Lewis Hamilton wurde in Silverstone Vierter. Auf dem Papier ein gutes Ergebnis. Schließlich ist es zusammen mit Hamiltons viertem Platz in Imola seine beste Ferrari-Platzierung. Doch in Silverstone war mehr drin. Zumal er bei den zwölf vergangenen Heimrennen immer auf dem Podest stand. Das weiß auch der Rekordweltmeister. Fünf Sekunden hinter Nico Hülkenberg im Sauber überquerte der Silverstone-Dauerbrenner die Ziellinie.
Hamilton: Ferrari fehlt Grip bei wechselnden Bedingungen
Lewis Hamilton ist beim Großbritannien GP von Position fünf gestartet. Doch während der ersten Runden fiel der Formel-1-Rekordweltmeister bis auf Position neun zurück und musste sich wieder vorarbeiten. Neben George Russell, Lance Stroll und Pierre Gasly stand auch Nico Hülkenberg zwischen ihm und dem Podium.
Besonders bei abtrocknender Strecke kam Hamilton näher und begann ab Runde 36 Hülkenberg zu attackieren, er kam aber nicht vorbei. Nach einer kleinen Druckphase musste Hamilton in der Folge abreißen lassen. Auch weil der Ferrari bei wechselnden Bedingingungen schwierig zu kontrollieren war. "Es wurde etwas besser, als es am Ende komplett trocken war. Wir hatten offensichtlich viel Grip. Aber selbst dann sah man, dass ich weit rausgekommen bin. […] Es ist kein Auto, das diese Bedingungen mag", so Hamilton.
Noch weiter zurück fiel der Brite nach seinem Boxenstopp. Ferrari boxte den Rekordweltmeister eine Runde früher als Hülkenberg. Aus Ferrari-Sicht die genau falsche Entscheidung. In der einen zusätzlichen Runde fuhr Hülkenberg auf den Intermediates vier zusätzliche Sekunden Vorsprung heraus. Hamilton konnte diese Lücke in der Folge nicht mehr zufahren.
Hamilton: Muss mich mit Ingenieuren zusammensetzen
Im Regen fuhr der Rekordweltmeister den Ferrari nur selten. Nach dem Einsatz in Silverstone ist er nicht begeistert. "Das Auto war unglaublich schwierig zu fahren. Ich denke, ich habe heute viel gelernt. Ich habe viel aus dem Tag mitgenommen. Ich bin erst zum zweiten Mal mit diesem Auto im Nassen gefahren", so Hamilton.
"Ich kann gar nicht beschreiben, wie schwierig es ist. Es ist das schwierigste Auto, dass ich hier unter diesen Bedingungen gefahren bin. Aber da ich so viele Daten habe, werde ich mich vielleicht mit den Leuten zusammensetzen, die auch das Auto für das nächste Jahr entwickeln", beschreibt der Rekordweltmeister.
Hamilton sieht Fortschritte bei sich selbst
Nichtsdestotrotz sieht Hamilton Fortschritte. Insbesondere die Qualifying-Performance, mit der er am Samstag ohne Fehler Chancen auf die erste Startreihe gehabt hätte, scheint besser zu werden.
"Ich habe jedes Rennen beendet. Ich fahre also nicht so schlecht, aber ich möchte mich natürlich weiter verbessern. Das Qualifying sah gestern besser aus, und ich denke, wir bauen einfach darauf auf."



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