Für Ferrari war das Qualifying in Bahrain nur zur Hälfte erfolgreich. Charles Leclerc rückt nach Strafe gegen George Russell auf Position zwei auf. Lewis Hamilton zog im Vergleich den deutlich kürzeren. Der Rekordweltmeister startet nur von Position neun. Ein Problem oder nicht funktionierendes Teil am Auto gibt es diesmal nicht. Hamilton hadert mit der eigenen Pace. Leclerc dagegen ist von seiner Pace positiv überrascht.

Leclerc feiert Top-3: Belohnung für gute Arbeit

Nach Startplatz zwei sah es vor Beginn des Qualifyings für Ferrari nicht aus. McLaren schien weit außer Reichweite. Die Scuderia sortierte sich eher auf Höhe von Mercedes und Max Verstappen ein.

"Ich hatte dieses Ergebnis nicht erwartet, aber ich denke, wir haben in den letzten Wochen sehr gut gearbeitet und das ist die Belohnung dafür. Wir haben einige Setups ausprobiert und ich denke, ich habe eine Richtung gefunden, mit der ich das Potenzial des Autos besser ausschöpfen kann", so Leclerc.

Auf Oscar Piastri fehlten zwar noch etwas über drei Zehntel, aber auch das ist im Vergleich zum dritten Training (8 Zehntel) eine deutliche Steigerung.

"In Q3 war die Runde mit abgefahrenen Reifen nicht so toll, aber ich hatte ein gutes Gefühl im Auto und ich wusste, dass ich das Potenzial für eine viel bessere Runde hatte, auch wenn ich nicht erwartet hatte, dass es für P3 reichen würde", erklärt Leclerc.

Hamilton unzufrieden mit sich selbst: Muss mich verbessern

Auf der anderen Seite der Garage ist die Stimmung deutlich weniger gut. Lewis Hamilton musste die nächste Qualifying-Niederlage einstecken. Doch so deutlich wie in Bahrain war es bisher nicht. Dem Rekordweltmeister fehlten fast sechs Zehntel auf den Teamkollegen. Durch die Strafe für Russell trennen die beiden sieben Plätze.

"Ich mache einfach keine gute Arbeit, also muss ich mich einfach weiter verbessern“, erklärt Hamilton. „Es ist klar, dass das Auto gut genug ist. Was gut ist. Aber es ist definitiv kein gutes Gefühl."

Leclerc versucht P2 zu verteidigen, Hamilton-Aufholjagd?

Im Rennen haben die beiden Piloten daher unterschiedliche Ziele. Für Charles Leclerc muss das Ziel sein, zumindest in den Top-3 zu bleiben. Mit Lando Norris im Rücken dürfte Platz zwei schwer vorstellbar sein.

"Ehrlich gesagt scheint McLaren ein extrem gutes Reifenmanagement zu haben, insbesondere was die Überhitzung der Reifen angeht. Wir haben es im dritten Training gesehen - ich glaube, alle hatten große Probleme, aber Oscar ist eine sehr beeindruckende Runde gefahren", so Leclerc.

Realistisch ist eher George Russell der Gegner des Monegassen um den letzten Platz auf dem Podest. "Wir könnten ziemlich eng bei Mercedes und auch den Red Bull liegen. Es wird ein interessantes Rennen."

Lewis Hamilton muss Plätze nach vorne gut machen. "Hoffentlich schaffen wir es unter die ersten Fünf. Das werde ich versuchen."