle Kontrolle darüber."
Gestört soll ihn der Negativrekord nicht haben. "Es hat mich nicht wirklich beschäftigt", so Hülkenberg. "Ich bin selbstbewusst und glücklich in meiner Haut und genieße einfach die Reise, diese Saison, die Herausforderung, die vor mir liegt und das Projekt, an dem ich beteiligt bin. Das ist das Wichtigste und die Hauptsache für mich."
Sauber und Nico Hülkenberg haben in der ersten Hälfte der Saison 2025 mächtig überrascht. In unserem Zwischenfazit erfährt ihr, wem das noch gelungen ist und wer für Enttäuschungen sorgte. Gleich hier ansehen:



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