Das Rennen der Formel 1 in Imola lief für Mercedes alles andere als gut. Kimi Antonelli fiel aus. George Russell wurde nur siebter und musste damit seine Top-5-Serie 2025 beenden. In Monaco wittern beide Fahrer allerdings wieder ihre Chance. Denn der Mercedes zeigte sich im Qualifying bisher immer stark. In Monaco ist das Qualifying nach wie vor essenziell. Nur die neue 2-Stopp-Regel könnte dem Qualifying-Mercedes einen Strich durch die Rechnung machen.

Kimi Antonelli: Unser Qualifying war auf jeder F1-Strecke stark

Im Gegensatz zu Strecken wie dem Shanghai International Circuit oder der dem Miami International Autodrome kennt Kimi Antonelli den Circuit de Monaco. Auch in den Junior-Kategorien wird die Strecke gefahren.

Übrigens: Beim letzten Stadtrennen der Formel 1, eben in Miami, fuhr Kimi Antonelli die Sprint-Pole ein. Auch für den Monaco Grand Prix rechnet er sich ein gutes Ergebnis aus.

"Ich denke, unser Auto war, besonders im Qualifying, auf praktisch jeder Strecke stark. Ich denke, es gäbe keinen Grund, warum unser Auto, besonders im Qualifying, hier nicht stark sein sollte", so Antonelli.

Doch auch der Fahrer spielt im Fürstentum eine große Rolle, findet der Rookie. "Wenn sich das Auto gut anfühlt und dir Vertrauen gibt, kannst du als Fahrer den Unterschied machen, etwas mehr pushen und Zeit herausholen. Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass das Auto gut sein wird."

George Russell: Waren oft nur knapp von der Pole entfernt

George Russell sieht es ähnlich wie Teamkollege Antonelli. "Wir wissen, dass das Qualifying eine Stärke war. Wir waren so oft nur eine Zehntelsekunde von der Pole entfernt und konnten das bisher noch nicht vollständig umsetzen", so Russell.

Im Normalfall hätte Mercedes mit einer guten Qualifying-Pace automatisch eine große Chance auf ein Podium oder gar den Sieg. Nur dieses Jahr ist etwas anders. Die FIA hat eine Änderung speziell für den Monaco GP eingeführt, um für mehr Spannung zu Sorgen.

Die Fahrer müssen im Rennen mindestens einen Stopp machen. Die früheren langsamen Bummelfahrten, um ja kein Boxenstopp-Fenster für einen Konkurrenten zu ermöglichen, sollen damit Geschichte sein.

Das Problem für Mercedes: Damit gewinnt die Rennpace an Bedeutung - und die ist nicht unbedingt die Stärke der Silberpfeile. "Das Renntempo ist also nicht bedeutungslos. Ich weiß, dass das nicht unser Trend war, also habe ich, was das angeht, gemischte Gefühle."

"Letztes Wochenende wären wir ohne Safety-Cars und VSCs wahrscheinlich Fünfter geworden, was dem entspricht, was wir in Saudi-Arabien gezeigt haben. An einem guten Tag sind wir Dritter, an einem schlechten Tag fünfter oder sechster", so Russell.

Russell hofft auf Monaco-Podium: Vielleicht können wir uns einschleichen

Eine einfache Spazierfahrt wird der Monaco GP also nicht, selbst mit einer guten Qualifying-Position. Russell hofft trotzdem auf ein Podium, besonders weil die Konkurrenz nicht konstant ist.

"Red Bull kann im Moment nur auf Max zählen. Lando und Oscar sind beide im Rennen dabei, aber manchmal sind sie ziemlich inkonsistent und wir können uns einschleichen. Ferrari hingegen hat manchmal bessere und manchmal schlechtere Rennen", weiß Russell. Für Mercedes ist damit alles möglich.

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