Darf sich Ferrari Hoffnungen auf den erlösenden ersten Formel 1-Sieg 2025 machen? Die Vorzeichen stehen gut. Charles Leclerc fuhr im Freien Training in Monaco in seiner eigenen Liga. In der ersten Session war der Monegasse 0,163 Sekunden schneller als Max Verstappen, in der zweiten Session stand er in 1:11.355 Minuten ganz oben auf der Zeitenliste. Oscar Piastri musste sich um 38 Tausendstelsekunden geschlagen geben.
"Ich habe mich im Auto wohlgefühlt, ganz gleich, mit welcher Reifenmischung wir gefahren sind. Die Rundenzeiten sind relativ einfach gekommen – das ist ein gutes Zeichen", schwärmte Leclerc. Ferrari setzte in der zweiten Session auf einen neuen Soft-Reifen sowie gebrauchte Hard-Reifen. Wie unsere Grafik zeigt, Charles Leclerc konnte im Vergleich zu Piastri auf den Geraden etwas mehr rausbeschleunigen und so seinen Vorsprung halten. Stark zeigte er sich auch durch die schnelle Turn 12. Piastri verlor seine Zeit auf Leclerc vor allem in der Tunnelpassage bis zur Schwimmbad-Schikane.
Monaco und Leclerc – das passt einfach! Seit seinem Ferrari-Debüt 2019 bestritt er 20 Trainings und Qualifyings im Fürstenturm. In sieben davon war er der schnellste Mann und seit FP2 im Jahr 2024 stand Leclerc am Ende in der Ergebnistabelle immer ganz oben. Trotzdem will der Ferrari-Pilot den starken Freitag nicht überbewerten. Denn erst im Qualifying zählt es. "Es ist noch zu früh, um von einem positiven Wochenende zu sprechen. Der Freitag war positiv, aber das Qualifying wird hier wie immer entscheidend sein. Wir müssen vorne stehen, wenn wir im Rennen ein gutes Ergebnis erzielen wollen", betonte Leclerc.

Monaco-Schreckmoment in FP1
In der Auftakt-Session sorgte Leclerc unfreiwillig für die spektakulärste Szene. Zur Zufahrt auf die Fairmont-Haarnadel kollidierte der Ferrari-Pilot mit Lance Stroll, der ihn auf seiner schnellen Runde übersah. Es kam zum Auffahrunfall, bei dem sich Leclerc den Frontflügel beschädigte. Der 27-Jährige hatte Glück im Unglück - er konnte den SF-25 zurück an die Box bringen. "So hatte ich mir den Start ins Training nicht vorgestellt", erklärte Leclerc und fügte hinzu: "Aber danach lief es zum Glück ziemlich reibungslos." Stroll kassierte für diese Action eine Strafversetzung.
Nur ein Zehntel hinter Leclerc setzte sich Lewis Hamilton auf Platz drei der Zeitenliste. Die starke Pace des SF-25 ließ den Briten über das ganze Gesicht strahlen. "Das Auto fühlte sich richtig gut an. Wir werden daher die Setup-Änderungen auf das Minimum beschränken, eventuell hier und da an einer Schraube drehen", erklärte Hamilton. Obwohl er ein alter Hase auf dem Circuit de Monaco ist, hat die Strecke nicht an ihrer Magie verloren. "Es ist einfach großartig. Monaco ist die coolste Rennstrecke. Es macht einfach so viel Spaß hier zu fahren – egal mit welchem Auto."



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