Im ersten freien Training der Formel 1 in Monaco sah die Red-Bull-Welt noch schön aus. Max Verstappen wurde zweiter. Auf Charles Leclerc fehlten nur knapp zwei Zehntelsekunden. Ganz anders sieht das Bild im zweiten freien Training aus.
Auf einmal ist Verstappen abgeschlagen zehnter, nur vier Tausendstelsekunden vor Teamkollege Yuki Tsunoda. Damit läuft der Freitag für Red Bull einmal wieder nicht wie erhofft. Folgt am Samstag wie schon so oft 2025 die Auferstehung? Zumindest im Bezug auf Ferrari gibt es starke Zweifel.
Verstappen fehlen 7 Zehntel auf Leclerc: Falsche Setup-Richtung
Das Pace-Defizit in FP2 im Vergleich zu FP1 ist bei Max Verstappen drastisch. Im Vergleich fehlen ihm in FP2 fast sechs Zehntel mehr auf Platz 1. Doch dafür gibt es einen Grund. Und der heißt Setup.
"Wir sind vom Setup nicht in die richtige Richtung gegangen, wir haben da viel Untersteuern gehabt. Auf der anderen Seite war der Long Run zum Schluss eine 1:13.9, da waren wir wieder wettbewerbsfähig, also war es gemischt. Aber Ferrari ist verdammt schnell", sagt Red-Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko.
Max Verstappen geht in eine ähnliche Richtung wie Marko. "Das erste Training war recht positiv, aber dann haben wir für das zweite Training einige Änderungen vorgenommen. Wir haben geschaut, wie weit wir die Balance verbessern können", so Verstappen.
Das ist auch an diesem Diagramm gut zu erkennen. Verstappen verliert besonders in den Kurven vier, sieben und acht Zeit. Dazu gesellen sich zwei Zehntel Verlust im ersten Sektor. Der dritte Sektor ist dafür recht stabil im Vergleich zu Leclerc.
Doch das Ergebnis der Änderungen schien sich zumindest auf eine Runde nicht auszuzahlen. "Ich denke, wir haben es etwas übertrieben. Ich konnte die Kurven nicht so attackieren, wie ich es gerne getan hätte. Wir haben viel Tempo und Rundenzeit verloren", so Verstappen.
Folgt am Samstag die Red-Bull-Auferstehung?
Es ist also durch Setup-Feintuning noch einiges an Potenzial bei Verstappen und Red Bull vorhanden. Doch reicht das am Samstag für die Spitze? Red Bull hatte in dieser Saison schon oft schwache Freitage, fuhr am Samstag aber doch in Pole-Nähe.
"Ich glaube, wir können mit McLaren mitmischen. Ferrari wird ganz schwierig", schätzt Helmut Marko. Charles Leclerc gewann den Monaco Grand Prix im vergangenen Jahr und entschied beide Sessions am Freitag für sich. Lewis Hamilton fuhr in FP2 auf Position 3.
Dabei fehlte der Scuderia im Verlauf der Saison meist etwas Tempo auf McLaren, Mercedes und Verstappen. Doch von einem Freitags-Blöff mit wenig Sprit geht Verstappen nicht aus.
"Wir hätten näher dran sein können, aber die Ferraris sahen wieder schnell aus, und die McLarens waren dicht dahinter. Wenn wir uns das Tempo über die gesamte Saison anschauen, hat Ferrari hier einen großen Schritt nach vorne gemacht", so Verstappen.



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